Wolfgang Erbe informiert mit einem aktuellen Info-Potpourri! Wir ziehen daraus das Fazit, dass der KAPITALISMUS sich und uns in die Tiefe reißt und die Politiker/Innen uns dabei kräftig verarschen!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

soeben haben wir als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) ein weiteres Info-Potpourri zur allgemeinen politischen und ökonomischen  Lage unseres Kollegen Wolfgang Erbe (http://ak-gewerkschafter.com/?s=wolfgang+erbe) erhalten.

Wir ziehen aus seinem hochinteressanten Beitrag wieder einmal das Fazit, dass der KAPITALISMUS sich und uns in die Tiefe reißt und die Politiker/Innen uns dabei kräftig verarschen!

Dagegen hilft nur eine proletarische Revolution!

                                 

Wir haben das komplette Info-Potpourri nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet.

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

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Kollege Wolfgang Erbe informiert:

Keinen Euro – keinen Cent für die Kriegswirtschaft!

Preistreiber bekämpfen! – Klimakrise als soziale Krise – Club-of-Rome-Bericht „Die Reichen müssen die Rechnung zahlen“+ Tonnenweises Fischsterben an der Oder und der Insel Rügen seit den 1980er Jahren – Behörden und Politik haben kein Interesse an der Wahrheit – die Kali – Industrie ist der Verursacher

Sollen jetzt auch die Bezieher von Ökostrom Naturstrom für die verfehlte Energiepolitik zahlen? – Das fordern jetzt die Versorger

Wir sagen Nein! – Wer jahrelang für den Umweltschutz gezahlt hat darf dafür jetzt nicht bestraft werden – die Umweltverbrecher sollen selber zahlen!

Energiepreise: Höhe weiterer Gasumlagen festgelegt

Ab Oktober müssen Gasversorger Regelenergie- und Gasspeicherumlagen bezahlen. Auf die Verbraucher könnten so neben der Gasumlage noch weitere Kosten zukommen.

https://www.zeit.de/wirtschaft/2022-08/energiepreise-gasumlage-regelenergie-versorger-verbraucher

https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Mediathek/Monitoringberichte/Monitoringbericht2010.pdf?__blob=publicationFile&v=2

https://beteiligung.karlsruhe.de/file/5ea9905b15d450311011efa2/

Keinen Euro – keinen Cent für die Kriegswirtschaft!

Obwohl jetzt schon teurer sollen Fernwärmekunden jetzt noch für das Gas der Monopolkonzerne aus der Automobil, Öl- und Rüstungsindustrie zahlen. Das geht nicht an!

Von der Gas-Umlage befreit sind derzeit offenbar „noch“ Kunden, die Öl, Flüssiggas oder Fernwärme beziehen. Ob gerecht oder nicht: Im vergangenen Jahr heizten laut Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen rund 14 Prozent der Haushalte mit Fernwärme – diese entsteht laut Bundeswirtschaftsministerium zu über 46 Prozent aus Gas. Fernwärmekunden sind laut Südwest Presse (SP) von der Umlage bislang „nicht erfasst“. Eine Antwort, ob dies so bleibt, werde aktuell im Bundeswirtschaftsministerium noch geprüft.

Fernwärme: Kunden der Münchner Stadtwerke zahlen eh schon mehr

Dabei müssen Kunden von Fernwärme bereits seit Anfang des Jahres tiefer in die Tasche greifen, wie das Beispiel der Stadtwerke München exemplarisch zeigt.  „Der Preis für Fernwärme ist seit dem ersten Quartal 2021 von rund 54 Euro je Megawattstunde (MWh) auf knapp 119 Euro je MWh gestiegen – das sind fast 120 Prozent“, erläutert Mike Winkler. Er ist Geschäftsführer der Hausverwaltung Winkler & Co., die in München etwa 4500 Wohnungen betreut.

Gas-Umlage auch für Fernwärme: Kunden zahlen jetzt schon mehr

Fernwärme gilt als verhältnismäßig teuer, weil die Anbieter dieser Technologie meist keinen Wettbewerber haben. Nur das Bundeskartellamt überwacht die Einhaltung gesetzlicher Regelungen. Ein Beispiel zu den Kosten von Fernwärme vor Beginn der Energiekrise rechnet Stern.de vor: „Nach einer Auswertung der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft CO2online aus dem Jahr 2020 schlägt Fernwärme mit Heizkosten von 12,40 Euro pro Quadratmeter und Jahr zu Buche, Erdgas dagegen mit 9,80 Euro. 

