mit Beitrag vom 24. Februar 2022 hatten wir als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) auf den Streik des Sicherheitspersonals am Köln-Bonn-Airport aufmerksam gemacht.
Diesen Beitrag könnt Ihr durch den Klick auf den nachstehenden Link aufrufen und nachlesen.
Folgende Pressemitteilung hat die Gewerkschaft Ver.di dazu auf ihrer Homepage veröffentlicht:
Luftsicherheitskräfte: Streik der Fluggastkontrolle am Flughafen Düsseldorf für höhere Entgelte
24.02.2022
Luftsicherheitskräfte: Streik der Fluggastkontrolle am Flughafen Düsseldorf für höhere Entgelte
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft Beschäftigte im Luftsicherheitsbereich, die u.a. in der Fluggastkontrolle, dem Rollstuhlservice und in der Personal- und Warenkontrolle tätig sind, am Flughafen Düsseldorf zum Streik am Freitag, dem 25. Februar auf. Der Streik wird um 3:00 Uhr beginnen und um 24:00 Uhr wieder enden.
In zwei Verhandlungsrunden zur Erhöhung der Entgelte für Sicherheitskräfte an Verkehrsflughäfen konnte bisher keine Einigung erzielt werden. ver.di verhandelt bundesweit für etwa 25.000 Branchenbeschäftigte mit dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS). Die Arbeitgeber haben zwar ein Angebot unterbreitet, das jedoch weit hinter den Erwartungen der Beschäftigten zurückbleibt und Proteste der Beschäftigten provoziert.
„In Düsseldorf werden aktuell mindestens 500 Fachkräfte benötigt, um die Kontrolle der Fluggäste in einer angemessenen Zeit vornehmen zu können und um lange Warteschlangen zu vermeiden. Deshalb muss die Arbeit der Luftsicherheitskräfte finanziell attraktiv bleiben. Das Arbeitgeberangebot ist dafür nicht ausreichend und gleicht noch nicht einmal die Preisentwicklung aus. Außerdem wollen die Arbeitgeber Nullmonate durchsetzen“, kritisiert ver.di-Verhandlungsführer Wolfgang Pieper. „Schon jetzt zeichnet sich ein Mangel an qualifizierten Arbeitskräften ab, die bereit sind, rund um die Uhr, an Wochenenden und an Feiertagen äußerst flexibel zu arbeiten.“
Die Luftsicherheitskräfte in ver.di fordern eine Lohnerhöhung von mindestens einem Euro pro Stunde bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Darüber hinaus soll in der Tarifrunde der Lohn für die Luftsicherheitskräfte Fracht und Personal-/Warenkontrolle mit behördlicher Prüfung auf die Lohnhöhe der Luftsicherheitsassistenten (Fluggastkontrolle) nach dem Grundsatz gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit angehoben werden.
Für die Luftsicherheitskräfte in der Bordkartenkontrolle, in der Sicherung von sicherheitsempfindlichen Bereichen, in der Flugzeugbewachung u.a. mit Qualifizierung und bestandener Prüfung sowie in der Dokumentenkontrolle soll bundesweit das gleiche Stundenentgelt (Gleicher Lohn für gleiche Arbeit) gezahlt werden. Bisher werden diese Beschäftigten regional unterschiedlich bezahlt. Jetzt müsse das Stundenentgelt auf das höchste Entgeltniveau angeglichen werden. Auch die niedrigere Bezahlung von Sicherheitskräften beim Berufseinstieg von bis zu 24 Monaten solle abgeschafft werden. Eine solche Regelung sei angesichts des Mangels an qualifizierten Arbeitskräften nicht mehr zeitgemäß.
Die Verhandlungen werden am 1. und 2. März 2022 in Berlin fortgesetzt.
Ansprechpartner in NRW: Özay Tarim 0160/90121698
Ansprechpartner für die bundesweiten Verhandlungen: Wolfgang Pieper 0171/2251189
+++++++++++++++++++++++++++++++++++
Durch den Klick auf den nachstehenden Link könnt Ihr die Pressemitteilung direkt auf der Homepage der Gewerkschaft Ver.di (NRW) lesen.
Auch heute in Düsseldorf gilt den streikenden Kolleginnen und Kollegen gebührt unsere SOLIDARITÄT! Wir werden weiter über den Fortgang der Angelegenheit berichten.
Nicht nur die drohende allgemeine Impfpflicht und der weitere Verlust unserer demokrtischen Rechte, sondern auch die Gefährdung des Friedens in Europa bereiten uns große Sorgen.
Wir wollen unsere Sorgen gemeinsam an die Öffentlichkeit bringen, wie wir das an neun Samstagen unter dem Motto: ‚NEIN zur Impfpflicht‘ schon getan haben.
> Kommt auch an diesem Karnevals-Samstag zum Monheimspark und lauft mit auf der Demo! > Verkleidet Euch – zeigt was ihr von dem ganzen Irrsinn bzw. dieser Regierungs-Narretei haltet! **) > Protestiert mit uns gegen die grundgesetzwidrige Impf-PFLICHT!
Die Demoroute führt vom Kurpark durch das Ostviertel zum Kennedypark und führt über die Innenstadt zurück zum Kurpark.
*) Das Bündnis wird getragen von:‚AachenerfüreinemenschlicheZukunft‘,‚Querdenken241Aachen‘, ‚FreieLinkeAachen‘ und ‚ArbeitskreisGewerkschafter/InnenAachen‘.
**)Den Unmut über die Herrschenden haben die Rheinländer bereits seit der Besetzung durch Napoleon I. und seiner Armee (1795) auch über die kranevalistische Kostümierung zum Ausdruck gebracht!
Weitere Aufrufe zur Demo-Teilnahme könnt Ihr nach dem Anklicken nachstehenden Links aufrufen.
Mit etwas Satire zum Auflockern fangen wir wieder an!
Quelle: picture-alliance / dpa; Infografik Die Welt
Ab hier wird es allerdings wieder sehr ernst!
Kollege Heinz-J. Kaltenbach (http://ak-gewerkschafter.com/?s=kaltenbach) kommentiert den nachstehenden Beitrag wie folgt: „Ich hätte es besser nicht beschreiben können. Bisher für mich der besterBericht. Gruß Heinz“
Das nackte Gesicht der Neuen Normalität
ZivilerUngehorsamprovoziertbrutaleGewalt
VERÖFFENTLICHT AM 26. Februar 2022
Der in Berlin lebende Satiriker C.J. Hopkins begleitet seit zwei Jahren mit seinen Kolumnen die Absurditäten des durch die Corona-Pandemie geprägten Neuen Normals. Vielleicht wie keinem anderen gelingen ihm dabei Einblicke in die unter der Oberfläche ablaufenden psychologischen Mechanismen. Reitschuster.de berichtete bereits über den Autor.
Ein Gastbeitrag von C.J. Hopkins
Ich habe Ihnen gesagt, dass dieser Teil nicht schön werden würde. Der Zusammenbruch von ideologischen Bewegungen und fanatischen Kulten ist nie schön. Die „Neue Normalität“ bildet da keine Ausnahme.
Nach drei Wochen gewaltlosen zivilen Ungehorsams vor dem kanadischen Parlament in Ottawa durch Trucker und andere kanadische Bürger, die für ihr Recht kämpfen, nicht zwangsgeimpft zu werden, ließ Justin Trudeau die Schlägertrupps los.
Rede des Wladimir Putin von Montag, d. 21.Februar 2022, 21.40 Uhr (Moskauer Zeit):
„Bürger Russlands, Freunde,
in dieser Rede geht es um die Ereignisse in der Ukraine und warum dies für uns, für Russland, so wichtig ist. Meine Botschaft richtet sich natürlich auch an unsere Landsleute in der Ukraine. Die Angelegenheit ist sehr ernst und muss eingehend erörtert werden.
Die Lage im Donbass hat ein kritisches, akutes Stadium erreicht. Ich wende mich heute direkt an Sie, um Ihnen nicht nur zu erklären, was passiert ist, sondern auch, um Sie über die getroffenen Entscheidungen und die möglichen weiteren Schritte zu informieren.
Ich möchte nochmals betonen, dass die Ukraine für uns nicht nur ein Nachbarland ist. Sie ist ein unveräußerlicher Teil unserer eigenen Geschichte, Kultur und unserer Religion. Es sind unsere Kameraden, die uns am Herzen liegen – nicht nur Kollegen, Freunde und Menschen, die einst zusammen gedient haben, sondern auch Verwandte, Menschen, die durch Blut, durch Familienbande verbunden sind.
Seit jeher bezeichnen sich die Menschen im Südwesten des historischen Russlands als Russen und orthodoxe Christen. Dies war vor dem 17. Jahrhundert der Fall, als ein Teil dieses Gebiets wieder an den russischen Staat angeschlossen wurde, und auch danach.
Wir haben den Eindruck, dass wir alle diese Tatsachen kennen, dass sie allgemein bekannt sind. Dennoch ist es notwendig, zumindest ein paar Worte über die Geschichte dieses Themas zu verlieren, um zu verstehen, was heute geschieht, um die Beweggründe für Russlands Handeln zu erklären und um zu erfahren, was wir erreichen wollen.
Ich beginne also mit der Tatsache, dass die moderne Ukraine vollständig von Russland geschaffen wurde, genauer gesagt vom bolschewistischen, kommunistischen Russland. Dieser Prozess begann praktisch unmittelbar nach der Revolution von 1917, und Lenin und seine Kameraden taten dies auf eine Art und Weise, die für Russland extrem hart war – durch die Abtrennung, die Abtrennung dessen, was historisch gesehen russisches Land ist. Niemand hat die Millionen von Menschen, die dort leben, gefragt, was sie davon halten.
Vor und nach dem Großen Vaterländischen Krieg gliederte Stalin einige Gebiete, die zuvor zu Polen, Rumänien und Ungarn gehörten, in die UdSSR ein und übertrug sie der Ukraine. Dabei gab er Polen einen Teil des traditionell deutschen Bodens als Entschädigung, und 1954 nahm Chruschtschow Russland aus unbekanntem Grund die Krim weg und gab sie ebenfalls der Ukraine. Auf diese Weise entstand das Gebiet der heutigen Ukraine.
Doch nun möchte ich mich auf die Anfangszeit der UdSSR konzentrieren. Ich glaube, das ist sehr wichtig für uns. Ich werde mich der Sache sozusagen aus der Ferne nähern müssen.
Ich möchte Sie daran erinnern, dass die Bolschewiki nach der Oktoberrevolution 1917 und dem anschließenden Bürgerkrieg eine neue Staatlichkeit schaffen wollten. In diesem Punkt waren sie sich untereinander ziemlich uneinig. Im Jahr 1922 bekleidete Stalin sowohl das Amt des Generalsekretärs der Kommunistischen Partei Russlands (Bolschewiki) als auch das des Volkskommissars für ethnische Angelegenheiten. Er schlug vor, das Land nach den Grundsätzen der Autonomisierung aufzubauen, d. h. den Republiken – den künftigen administrativen und territorialen Einheiten – nach ihrem Beitritt zu einem einheitlichen Staat weitreichende Befugnisse zu übertragen.
Lenin kritisierte diesen Plan und schlug vor, den Nationalisten, die er damals »Unabhängige« nannte, Zugeständnisse zu machen. Lenins Ideen, die im Wesentlichen auf eine konföderative Staatsordnung hinausliefen, und seine Parole vom Selbstbestimmungsrecht der Völker bis hin zur Abspaltung, bildeten die Grundlage der sowjetischen Staatlichkeit. Sie wurden zunächst in der Erklärung über die Gründung der UdSSR von 1922 bestätigt und später, nach Lenins Tod, in der sowjetischen Verfassung von 1924 verankert.
Dies wirft sofort viele Fragen auf. Die Erste ist eigentlich die wichtigste: Warum war es notwendig, die Nationalisten zu besänftigen, die unaufhörlich wachsenden nationalistischen Ambitionen am Rande des ehemaligen Reiches zu befriedigen? Welchen Sinn hatte es, den neuen, oft willkürlich gebildeten Verwaltungseinheiten – den Unionsrepubliken – große Gebiete zu übertragen, die nichts mit ihnen zu tun hatten? Ich möchte wiederholen, dass diese Gebiete zusammen mit der Bevölkerung des damaligen Russlands übertragen wurden.
Außerdem erhielten diese Verwaltungseinheiten de facto den Status und die Form nationaler staatlicher Einheiten. Das wirft eine weitere Frage auf: Warum war es notwendig, so großzügige Geschenke zu machen, die die kühnsten Träume der eifrigsten Nationalisten übertrafen, und obendrein den Republiken das Recht einzuräumen, sich bedingungslos vom Einheitsstaat abzuspalten?
Auf den ersten Blick erscheint dies absolut unverständlich, ja sogar verrückt. Aber nur auf den ersten Blick. Dafür gibt es eine Erklärung. Nach der Revolution war es das Hauptziel der Bolschewiki, um jeden Preis an der Macht zu bleiben, absolut um jeden Preis. Dafür taten sie alles: Sie akzeptierten den demütigenden Vertrag von Brest-Litowsk, obwohl die militärische und wirtschaftliche Lage Kaiserdeutschlands und seiner Verbündeten dramatisch war und der Ausgang des Ersten Weltkriegs von vornherein feststand, und erfüllten alle Forderungen und Wünsche der Nationalisten im Lande.
Wenn es um das historische Schicksal Russlands und seiner Völker geht, waren Lenins Prinzipien der Staatsentwicklung nicht nur ein Fehler, sie waren schlimmer als ein Fehler, wie man sagt. Dies wurde nach der Auflösung der Sowjetunion im Jahr 1991 ganz deutlich.
Natürlich können wir die Ereignisse der Vergangenheit nicht ändern, aber wir müssen sie zumindest offen und ehrlich zugeben, ohne Vorbehalte oder politische Winkelzüge. Persönlich kann ich hinzufügen, dass keine politischen Faktoren, wie beeindruckend oder gewinnbringend sie auch immer zu einem bestimmten Zeitpunkt erscheinen mögen, als Grundprinzipien der Staatlichkeit verwendet werden können oder dürfen.
Ich versuche nicht, jemandem die Schuld zuzuschieben. Die damalige Situation im Land, sowohl vor als auch nach dem Bürgerkrieg, war äußerst kompliziert und kritisch. Das Einzige, was ich heute sagen möchte, ist, dass es genau so war. Das ist eine historische Tatsache. Wie ich bereits gesagt habe, ist die Sowjetukraine das Ergebnis der Politik der Bolschewiki und kann zu Recht als »Wladimir Lenins Ukraine« bezeichnet werden. Er war ihr Schöpfer und Architekt. Dies wird durch Archivdokumente vollständig und umfassend bestätigt, einschließlich der strengen Anweisungen Lenins bezüglich des Donbass, der tatsächlich zur Ukraine geschoben wurde. Und heute hat die »dankbare Nachkommenschaft« Lenin-Denkmäler in der Ukraine umgestürzt. Sie nennen es Entkommunisierung.
Sie wollen die Entkommunisierung? Sehr gut, das passt uns sehr gut. Aber warum auf halbem Weg stehen bleiben? Wir sind bereit zu zeigen, was eine echte Entkommunisierung für die Ukraine bedeuten würde.
Trotz all dieser Herausforderungen hat Russland mit der Ukraine immer offen und ehrlich zusammengearbeitet und, wie ich bereits sagte, die Interessen des Landes respektiert. Wir haben unsere Verbindungen in mehreren Bereichen ausgebaut. Im Jahr 2011 betrug der bilaterale Handel mehr als 50 Milliarden US-Dollar. Ich möchte darauf hinweisen, dass 2019, also vor der Pandemie, der Handel der Ukraine mit allen EU-Ländern zusammengenommen unter diesem Indikator lag.
Gleichzeitig war auffällig, dass die ukrainischen Behörden es stets vorzogen, mit Russland so zu verfahren, dass sie alle Rechte und Privilegien genießen, aber von allen Verpflichtungen befreit sind.
Die Beamten in Kiew ersetzten die Partnerschaft durch eine schmarotzerhafte Haltung, die sich zuweilen äußerst dreist zeigte. Es genügt, an die ständigen Erpressungen bei den Energietransiten und die Tatsache zu erinnern, dass sie buchstäblich Gas gestohlen haben.
Ich kann hinzufügen, dass Kiew versucht hat, den Dialog mit Russland als Druckmittel in seinen Beziehungen zum Westen zu nutzen, indem es die Drohung einer engeren Bindung an Russland nutzte, um den Westen zu erpressen und sich Präferenzen zu sichern, indem es behauptete, dass Russland andernfalls einen größeren Einfluss in der Ukraine haben würde.
Gleichzeitig haben die ukrainischen Behörden – das möchte ich betonen – damit begonnen, ihre Staatlichkeit auf der Negation all dessen aufzubauen, was uns vereint, und versucht, die Mentalität und das historische Gedächtnis von Millionen von Menschen, von ganzen Generationen, die in der Ukraine leben, zu entstellen. Es überrascht nicht, dass die ukrainische Gesellschaft mit dem Aufstieg des rechtsextremen Nationalismus konfrontiert wurde, der sich rasch zu aggressiver Russophobie und Neonazismus entwickelte. Dies führte zur Beteiligung ukrainischer Nationalisten und Neonazis an den Terrorgruppen im Nordkaukasus und zu den immer lauter werdenden Gebietsansprüchen an Russland.
Eine Rolle spielten dabei externe Kräfte, die ein weit verzweigtes Netz von Nichtregierungsorganisationen und Sonderdiensten nutzten, um ihre Klientel in der Ukraine zu pflegen und deren Vertreter an die Schaltstellen der Macht zu bringen.
Es ist anzumerken, dass die Ukraine eigentlich nie stabile Traditionen echter Staatlichkeit hatte. Deshalb entschied sie sich 1991 für die gedankenlose Nachahmung ausländischer Modelle, die nichts mit der Geschichte und den ukrainischen Realitäten zu tun haben. Die politischen Regierungsinstitutionen wurden mehrfach an die schnell wachsenden Clans und ihre eigennützigen Interessen angepasst, die nichts mit den Interessen des ukrainischen Volkes zu tun hatten.
Die von den oligarchischen ukrainischen Behörden getroffene sogenannte prowestliche zivilisatorische Entscheidung zielte und zielt nicht darauf ab, bessere Bedingungen im Interesse des Wohlergehens der Menschen zu schaffen, sondern darauf, die Milliarden von Dollar zu behalten, die die Oligarchen den Ukrainern gestohlen haben und auf ihren Konten bei westlichen Banken lagern, während sie den geopolitischen Rivalen Russlands ehrfürchtig entgegenkommen.
Einige Industrie- und Finanzkonzerne sowie die von ihnen bezahlten Parteien und Politiker haben sich von Anfang an auf die Nationalisten und Radikalen verlassen. Andere behaupteten, für gute Beziehungen zu Russland und für kulturelle und sprachliche Vielfalt zu sein, und kamen mithilfe ihrer Bürger an die Macht, die ihre erklärten Bestrebungen aufrichtig unterstützten, darunter auch die Millionen von Menschen in den südöstlichen Regionen. Doch nachdem sie die begehrten Ämter erhalten hatten, verrieten sie ihre Wähler sofort, indem sie ihre Wahlversprechen nicht einhielten und stattdessen eine Politik verfolgten, die von den Radikalen vorangetrieben wurde, und manchmal sogar ihre ehemaligen Verbündeten verfolgten – die öffentlichen Organisationen, die die Zweisprachigkeit und die Zusammenarbeit mit Russland unterstützten . Sie machten sich die Tatsache zunutze, dass ihre Wähler zumeist gesetzestreue Bürger mit gemäßigten Ansichten waren, die den Behörden vertrauten und im Gegensatz zu den Radikalen nicht aggressiv vorgingen oder zu illegalen Mitteln griffen.
In der Zwischenzeit wurden die Radikalen immer dreister in ihren Aktionen und stellten jedes Jahr mehr Forderungen. Es fiel ihnen leicht, den schwachen Behörden ihren Willen aufzuzwingen, die ebenfalls mit dem Virus des Nationalismus und der Korruption infiziert waren und die wirklichen kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Interessen des Volkes und die wahre Souveränität der Ukraine kunstvoll durch verschiedene ethnische Spekulationen und formale ethnische Attribute ersetzten.
Eine stabile Staatlichkeit hat sich in der Ukraine nie herausgebildet; die Wahl- und sonstigen politischen Verfahren dienen nur als Deckmantel, als Projektionsfläche für die Umverteilung von Macht und Eigentum zwischen verschiedenen Oligarchenclans.
Die Korruption, die sicherlich für viele Länder, auch für Russland, eine Herausforderung und ein Problem darstellt, hat in der Ukraine das übliche Maß überschritten. Sie hat die ukrainische Staatlichkeit, das gesamte System und alle Bereiche der Macht buchstäblich durchdrungen und zersetzt.
Radikale Nationalisten machten sich die berechtigte öffentliche Unzufriedenheit zunutze, sattelten auf die Maidan-Proteste auf und ließen sie 2014 zu einem Staatsstreich eskalieren. Sie erhielten auch direkte Unterstützung von ausländischen Staaten. Berichten zufolge stellte die US-Botschaft täglich 1 Million Dollar zur Unterstützung des sogenannten Protestcamps auf dem Unabhängigkeitsplatz in Kiew zur Verfügung. Darüber hinaus wurden große Beträge direkt auf die Bankkonten der Oppositionsführer überwiesen, mehrere zehn Millionen Dollar. Aber die Menschen, die tatsächlich gelitten haben, die Familien derjenigen, die bei den Zusammenstößen auf den Straßen und Plätzen von Kiew und anderen Städten ums Leben gekommen sind, wie viel haben sie am Ende bekommen? Besser nicht fragen.
Die Proteste auf dem Maidanplatz haben die Ukraine der Demokratie und dem Fortschritt nicht näher gebracht. Nach ihrem Staatsstreich führten die Nationalisten und die sie unterstützenden politischen Kräfte die Ukraine schließlich in eine Sackgasse und stießen das Land in den Abgrund des Bürgerkriegs. Acht Jahre später ist das Land gespalten. Die Ukraine hat mit einer akuten sozioökonomischen Krise zu kämpfen.
In der Ukraine gibt es keine unabhängige Justiz. Die Kiewer Behörden haben auf Verlangen des Westens das vorrangige Recht zur Auswahl der Mitglieder der obersten Justizorgane, des Justizrats und der Kommission für die hohe Qualifikation der Richter, an internationale Organisationen übertragen.
Darüber hinaus kontrollieren die Vereinigten Staaten direkt die Nationale Agentur für Korruptionsprävention, das Nationale Büro für Korruptionsbekämpfung, die Spezialisierte Staatsanwaltschaft für Korruptionsbekämpfung und das Oberste Gericht für Korruptionsbekämpfung. All dies geschieht unter dem hehren Vorwand, die Korruptionsbekämpfung zu verstärken. Na gut, aber wo sind die Ergebnisse? Die Korruption blüht wie nie zuvor.
Ist dem ukrainischen Volk bewusst, dass sein Land auf diese Weise verwaltet wird? Ist ihnen klar, dass ihr Land nicht einmal mehr ein politisches oder wirtschaftliches Protektorat ist, sondern zu einer Kolonie mit einem Marionettenregime degradiert wurde? Der Staat wurde privatisiert. Infolgedessen handelt die Regierung, die sich selbst als »Macht der Patrioten« bezeichnet, nicht mehr national und treibt die Ukraine konsequent auf den Verlust ihrer Souveränität zu.
Die Politik zur Ausrottung der russischen Sprache und Kultur und zur Förderung der Assimilierung wird fortgesetzt. Die Werchowna Rada hat einen ständigen Strom diskriminierender Gesetzesentwürfe hervorgebracht, und das Gesetz über die sogenannte indigene Bevölkerung ist bereits in Kraft getreten. Menschen, die sich als Russen identifizieren und ihre Identität, Sprache und Kultur bewahren wollen, erhalten das Signal, dass sie in der Ukraine nicht erwünscht sind.
Nach den Gesetzen über das Bildungswesen und die ukrainische Sprache als Staatssprache hat die russische Sprache keinen Platz in Schulen oder öffentlichen Räumen, selbst in gewöhnlichen Geschäften. Mit dem Gesetz über die sogenannte Überprüfung von Beamten und die Säuberung ihrer Reihen wurde ein Weg geschaffen, um unerwünschte Beamte loszuwerden.
Es gibt immer mehr Gesetze, die es dem ukrainischen Militär und den Strafverfolgungsbehörden ermöglichen, gegen die Meinungsfreiheit und abweichende Meinungen vorzugehen und die Opposition zu verfolgen. Die Welt kennt die bedauerliche Praxis der Verhängung einseitiger illegitimer Sanktionen gegen andere Länder, ausländische natürliche und juristische Personen. Die Ukraine hat ihre westlichen Herren übertrumpft, indem sie Sanktionen gegen ihre eigenen Bürger, Unternehmen, Fernsehsender, andere Medien und sogar Parlamentsmitglieder erfunden hat.
Im März 2021 wurde in der Ukraine eine neue Militärstrategie verabschiedet. Dieses Dokument ist fast ausschließlich der Konfrontation mit Russland gewidmet und zielt darauf ab, ausländische Staaten in einen Konflikt mit unserem Land zu verwickeln. Die Strategie sieht die Organisation einer sogenannten terroristischen Untergrundbewegung auf der russischen Krim und im Donbass vor. Darin werden auch die Konturen eines möglichen Krieges skizziert, der nach Ansicht der Kiewer Strategen »mithilfe der internationalen Gemeinschaft zu günstigen Bedingungen für die Ukraine« sowie – hören Sie bitte gut zu – »mit ausländischer militärischer Unterstützung in der geopolitischen Konfrontation mit der Russischen Föderation« enden soll. In Wirklichkeit ist dies nichts anderes als die Vorbereitung von Feindseligkeiten gegen unser Land, Russland.
Wie wir wissen, wurde heute bereits erklärt, dass die Ukraine beabsichtigt, ihre eigenen Atomwaffen zu entwickeln, und das ist keine bloße Prahlerei. Die Ukraine verfügt über die in der Sowjetzeit entwickelten Nukleartechnologien und die Trägersysteme für solche Waffen, darunter Flugzeuge, sowie über die taktischen Präzisionsraketen sowjetischer Bauart Tochka-U mit einer Reichweite von über 100 Kilometern. Aber sie können mehr tun; es ist nur eine Frage der Zeit. Die Voraussetzungen dafür haben sie schon seit der Sowjetära geschaffen.
Mit anderen Worten: Die Beschaffung taktischer Atomwaffen wird für die Ukraine viel einfacher sein als für einige andere Staaten, die ich hier nicht nennen werde, die solche Forschungen betreiben, insbesondere wenn Kiew ausländische technologische Unterstützung erhält. Auch das können wir nicht ausschließen.
Falls die Ukraine in den Besitz von Massenvernichtungswaffen kommt, wird sich die Lage in der Welt und in Europa drastisch verändern, insbesondere für uns, für Russland. Wir können nicht anders, als auf diese reale Gefahr zu reagieren, zumal, ich wiederhole es, die westlichen Schutzmächte der Ukraine helfen könnten, diese Waffen zu erwerben und so eine weitere Bedrohung für unser Land schaffen.
In den letzten Jahren waren Militärkontingente der Nato -Staaten, unter dem Vorwand von Übungen, fast ständig auf ukrainischem Gebiet präsent. Das ukrainische Truppenkontrollsystem ist bereits in die Nato integriert worden. Das bedeutet, dass das Nato -Hauptquartier den ukrainischen Streitkräften direkte Befehle erteilen kann, sogar an ihre einzelnen Einheiten und Truppenteile.
Die Vereinigten Staaten und die Nato haben damit begonnen, das ukrainische Territorium auf unverschämte Art und Weise als Schauplatz möglicher Militäroperationen zu nutzen. Ihre regelmäßigen gemeinsamen Truppenübungen sind offensichtlich antirussisch ausgerichtet. Allein im letzten Jahr waren über 23.000 Soldaten und mehr als tausend Einheiten militärischen Geräts beteiligt.
Es wurde bereits ein Gesetz verabschiedet, das es ausländischen Truppen erlaubt, 2022 in die Ukraine zu kommen, um an multinationalen Übungen teilzunehmen. Natürlich handelt es sich dabei in erster Linie um Nato -Truppen. Für dieses Jahr sind mindestens zehn dieser gemeinsamen Übungen geplant.
Es liegt auf der Hand, dass solche Unternehmungen als Deckmantel für einen raschen Aufbau der Nato-Militärpräsenz auf ukrainischem Gebiet dienen sollen. Dies gilt umso mehr, als das Netz der mithilfe der USA ausgebauten Flughäfen Kiew-Boryspil, Iwano-Frankiwsk, Tschuhujiw und Odessa, um nur einige zu nennen, in der Lage ist, Armee-Einheiten in kürzester Zeit zu verlegen. Der ukrainische Luftraum ist offen für Flüge von amerikanischen strategischen Bombern und Aufklärungsflugzeugen sowie Drohnen, die russisches Gebiet überwachen.
Die Ukraine beherbergt Nato -Ausbildungsmissionen, die in Wirklichkeit ausländische Militärstützpunkte sind. Sie nannten eine Militärbasis einfach eine Mission und damit hatte sich die Sache erledigt.
Kiew hat vor langer Zeit einen strategischen Kurs für den Beitritt zur Nato verkündet. In der Tat hat jedes Land das Recht, sein eigenes Sicherheitssystem zu wählen und Militärbündnisse einzugehen. Das wäre auch kein Problem, wenn es nicht ein »aber« gäbe. In internationalen Dokumenten ist ausdrücklich der Grundsatz der gleichen und unteilbaren Sicherheit verankert, der die Verpflichtung beinhaltet, die eigene Sicherheit nicht auf Kosten der Sicherheit anderer Staaten zu stärken. So steht es in der 1999 in Istanbul verabschiedeten OSZE-Charta für europäische Sicherheit und in der OSZE-Erklärung von Astana 2010.
Mit anderen Worten: Das gewählte Sicherheitssystem sollte keine Bedrohung für andere Staaten darstellen, während der Beitritt der Ukraine zur Nato eine direkte Bedrohung für die Sicherheit Russlands ist.
Ich möchte Sie daran erinnern, dass die Vereinigten Staaten auf dem Nato-Gipfel in Bukarest im April 2008 einen Beschluss durchgesetzt haben, demzufolge die Ukraine, und übrigens auch Georgien, Nato-Mitglieder werden sollten. Viele europäische Verbündete der Vereinigten Staaten waren sich der Risiken, die mit diesem Vorhaben verbunden waren, schon damals bewusst, mussten sich aber dem Willen ihres wichtigsten Partners beugen. Die Amerikaner haben sie einfach benutzt, um eine eindeutig antirussische Politik zu betreiben.
Eine Reihe von Nato-Mitgliedstaaten steht einem Nato-Beitritt der Ukraine immer noch sehr skeptisch gegenüber. Aus einigen europäischen Hauptstädten erhalten wir Signale, dass wir uns keine Sorgen machen sollen, da dies nicht einfach über Nacht geschehen werde. Auch unsere amerikanischen Partner äußern sich in diesem Sinne. »Na gut«, antworten wir, »wenn es nicht morgen passiert, dann eben übermorgen. Was ändert das an der historischen Perspektive? Rein gar nichts.«
Als 1990 über die deutsche Wiedervereinigung diskutiert wurde, versprachen die Vereinigten Staaten der sowjetischen Führung, dass der Geltungsbereich oder die militärische Präsenz der Nato keinen Zentimeter nach Osten ausgedehnt wird und dass die Wiedervereinigung Deutschlands nicht zu einer militärischen Ausdehnung der Nato nach Osten führen wird. Dies ist ein Zitat.
Sie gaben viele mündliche Zusicherungen ab, die sich allesamt als leere Versprechungen entpuppten. Später begannen sie uns zu versichern, dass der Beitritt der mittel- und osteuropäischen Länder zur Nato nur die Beziehungen zu Moskau verbessern und diesen Ländern die Angst nehmen würde, die aus ihrem bitteren historischen Erbe herrühren, und sogar einen Gürtel von Ländern schaffen würde, die Russland gegenüber freundlich eingestellt sind.
Allerdings geschah genau das Gegenteil. Die Regierungen einiger osteuropäischer Länder, die auf Russophobie spekulierten, brachten ihre Komplexe und Stereotypen über die russische Bedrohung in das Bündnis ein und bestanden darauf, das kollektive Verteidigungspotential auszubauen und in erster Linie gegen Russland einzusetzen. Schlimmer noch, dies geschah in den 1990er und frühen 2000er-Jahren, als die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen dank unserer Offenheit und unseres guten Willens ein hohes Niveau erreicht hatten.
Außerdem werde ich etwas sagen, was ich noch nie öffentlich gesagt habe, ich werde es jetzt zum ersten Mal sagen. Als der damals scheidende US-Präsident Bill Clinton im Jahr 2000 Moskau besuchte, fragte ich ihn, was Amerika von einem Beitritt Russlands zur Nato halten würde.
Ich werde nicht alle Einzelheiten dieses Gesprächs preisgeben, aber die Reaktion auf meine Frage war, sagen wir, eher zurückhaltend, und die wahre Einstellung der Amerikaner zu dieser Möglichkeit lässt sich in der Tat an ihren nachfolgenden Schritten in Bezug auf unser Land ablesen. Ich beziehe mich auf die offene Unterstützung von Terroristen im Nordkaukasus, die Missachtung unserer Sicherheitsanforderungen und -belange, die kontinuierliche Erweiterung der Nato, den Rückzug aus dem ABM-Vertrag und so weiter. Es stellt sich die Frage: Warum? Worum geht es bei all dem, was ist der Zweck? Nun gut, sie wollen uns nicht als Freunde oder Verbündete sehen, aber warum machen sie uns zum Feind?
Darauf kann es nur eine mögliche Antwort geben: Es geht nicht um unser politisches Regime oder etwas Ähnliches. Sie können einfach kein großes und unabhängiges Land wie Russland gebrauchen. Das ist die Antwort auf alle Fragen. Dies ist die Quelle der traditionellen amerikanischen Politik gegenüber Russland. Daher auch die Haltung zu allen unseren Sicherheitsvorschlägen.
Die Situation verschlechtert sich weiter, auch im strategischen Bereich. So werden im Rahmen des US-Projekts zur Schaffung eines globalen Raketenabwehrsystems in Rumänien und Polen Stellungen für Abfangraketen errichtet. Es ist allgemein bekannt, dass die dort stationierten Abschussrampen für Tomahawk-Marschflugkörper – offensive Angriffssysteme – verwendet werden können.
Nachdem die USA den INF-Vertrag gekündigt haben, hat das Pentagon offen zahlreiche landgestützte Angriffswaffen entwickelt, darunter ballistische Raketen, die Ziele in einer Entfernung von bis zu 5.500 km treffen können. Wenn solche Systeme in der Ukraine stationiert werden, können sie Ziele im gesamten europäischen Teil Russlands erreichen. Die Flugzeit von Tomahawk-Marschflugkörpern nach Moskau wird weniger als 35 Minuten betragen; ballistische Raketen aus Charkow benötigen sieben bis acht Minuten und Hyperschall-Angriffswaffen vier bis fünf Minuten. Das ist wie ein Messer an der Kehle. Ich habe keinen Zweifel daran, dass sie hoffen diese Pläne zu verwirklichen, wie sie es in der Vergangenheit schon oft getan haben, indem sie die Nato nach Osten ausdehnten, ihre militärische Infrastruktur an die russischen Grenzen verlegten und unsere Bedenken, Proteste und Warnungen völlig ignorierten. Verzeihen Sie mir das so zu sagen, aber sie haben sich einfach nicht für derlei Belange interessiert und getan, was sie für notwendig hielten.
Im vergangenen Dezember haben wir unseren westlichen Partnern den Entwurf eines Vertrages zwischen der Russischen Föderation und den Vereinigten Staaten von Amerika über Sicherheitsgarantien sowie den Entwurf eines Abkommens über Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit der Russischen Föderation und der Nato-Mitgliedstaaten übergeben.
Die Vereinigten Staaten und die Nato antworteten mit allgemeinen Erklärungen. Sie enthielten auch einige rationale Aspekte, aber sie betrafen Fragen von untergeordneter Bedeutung und wirkten wie der Versuch, das Thema in die Länge zu ziehen und die Diskussion in die Irre zu führen.
Wir haben darauf entsprechend reagiert und darauf hingewiesen, dass wir bereit sind, den Weg der Verhandlungen zu gehen, allerdings unter der Voraussetzung, dass alle Fragen als ein Paket betrachtet werden, das die Kernvorschläge Russlands einschließt, die die drei Hauptanliegen beinhalten. Erstens, die Verhinderung einer weiteren Nato-Erweiterung. Zweitens, dass das Bündnis auf die Stationierung von Angriffswaffensystemen an den russischen Grenzen verzichtet. Und schließlich die Rückführung der militärischen Fähigkeiten und der Infrastruktur des Bündnisses in Europa auf den Stand von 1997, als die Nato-Russland-Grundakte unterzeichnet wurde.
Diese prinzipiellen Vorschläge von uns wurden ignoriert. Um es noch einmal zu wiederholen: Unsere westlichen Partner haben wieder einmal die hinlänglich bekannten Argumente geäußert, dass jeder Staat das Recht hat, frei zu entscheiden, wie er seine Sicherheit gewährleisten oder sich einer Militärunion oder einem Bündnis anschließen möchte. Das heißt, an ihrer Haltung hat sich nichts geändert, und wir hören immer wieder die gleichen alten Verweise auf die berüchtigte »Politik der offenen Tür« der Nato.
Außerdem versuchen sie erneut, uns zu erpressen und drohen uns mit Sanktionen, die sie übrigens in jedem Fall beschließen werden, da Russland seine Souveränität und seine Streitkräfte weiter stärkt. Natürlich werden sie nicht zögern, unabhängig von den Entwicklungen in der Ukraine, einen Vorwand für weitere Sanktionen zu liefern oder zu erfinden. Ihr einziges Ziel ist es, die Entwicklung Russlands aufzuhalten. Und das werden sie auch weiterhin tun, auch ohne formellen Vorwand, weil es uns gibt und wir niemals unsere Souveränität, unsere nationalen Interessen oder unsere Werte infrage stellen werden.
Was die Lage im Donbass betrifft, so stellen wir fest, dass die herrschenden Kiewer Eliten immer wieder öffentlich deutlich machen, dass sie nicht bereit sind, das Minsker Abkommen zur Beilegung des Konflikts einzuhalten, und dass sie nicht an einer friedlichen Lösung interessiert sind. Im Gegenteil, sie versuchen, einen Blitzkrieg im Donbass zu inszenieren, wie es 2014 und 2015 der Fall war. Wir alle wissen, wie diese rücksichtslosen Pläne endeten.
Es vergeht kein einziger Tag, an dem nicht Gemeinden im Donbass unter Beschuss geraten. Die kürzlich gebildete große Streitmacht setzt Angriffsdrohnen, schweres Gerät, Raketen, Artillerie und Mehrfachraketenwerfer ein. Die Tötung von Zivilisten, die Blockade, die Misshandlung von Menschen, einschließlich Kindern, Frauen und älteren Menschen, geht unvermindert weiter. Ein Ende ist nicht in Sicht.
Die sogenannte zivilisierte Welt, als deren einzige Vertreter sich unsere westlichen Kollegen bezeichnet haben, zieht es indes vor, dies nicht zu sehen, als ob es diesen Horror und den Genozid, dem fast vier Millionen Menschen ausgesetzt sind, nicht gäbe. Aber es gibt sie, und zwar nur deshalb, weil diese Menschen mit dem vom Westen unterstützten Putsch in der Ukraine im Jahr 2014 nicht einverstanden waren und sich dem Übergang zu einem neandertalerhaften und aggressiven Nationalismus und Neonazismus widersetzten, die in der Ukraine in den Rang einer nationalen Politik erhoben worden sind. Sie kämpfen für ihr elementares Recht, auf ihrem eigenen Land zu leben, ihre eigene Sprache zu sprechen und ihre Kultur und Traditionen zu bewahren.
Wie lange kann diese Tragödie noch andauern? Wie lange kann man das noch hinnehmen? Russland hat alles getan, um die territoriale Integrität der Ukraine zu wahren.
In diesem Zusammenhang halte ich es für notwendig, eine längst überfällige Entscheidung zu treffen und die Unabhängigkeit und Souveränität der Volksrepublik Donezk und der Volksrepublik Luhansk unverzüglich anzuerkennen.
Ich möchte die Bundesversammlung der Russischen Föderation bitten, diese Entscheidung zu unterstützen und anschließend den Vertrag über Freundschaft und gegenseitigen Beistand mit beiden Republiken zu ratifizieren
Diese beiden Dokumente werden in Kürze vorbereitet und unterzeichnet.
Wir wollen, dass diejenigen, die die Macht in Kiew übernommen haben und weiterhin innehaben, die Feindseligkeiten sofort einstellen. Andernfalls wird die Verantwortung für die mögliche Fortsetzung des Blutvergießens allein auf dem Gewissen des herrschenden Regimes der Ukraine liegen.
Bei der Bekanntgabe der heute gefassten Beschlüsse vertraue ich auf die Unterstützung der Bürger Russlands und der patriotischen Kräfte des Landes.
als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) verfolgen wir seit Wochen die Berichterstattungen über die Absicht der Bezirksregierung in Köln ihre Nebenstandorte Bonn-Bad Godesberg (ca. 260 Beschäftigte) und Aachen (ca. 180 Beschäftigte) zu schließen und in die Kölner Peripherie zu verlagern.
Dazu hat die Gewerkschaft Ver.di den nachstehenden Beitrag veröffentlicht:
Landesvermessung
Pläne der Bezirksregierung unausgegoren und teuer
Landesvermessung soll von Bad Godesberg endgültig nach Köln ziehen
Pläne der Bezirksregierung unausgegoren und teuer – Landesvermessung soll von Bad Godesberg endgültig nach Köln ziehen Ver.di
Die Bezirksregierung Köln plant, ihre Nebenstandorte Bonn-Bad Godesberg (ca. 260 Beschäftigte) und Aachen (ca. 180 Beschäftigte) zu schließen und in die Kölner Peripherie zu verlagern. Dazu sollen noch vor Jahresende 2021 die beiden Standorte in Bonn-Bad Godesberg und Aachen abgemietet werden.
„Welchen Mehrwert die geplanten Neuanmietungen, aufwendigen Umzugsmaßnahmen und damit verbundenen erheblichen Kosten haben, ist nicht erkennbar“, kritisiert Volker Wenner, Pressesprecher des ver.di-Bezirks Köln-Bonn-Leverkusen. Die Landesregierung hatte bei der Ver-waltungsreform 2007 allen Bezirksregierungen zwei Neben-Standorte zugesagt. Diese Zusage ist bis heute nicht zurückgezogen worden. Für den Aachener Standort wurde vom Land sogar bei der Auflösung der dortigen Bezirksregierung eine „Ewigkeitsgarantie“ für den Standort abge-ben. Dennoch hat sich die Bezirksregierung Köln dazu entschieden, ihre beiden Neben-Stand-orte aufzugeben.
„Auch das Versprechen der Landesregierung an die Bad Godesberger Kolleginnen und Kollegen des ehemaligen Landesvermessungsamtes und heutigen Abteilung 7 (Geobasis NRW), den Standort zu erhalten, soll nicht mehr gelten. Gerade aus fachlicher Sicht arbeitet dieser Standort weitgehend autark. Schließlich ist die Landesvermessung weiterhin für ganz NRW zuständig, während sich die übrige Bezirksregierung weitgehend mit Aufgaben des Regierungsbezirks Köln befasst“, ergänzt Volker Wenner.
Heute erst wurden die Beschäftigten von Regierungspräsidentin Gisela Walsken informiert, dass über das „‘Zusammenziehen‘ der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bezirksregierung am zentralen Standort Köln entschieden“ sei. Allerdings sollen die Beschäftigten nicht in das Dienst-gebäude der Bezirksregierung in der Zeughausstraße ziehen. Stattdessen wird das Bürogebäude der ERGO-Versicherung in der Scheidtweiler-Str. in Köln-Braunsfeld angemietet
„Eine Erklärung, welchen Nutzen ein Umzug in die Kölner Peripherie und nicht zum Hauptsitz ins Kölner Zentrum bringen soll, bleibt die Regierungspräsidentin schuldig“, moniert Wenner.
„Die Wege zur Zentrale bleiben schließlich weiterhin bestehen.“
Der Plan, den Standort Bonn-Bad Godesberg aufzulösen, führt für viele der dortigen Kolleginnen und Kollegen zu erheblichen Nachteilen. Gerade für die große Gruppe der Teilzeitbeschäftigen, die sich bewusst in der Nähe ihre Arbeitsstätte angesiedelt haben, entstehen erhebliche Prob-leme bei der Betreuung ihrer Kinder oder pflegebedürftigen Angehörigen u.a. durch 2-3 Stun-den längere Arbeitswege, kritisiert die Gewerkschaft ver.di.
„Ein Umzug in die Kölner Peripherie wird bewirken, dass sich die Kolleginnen und Kollegen an-dere Arbeitsgeber suchen werden“, befürchtet Wenner. Die heute schon bestehende prekäre Situation des Fachkräftemangels wird sich mit so einer Maßnahme nochmals verschärfen.
Auch der damit verbundene klimapolitische Aspekt und die weitere Belastung der jetzt schon völlig überlasteten Rheinschiene wiederspricht allen aktuellen klimapolitischen Aussagen der Landesregierung.
„Daneben steht für die Godesberger Weststadt die weitere Prekarisierung und der langjährige Leerstand des landeseigenen Gebäudes nach dem Muster des Landesbehördenhauses an der B9 zu befürchten, während das Land gleichzeitig erhebliche Mietkosten an einen privaten Vermieter zu zahlen hat“, kritisiert Wenner.
Dazu nachstehend das Aktuellste zum Thema aus den
REGIONALES
24. Februar 2022
AACHEN Der Personalrat der Bezirksregierung Köln lehnt nach unseren Informationen die Schließungspläne der Behördenspitze ab. Regierungspräsidentin Gisela Walsken hatte die Mitarbeiter in Aachen und Bonn im Dezember darüber informiert, dass diese Standorte Ende 2023 geschlossen werden und ein neuer Bürokomplex in Köln angemietet werde. Die ablehnende Haltung der Personalvertretung, die in dieser Frage ein Mitwirkungsrecht hat, liegt der Regierungspräsidentin
bereits seit längerem vor. In seiner Stellungnahme an die Behördenspitze stellt der Personalrat viele weitere Fragen, etwa zum Problem der Fachkräfteabwanderung wegen der Standortschließung. Walsken hat sich bislang nicht dazu geäußert.
Ob die Regierungspräsidentin trotz des negativen Votums des Personalrats bei den Standortschließungen bleibt, ist dem Personalrat ebenfalls noch nicht mitgeteilt worden. Sollte diese Mitteilung erfolgen – also keine Einigung innerhalb der Behörde gefunden werden – wird das Verfahren zur übergeordneten Stelle ins Landesinnenministerium und zum Hauptpersonalrat nach Düsseldorf wandern. (cs)
soeben hat uns als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) eine Mitteilung des Herrn Werner Schell (http://ak-gewerkschafter.com/?s=werner+schell) unter dem Titel „Pflegenotstand und kein Ende in Sicht …. Totalversagen der politisch Verantwortlichen!“ erreicht.
(Das Eigenfoto des Werner Schell zeigt selbigen in Aktion.)
Pflegemängel im Alloheim in Dormagen – die NGZ berichtete am 18.05.2022 über meine Kritik an der Einrichtung und darüber hinaus … Es wurden der Redaktion im Zusammenhang mit der Berichtsvorbereitung zahlreiche Informationen übermittelt, die verdeutlichen, warum das „Pflegekind im Brunnen liegt“. Bereits 2007/2008 gab es erhebliche Mängelberichte aus Dormagen, die im Gefolge meiner weiteren Aktivitäten u.a. zu der Buchveröffentlichung „100 Fragen zum Umgang mit Pflegemängeln in Pflegeeinrichtungen“ führten. Aktuell muss ich wegen der ausgebliebenen Auflösung des Pflegenotstandes von einem Totalversagen der politisch Verantwortlichen ausgehen. … >https://www.wernerschell.de/forum/2/viewtopic.php?f=4&t=353&p=4211#p4211
Ich nehme anlässlich der NGZ-Berichterstattung Gelegenheit, nochmals in Kürze meine Sicht der Pflegesituation vorzustellen:
Über Pflegemängel wird u.a. von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk seit vielen Jahren umfassend – auch in Richtung aller politischen Parteien – informiert. Es gab vielfach konstruktive Reformvorschläge. Auch bei den (31) Neusser Pflegetreffs wurden in Anwesenheit der jeweils zuständigen Minister/Politiker/Prüfer (usw.) entsprechende Handlungsanforderungen vorgestellt (siehe z.B. https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/Pressemitteilungen/PflegereformGroKo_Erfordernisse2014.pdf ). Patienten- und Pflegebeauftragte der Bundesregierung waren neben zahlreichen Pflegeexperten vor Ort. Alle Aspekte des bestehenden Pflegenotstandes wurden ausführlich und gezielt angesprochen.
Es kam in Anerkennung der vielfältigen Bemühungen um bessere Pflegebedingungen und entsprechende Reformen zur Verleihung des Ehrenpreises des Landschaftsverbandes Rheinland für soziales Engagement (2010) sowie zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes (2013) und des Landesverdienstordens NRW (2017). Zusätzlich wurde (2017) seitens der Sparkasse Neuss der Bürgerpreis für das gemeinnützige Engagement verliehen (> https://www.wernerschell.de/forum/neu/viewtopic.php?f=4&t=22893&p=106843 ). Dies alles belegt, dass die hiesigen Bemühungen „oben angekommen sein müssen. … Und dennoch … nichts wurde wirklich verbessert! Jedenfalls sind mit kleineren Reförmchen keine Verbesserungen zu erzielen. Das ist so, als wolle man „mit einer Wasserpistole einen Waldbrand löschen“ (Zitat: Claus Fussek).
Ich gehe nach all dem von einem Totalversagen der seit Jahren verantwortlichen Politiker aus. Sie haben auch die Heim-Prüfvoraussetzungen geschaffen, die offensichtlich nicht immer zielgerichtet greifen. Entscheidend für die Pflegemängel sind die strukturellen Grundlagen, die die Politik gestaltet hat. Eine Verbesserung der Stellenschlüssel in den Pflegeeinrichtungen wird z.B. seit über 20 Jahren gefordert. Allerdings muss die Personalaufstockung unter Beibehaltung der Fachkraftquote von 50% erfolgen. Nur so kann eine einigermaßen qualitätsgesicherte Versorgung der pflegebedürftigen Personen in den Einrichtungen. Eine alleinige Vermehrung des Hilfspersonals, so wie es aktuell Frau Moll, die neue Pflegbeauftragte der „Ampel“ plant, ist inakzeptabel und wird den Pflegenotstand nicht auflösen helfen …. > https://www.wernerschell.de/forum/2/viewtopic.php?p=3463#p3463 Mittlerweile werden schon für die Ausbildung von Pflegeassistenten Personen eingeworben, die weder über einen Schulabschluss noch über ausreichende deutsche Sprachekenntnisse verfügen. Das Rothgang-Gutachten, auf das man sich jetzt stützt, ist für eine wirkungsvolle Auflösung des Pflegenotstandes nicht wirklich tauglich. Daher macht es jetzt auch wenig Sinn, wenn Politiker mit dem Finger auf andere zeigen: „Der Fisch stinkt bekanntlich vom Kopf her!“
Im Übrigen ist noch wichtig: Die Kommunen müssen in den Quartieren (Stadtteilen, Ortschaften), nahe bei den BürgerInnen Konzepte gestalten helfen, die für ältere Menschen ein möglichst langes Verbleiben im gewohnten Umfeld gewährleisten (dem Grundsatz „ambulant vor stationär“ folgend). Ein Manager, Kümmerer, muss vor Ort alle „Fäden ziehen“, mit den BürgerInnen das Wohnumfeld im Blick haben und Hilfen bzw. Unterstützungen gestalten. Quartierskonzepte bestehen aus vielfältigen Bausteinen. Darauf mache ich seit Jahren aufmerksam und fordere die zuständigen Politikern zum Handeln auf. Nähere Informationen ergeben sich aus meinem Statement vom 14.08.2015, für eine Fachtagung im Rhein-Kreis Neuss zusammen gestellt > https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/Pressemitteilungen/Neue_Wohnformen_im_Quartier_Statement_Fachtagung_14082015.pdf In Neuss-Erfttal gibt es bereits mit Unterstützung von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk eine bescheidene Quartiersentwicklung, die ständig weiter entwickelt werden soll. Insoweit müssen aber gesetzliche Vorgaben geschaffen werden, damit auch eine finanzielle Absicherung der notwendigen Hilfe- und Unterstützungsstrukturen gewährleistet werden kann. Solche Strukturen können die stationäre Pflegeversorgung nachhaltig entlasten!
Werner Schell – Diplom-Verwaltungswirt – Oberamtsrat a.D. – Buchautor/Journalist – Dozent für Pflegerecht
als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) haben wir zur Kenntnis genommen, dass am gestrigen Tag (23.02.2022) das Sicherheitspersonal am Flughafen Köln/Bonn für bessere Tarife gestreikt hat.
KÖLN/DÜSSELDORF Im Tarifstreit der Luftsicherheitsbranche hat es am Mittwoch nach zwei Verhandlungsrunden ohne Einigung einen ersten Warnstreik gegeben. Am Flughafen Köln/Bonn legten laut Gewerkschaft Verdi am Morgen rund 100 Sicherheitsmitarbeiter im Frachtbereich ihre Arbeit nieder. Der Warnstreikaufruf richtete sich an die Beschäftigten der Personal- und Warenkontrolle sowie der Frachtkontrolle. Die Aktion sollte bis Mitternacht andauern. Nach Angaben eines Verdi-Sprechers wurden ein Zufahrtstor sowie die Personalkontrolle lahmgelegt. Lastwagen und Mitarbeiter von Logistikfirmen hätten nur mit erheblichem Aufwand über andere Zufahrten und Eingänge auf das Gelände gelangen können. (dpa)
Und am 23.02.2022 teilte die Gewerkschaft Ver.di dazu mit:
Luftsicherheitskräfte: Streik der Fluggastkontrolle am Flughafen Düsseldorf für höhere Entgelte
24.02.2022
Luftsicherheitskräfte: Streik der Fluggastkontrolle am Flughafen Düsseldorf für höhere Entgelte
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft Beschäftigte im Luftsicherheitsbereich, die u.a. in der Fluggastkontrolle, dem Rollstuhlservice und in der Personal- und Warenkontrolle tätig sind, am Flughafen Düsseldorf zum Streik am Freitag, dem 25. Februar auf. Der Streik wird um 3:00 Uhr beginnen und um 24:00 Uhr wieder enden.
In zwei Verhandlungsrunden zur Erhöhung der Entgelte für Sicherheitskräfte an Verkehrsflughäfen konnte bisher keine Einigung erzielt werden. ver.di verhandelt bundesweit für etwa 25.000 Branchenbeschäftigte mit dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS). Die Arbeitgeber haben zwar ein Angebot unterbreitet, das jedoch weit hinter den Erwartungen der Beschäftigten zurückbleibt und Proteste der Beschäftigten provoziert.
„In Düsseldorf werden aktuell mindestens 500 Fachkräfte benötigt, um die Kontrolle der Fluggäste in einer angemessenen Zeit vornehmen zu können und um lange Warteschlangen zu vermeiden. Deshalb muss die Arbeit der Luftsicherheitskräfte finanziell attraktiv bleiben. Das Arbeitgeberangebot ist dafür nicht ausreichend und gleicht noch nicht einmal die Preisentwicklung aus. Außerdem wollen die Arbeitgeber Nullmonate durchsetzen“, kritisiert ver.di-Verhandlungsführer Wolfgang Pieper. „Schon jetzt zeichnet sich ein Mangel an qualifizierten Arbeitskräften ab, die bereit sind, rund um die Uhr, an Wochenenden und an Feiertagen äußerst flexibel zu arbeiten.“
Die Luftsicherheitskräfte in ver.di fordern eine Lohnerhöhung von mindestens einem Euro pro Stunde bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Darüber hinaus soll in der Tarifrunde der Lohn für die Luftsicherheitskräfte Fracht und Personal-/Warenkontrolle mit behördlicher Prüfung auf die Lohnhöhe der Luftsicherheitsassistenten (Fluggastkontrolle) nach dem Grundsatz gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit angehoben werden.
Für die Luftsicherheitskräfte in der Bordkartenkontrolle, in der Sicherung von sicherheitsempfindlichen Bereichen, in der Flugzeugbewachung u.a. mit Qualifizierung und bestandener Prüfung sowie in der Dokumentenkontrolle soll bundesweit das gleiche Stundenentgelt (Gleicher Lohn für gleiche Arbeit) gezahlt werden. Bisher werden diese Beschäftigten regional unterschiedlich bezahlt. Jetzt müsse das Stundenentgelt auf das höchste Entgeltniveau angeglichen werden. Auch die niedrigere Bezahlung von Sicherheitskräften beim Berufseinstieg von bis zu 24 Monaten solle abgeschafft werden. Eine solche Regelung sei angesichts des Mangels an qualifizierten Arbeitskräften nicht mehr zeitgemäß.
Die Verhandlungen werden am 1. und 2. März 2022 in Berlin fortgesetzt.
Ansprechpartner in NRW: Özay Tarim 0160/90121698
Ansprechpartner für die bundesweiten Verhandlungen: Wolfgang Pieper 0171/2251189
++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Durch den Klick auf den nachstehenden Link könnt Ihr diese Mitteilung direkt auf der Homepage der Gewerkschaft Ver.di lesen.
als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) ist uns die seit Jahrzehnten grassierende Privatisierungswelle in Deutschland und Europa ein Dorn im Auge, wie Ihr es durch den Klick auf den nachstehenden Link aufrufen und nachlesen könnt.
Das wäre dann ein weiterer Verkauf des „TAFELSILBERS“ unserer Bürgerinnen und Bürger. Dazu teilt dpa. am heutigen Tage (24.02.2022) das nachstehende mit:
+++++++++++++++++++++++++++++++++++
BERLIN Für einen besseren Zugverkehr in Deutschland dringen FDP und Grüne auf einschneidende Veränderungen bei der Deutschen Bahn. Der Staatskonzern soll sich demnach auf sein Kerngeschäft konzentrieren und den internationalen Logistiker DB Schenker möglicherweise verkaufen. Der Regierungspartner SPD reagierte jedoch zurückhaltend auf entsprechende Forderungen. Auf der Bahn lasten Schulden und ein Investitionsstau in Milliardenhöhe. „Deshalb sollten Beteiligungen an Unternehmen, die wie DB Schenker ihre Umsätze überwiegend im Ausland erzielen, veräußert werden“, forderte der parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Fraktion, Torsten Herbst. Der Grünen-Verkehrspolitiker Matthias Gastel regte den Verkauf oder die Neuaufstellung von Tochterfirmen an, die kaum Berührungspunkte zum unmittelbaren Bahngeschäft haben und die für einen zuverlässigeren Schienenverkehr nicht benötigt werden. Bahnchef Richard Lutz hatte zuletzt hervorgehoben, Schenker habe zwei fantastische Jahre hinter sich und stabilisiere den Konzern finanziell mit Rekordumsätzen und Rekordgewinnen. DB Schenker bietet international Transporte für Industrie und Handel zu Land, zu Wasser und in der Luft an. (dpa)
+++++++++++++++++++++++++++++++++
Der Ausverkauf öffentlicher Einrichtungen und Dienstleistungen muss sofort gestoppt werden. Die Privatisierung geht immer voll zu Lasten der Allgemeinheit!
das Thema „MINDESTLOHN“ beschäftigt uns als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) schon seit Jahren, wie Ihr es durch das Anklicken des nachtehenden Links aufrufen und nachlesen könnt.
Was wir positiv zur Kenntnis genommen haben, ist der Mindestlohn in Luxemburg!
Aktuell beträgt derMindestlohn in Luxemburg 13,05 Euro. Er wurde zuletzt zum 01. Oktober 2021 angepasst (Stand: Januar 2022).
Vor diesem Hintergrund haben wir die aktuellste Stellungnahme des DGB (http://ak-gewerkschafter.com/category/dgb/) zum Mindestlohn nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet.
DeutscherGewerkschaftsbund
Mindestlohn
21.02.2022
Mindestlohn-Erhöhungsgesetz
Wer profitiert von 12 Euro Mindestlohn?
Die Erhöhung des Mindestlohns hilft 6,2 Millionen Beschäftigten
Armut trotz Arbeit ist leider kein Randphänomen, sondern Realität vieler Menschen. Vor allem da, wo es keinen Tarifschutz gibt, weil die Arbeitgeber sich Tarifverhandlungen verweigern, sind die 12 Euro als unterste Haltelinie nötig. In Deutschland profitieren insgesamt 6,2 Millionen Beschäftigte von der Mindestlohnerhöhung, denn sie verdienen aktuell unter 12 Euro je Stunde.
DGB/Hyejin Kang/123rf.com
In Deutschland profitieren insgesamt 6,2 Millionen Beschäftigte von der Mindestlohnerhöhung, denn sie verdienen aktuell unter 12 Euro je Stunde. Das sind 16,4 Prozent aller Beschäftigten, die grundsätzlich Anspruch auf den Mindestlohn haben. Neben drei Millionen geringfügig entlohnten Beschäftigten und 1,8 Millionen Teilzeitbeschäftigten profitieren auch 1,4 Millionen Vollzeitbeschäftigte von der Anhebung des Mindestlohns.
Für einen vollzeitbeschäftigten Single ohne Kinder bedeutet die Erhöhung ein Einkommensplus von netto etwa 220 Euro monatlich im Vergleich zur aktuellen Mindestlohnhöhe. Damit wird die Wichtigkeit der Anhebung des Mindestlohns abermals unterstrichen.
Höherer Mindestlohn hilft besonders Frauen und Beschäftigten in Ostdeutschland
Vor allem Frauen, die 57 Prozent aller Mindestlohnbezieher*innen ausmachen, und Beschäftigten in Ostdeutschland hilft die Lohnuntergrenze.
Mehr als jede/r Fünfte in Ostdeutschland, 22 Prozent der Beschäftigten, wird ab Oktober 2022 mehr verdienen. In Westdeutschland sind es 16,4 Prozent. Insgesamt 19,4 Prozent – das sind 3,5 Millionen – aller erwerbstätigen Frauen arbeiten aktuell zu Stundenlöhnen unter 12 Euro.
Handel, Gastgewerbe sowie Gesundheits- und Sozialwesen profitieren von 12 Euro Mindestlohn
Besonders im Handel mit etwa 1,3 Millionen Beschäftigten, im Gastgewerbe mit 660.000 Beschäftigten und im Gesundheits- und Sozialwesen mit 549.000 Beschäftigten bringt die Anhebung deutliche Verbesserrungen mit sich.
Auch im Bereich Verkehr und Lagerei mit 622.000 Beschäftigten, im Baugewerbe mit 176.000 Bechäftigten und der Land- und Forstwirtschaft mit 162.000 Beschäftigten können Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ab Herbst 2022 mit mehr Geld rechnen.
Gemessen an allen Beschäftigten einer Branche ist die Geltung der Mindestlohnanhebung im Gastgewerbe am höchsten. Dort profitieren zukünftig 60 Prozent aller Beschäftigten von der neuen gesetzlichen Lohnuntergrenze, gefolgt von der Land- und Forstwirtschaft mit 46 Prozent, Verkehr und Lagerei mit 29 Prozent sowie dem Handel mit 25 Prozent.
Diese Daten beruhen auf einer eigens für den DGB vorgenommenen Sonderauswertung des Statistischen Bundesamtesauf Grundlage der aktuellen Verdiensterhebung. Zudem erfolgten eigene Berechnungen des DGB. Sie bilden den Stand zum Oktober 2022 ab, also zum zukünftigen Zeitpunkt der Mindestlohnerhöhung. Die Auswertung betrachtet alle Beschäftigungsverhältnisse ohne Auszubildende, Praktikant*innen, Minderjährige.
Schluss mit Armut trotz Arbeit
„Armut trotz Arbeit ist leider kein Randphänomen, sondern auch in der Bundesrepublik Realität vieler Menschen. Vor allem da, wo es keinen Tarifschutz gibt, weil die Arbeitgeber sich Tarifverhandlungen verweigern, brauchen wir die 12 Euro als unterste Haltelinie“, betont DGB-Vorstandmitglied Stefan Körzell.
Es geht hier um Wertschätzung
„Besonders in den systemrelevanten Branchen, im Handel, im Gesundheits- und Sozialwesen, im Speditions- und Lagereigewerbe und in der Gastronomie, werden die 12 Euro zu deutlichen Verbesserungen führen. Es geht hier um mehr Wertschätzung der geleisteten Arbeit von Millionen Beschäftigten. Dennoch bleiben wir dabei: Gute Arbeit wird nach Tarif bezahlt – wir ermutigen die Arbeitgeber, Tarifverhandlungen mit den Gewerkschaften zu führen,“ so Körzell.
Mindestlohn steigert auch gesamtwirtschaftliche Kaufkraft
„Der höhere Mindestlohn wird auch die gesamtwirtschaftliche Kaufkraft stärken – hochgerechnet sind das ca. 4,8 Milliarden Euro pro Jahr. In Zeiten pandemiebedingter wirtschaftlicher Einbrüche ist dies eine wichtige Konjunkturstütze, denn ein Großteil der zusätzlichen Einkommen wird unmittelbar in den Wirtschaftskreislauf zurückfließen. Überdies sorgt die Erhöhung des Mindestlohns auch für Mehreinzahlungen in den Sozialversicherungen und trägt somit zu deren Schutz und Finanzierbarkeit bei.“
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Durch den Klick auf den nachstehenden Link könnt Ihr den Breitrag direkt auf der Homepage des DGB aufrufen und nachlesen.
Die Forderung nach Angleichung des Mindestlohnes in Deutschland an den in Luxemburg ist eine Forderung, die wir immer wieder als AK erheben! Der DGB wäre auch gut beraten, den Luxemburger Mindestlohn als Modell auch für Deutschland anzuerkennen.
pünktlich zur Wochenmitte präsentieren wir Euch heute als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) wieder unsere AK-TV-TIPPS (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=ak-tv-tipps) für die kommenden Tage.
++++++++++++++++++++++++++++++++++
Am FREITAG, den 04. März 2022, ab 20.15 UHR, strahlt der TV-SENDER
die Dokumentationen über die Neonazis wie folgt aus:
20.15 UHR: „RECHTS UND RADIKAL“
aus.
Der Klick auf den nachstehenden Link blättert Euch die Programmvorschau zur Sendung auf.
Birgit Wärnke und Julian Feldmann blicken in ihrem Film auf eine Zeit zurück, die ihre braunen Schatten bis heute wirft. Sie porträtieren drei Neonazis der Wendezeit, begleiten einen AfD-Politiker, fragen bei Historikern und Zeitzeugen nach den Ursachen. In ihrer akribischen Recherche zeigen sie seltene Archivaufnahmen und unveröffentlichte Dokumente aus der Stasi-Unterlagenbehörde. Der Film zeichnet rechte Kontinuitätslinien nach und analysiert ihre prägende Wirkung auf das wiedervereinigte Deutschland.
Hier die Kurzbeschreibung der Sendung:Keine Noten und wenig Leistungsdruck, Entfaltung der Persönlichkeit und Förderung künstlerischer und handwerklicher Kreativität: pädagogische Grundsätze von Schulen in freier Trägerschaft. Sie sind meisten kleiner und überschaubarer und vor allem selbst verwaltet von Lehrern und Eltern. Immer mehr Familien entscheiden sich für diese privaten Bildungseinrichtungen: Ihre Zahl steigt – seit Anfang der 1990er Jahre um 80%.
Doch immer häufiger engagieren sich auch Lehrer oder Eltern mit rechtsextremer Gesinnung in Schulen freier Trägerschaft. Schleichend und zunächst unbemerkt nutzen sie die besonderen Möglichkeiten, die Selbstverwaltung und Mitspracherechte bieten – für ideologische Einflussnahme auf Kinder und Lehrinhalte.
In einer Waldorfschule in Minden hatte sich ein Lehrer vom Hausmeister zu einem besonders beliebten Handwerkslehrer bis zu einer Art inoffiziellem Schulleiter hochgearbeitet, dessen Meinung bei wichtigen Entscheidungen zählte. In Mecklenburg wurde einer freien Schule ihr Umfeld zum Problem – geprägt von rechten Kameradschaften und sogenannten völkischen Siedlern, die deren Kinder diese Schule besuchten und deren Eltern sich dort engagierten. Und eine freie Bildungseinrichtung in Berlin geriet unter den Einfluss eines rechtsextremen Vaters und Holocaustleugners.
Hinweise auf solche Entwicklungen erfolgen fast immer anonym. Auch das macht es den Schulaufsichtsbehörden schwer, einzugreifen. Die Autorinnen der Story haben Fälle wie diese verfolgt und bei ihren Recherchen festgestellt, wie groß die Angst betroffener Eltern und Lehrer ist, offen darüber zu sprechen.
21.45 UHR: „SCHATTENKRIEGER – DER NEONAZIGEHEIMBUND HAMMERSKINS“
Der Klick auf den nachstehenden Link blättert Euch die Programmvorschau zur Sendung auf.
Kurzbeschreibung der Sendung: Die Doku deckt auf, welche Gefahr von den ‚Hammerskins‘ ausgeht – einem rechtsextremen Netzwerk, das im verborgenen agiert und oft fatal unterschätzt wird. Sie glauben an die ‚Vorherrschaft der weißen Rasse‘, trainieren für einen angeblich bevorstehenden Umsturz am ‚Tag X‘ und haben Verbindungen ins Umfeld rechtsextremer Terroristen. Die ‚Hammerskins‘ sind eine der einflussreichsten und ältesten rechtsextremen Gruppierungen in Deutschland.
Ob beim lukrativen Rechtsrock oder bei rechtsextremen Kampfsport-Events – führende ‚Hammerkins‘ haben an vielen Stellen ihre Finger im Spiel. Trotzdem ist noch immer wenig über sie bekannt.
Recherchen des MDR und des WDR-Magazins MONITOR zeigen: Die ‚Hammerskins‘ sind eine Art Geheimbund, bleiben gerne unter dem Radar und ziehen im Hintergrund die Fäden. Sie verstehen sich als Eliteorganisation, sind weltweit vernetzt und organisiert wie ein Rockerclub: Abschottung nach außen, Hierarchien nach innen. Es gibt kaum Aussteiger – wer einmal dabei ist, bleibt dabei oder schweigt anschließend. Umso außergewöhnlicher sind die Einblicke ins Innere des Neonazi-Geheimbundes, die die Dokumentation liefert. Unter großem Risiko verdeckt gedrehte Aufnahmen von wichtigen Veranstaltungen, Auszüge aus internen Foren, Fotos von geheimen Treffen, konspirativen Konzerten und sogar Schießtrainings zeigen, wie aktiv und gewaltaffin die ‚Hammerskins‘ sind.
+++++++++++++++++++++++++++++++++++
Am MITTWOCH, den 03. März 2022, ab 20.15 UHR, strahlt der TV-SENDER
Dokumentation
„KAMPF UM DAS TRINKWASSER – WELCHE AUSWIRKUNGEN DER KLIMAWANDEL HAT“
aus.
Der Klick auf den nachstehenden Link blättert Euch die Programmvorschau zur Sendung auf.
Die Preise für Trinkwasser werden steigen. Der simple Grund: wir brauchen nicht weniger davon, es gibt aber sinkende Grundwasserstände. Das Gut Wasser wird auch bei uns immer kostbarer. Der Klimawandel macht sich bemerkbar. Und das hat Auswirkungen, denn in Ballungszentren wird besonders viel Wasser verbraucht, was in anderen, ländlicheren Regionen gewonnen wird. Die Metropolregion Frankfurt etwa bekommt Wasser aus dem Hessischen Ried oder dem Vogelsberg. Der Kampf um diese Zulieferungen wird bei knapperen Ressourcen intensiver. Auch der Preis dafür steigt in die Höhe.
Hier die Kurzbeschreibung der Sendung: Tirol Ende des 19. Jahrhunderts: Die Not zwingt viele Bergbauern, ihre Kinder den Sommer über nach Schwaben zu schicken, wo sie als Arbeitskräfte an Bauern vermittelt werden.
Auch Kaspar, noch nicht einmal zehn Jahre alt, ist unter den „Schwabenkindern“. Nach dem Tod seiner Mutter gibt ihn sein Vater weg: Er soll auf dem Ravensburger Markt an Bauern vermittelt werden. Mit anderen Kindern aus dem Dorf macht sich Kaspar auf den Weg.
Als sie nach entbehrungsreichen Wochen endlich in Ravensburg ankommen, werden sie wie Sklaven feilgeboten. Kaspar trifft es hart: Ihn wählt der Bauer Steinhauser aus, der sich als brutaler Tyrann entpuppt. Für den Jungen beginnt eine Zeit des Leidens. Erst im Jahr 1908 kommt Kaspar als Erwachsener zurück in sein Dorf. Der Vater, den sein Gewissen und der Kummer um den verlorenen Sohn fast das Herz gebrochen hat, liegt im Sterben, doch es bleibt Zeit für die Versöhnung.
Wenn bei Euch Interesse an der einen oder anderen Sendung besteht, so bitten wir um Vormerkung, denn wir werden die Sendetermine auf unserer Homepage nicht wiederholen.
mit Beitrag vom 20. Februar 2022 hatten wir als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) zur SOLIAITÄT mit unserem AK-Kollegen Dr. Paul Michels aufgerufen, der inmitten der CORONA-HYSTERIE (http://ak-gewerkschafter.com/?s=corona) am heutigen Tag vor dem Amtsgericht Aachen stand.
Der Klick auf den nachstehenden Link führt Euch direkt auf unseren Beitrag.
Hier kommt der persönliche Bericht des Paul über den Prozessverlauf:
Hallo Manfred,
soeben ist das Verfahren „GR ENZKONTROLLE MIT KOLLATERALSCHADEN“ zu Ende gegangen.
Es waren 5 Unterstützer gekommen, die ihre Solidarität unter Beweis gestellt haben. Einen großen Beitrag hat der Hinweis auf den Termin beim AK geleistet. Danke!
Mitgefiedert haben natürlich sehr viel mehr Leute.
DieEinlasskontrolleamGerichtistwirklichätzend, die StimmungzumSchneiden!
Man muss es sich nicht unedingt antun. Trotzdem sind die Leute alle zum Gerichtssaal hochgegangen.
Eine Polizeizeugin war schon da und stand da herum.
Gestern habe ich vor Mitternacht noch einen geharnischten Beweisantrag ausgearbeitet und einen Zeugenaufruf mit Fragenmuster für jenen Polizeibeamten, der mich zwar kontrolliert, den die Behörden mir nach allen Regeln der Kunst verschwiegen haben.
Sie haben mir seinen Namen nicht genannt, nicht seinen Dienstgrad und auch nicht, ob er nun gerade aus der Polizeischule gekommen ist, also habe ich ihn N. N. genannt und ihn einer deftigen Befragung unterzogen.
Was hat sich nun im Verfahren ereignet?
Das Verfahren war beendet, bevor es begionnen hatte. Weder die Polizeibeamten noch die Stadtverwaltung hatten den „Kleinen Grenzverkehr“ auf dem „Bildschirm“.
Sie wussten auch nicht, wann Ausnahmeregeln für den Coronatest zur Anwendung kommen, geschweige denn, dass sie das Opfer ihrer Sanktionswut mal über seine Rechte aufgeklärt hätten.
Der Staatsanwalt – übrigens abwesend – hätte, wie zu hören war, das Verfahren nicht eingestellt. Darin wurde er jedoch vom Richter Witt überstimmt.
Da wir es nicht probiert haben, wissen wir nicht, ob nicht auch noch ein Freispruch „drin“ gewesen wäre. Das Material hatten wir vorliegen.
Anmerkung des AK-Koordinators: Der Beweisantrag liegt unserer AK-Redaktion vor.
Die 5 Anwesenden aus unseren Reihen erklärten sich mit der Einstellung des Verfahrens durchaus einverstanden. Sie bestanden nicht darauf, einen Gladiatorenkampf für ruhmreichen Freispruch vorgeführt zu bekommen.
Einstellung des Verfahrens bedeutet: Der Bußgeldbescheid mit seinen Verwaltungskosten à 278 wird annulliert, die gerichtlichen Verfahrenskosten gehen zu Lasten der Staatskasse, die geladene Polizeizeugin wurde nach Hause geschickt.