Deutschlandweit gibt das Bundeswirtschaftsministerium die Zahl der mittels Fernwärme beheizten Wohnungen mit 5,6 Millionen an. Das entspricht einem Anteil von rund 14 Prozent. Mit Gas heizen dagegen rund 48 Prozent, gefolgt von Öl mit gut 25 Prozent. Die Fernwärme kommt hierzulande meist im städtischen Bereich zum Einsatz. Allein in Berlin werden laut einem Bericht des Magazins Stern mehr als eine Million Haushalte mit Fernwärme versorgt, auch Hamburg gelte als Fernwärme-Hochburg. In der schleswig-holsteinischen Stadt Flensburg seien sogar fast alle Wohngebäude an das Fernwärmenetz angeschlossen.

Denn die Bezieher von Fernwärme sind laut Verbraucherzentrale Bundesverband noch mit deutlich steigenden Preisen konfrontiert, was viele Verbraucher von Fernwärme derzeit eher abschrecken dürfte.

https://www.merkur.de/verbraucher/wirtschaftsministerium-gasumlage-fernwaerme-verbraucher-eu-kommission-beihilfen-91732567.html

Preistreiber bekämpfen!

https://www.klimareporter.de/strom/warum-nicht-gleich-die-stromboerse-abschaffen

(An der Strombörse EEX in Leipzig. / Foto: Christoph Busse/EEX)

Neuer Club-of-Rome-Bericht

30. August 2022

„Die Reichen müssen die Rechnung zahlen“

Der Club of Rome legt den „Überlebensratgeber“ für die Welt vor. Das Rezept: Soziale Ungleichheit verringern, um die Klimakrise zu lösen. Die Steuern auf Immobilien, Vermögen und Erbschaften sowie auf hohe Gewinne und Einkommen müssen steigen. 

Wir können die Kurve kriegen. Das Klima-Problem lässt sich lösen, wenn gleichzeitig die soziale Ungleichheit verringert wird. Das ist, sehr kurz gefasst, die zentrale Botschaft des neuen Berichts des Club of Rome, einer weltweiten Vereinigung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.

Am heutigen Dienstag wurde die Studie unter anderem in Berlin vorgestellt. Sie heißt „Earth for All: Ein Survivalguide für unseren Planeten“.

Breit bekannt wurde der Club of Rome vor 50 Jahren, als er 1972 seinen einflussreichen Bericht „Die Grenzen des Wachstums“ veröffentlichte. Die schockierende These damals: Wenn sich die globale Wirtschaftsweise nicht ändere, würden Umwelt, Ökonomie und Lebensqualität im 21. Jahrhundert zusammenbrechen. Das war ein Ausgangspunkt für die Öko-Bewegung nicht nur in Deutschland.

Nicht alle skeptischen Vorhersagen des damaligen Berichts seien bisher eingetroffen, doch mehr oder weniger habe man richtig gelegen, sagte Johan Rockström am Dienstag. Der Mitautor der aktuellen Studie leitet das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung.

Der „Survival Guide“ enthält viele Warnungen und Problembeschreibungen. Jørgen Randers, der schon an den „Grenzen des Wachstums“ mitgearbeitet hatte, sagte: „Innerhalb der nächsten 50 Jahre wird das derzeitige Wirtschaftssystem soziale Spannungen verstärken und den Wohlstand verringern.“

Wenn sich die gegenwärtigen Trends fortsetzten, komme es zu „regionalen Zusammenbrüchen“ – und zwar nicht nur in armen Staaten wie Afghanistan, Pakistan oder Somalia, sondern auch in reichen Ländern.

Die Autorinnen und Autoren gehen zwar nicht in die Einzelheiten, als Beispiel kann man sich aber eine Flutkatastrophe wie an der Ahr 2021 vorstellen, nur viel größer: Die öffentliche Infrastruktur ist zerstört, die Verwaltung funktioniert nicht und Firmen arbeiten nicht mehr, die Bewohner flüchten.

Solche Szenarien seien nicht unwahrscheinlich, so der Club, und sie könnten zwei Milliarden Menschen weltweit betreffen.

Klimakrise als soziale Krise

Zentral für die Studie ist eine – auf den ersten Blick nicht unbedingt eingängige – These: Die Klimakrise und soziale Krise hängen zusammen. Und zwar nicht nur, indem Dürren und Überschwemmungen Armut verursachen. Ist die soziale Ungleichheit zu groß, erklärt der Überlebensratgeber, verschärfe diese auch die Umweltprobleme.

Ein Wirkungszusammenhang: Armen Staaten und ihren Einwohnern fehlen die finanziellen Mittel, um das Klima zu schützen. In wohlhabenden Ländern wie Deutschland stellt sich die Verbindung eher so dar: Leute mit niedrigen Einkommen lehnen Klimapolitik ab, wenn sie die Kosten dafür tragen sollen.

Das führt Jørgen Randers zu der These: „Die Reichen müssen die Rechnung zahlen.“ Damit meint er die obersten „zehn Prozent“ der Bevölkerung, die national und global etwa die Hälfte aller Einkommen auf sich vereinen. Die ökonomische Elite müsse ungefähr ein Fünftel ihrer Einkommen und Vermögen abgeben, damit Sozialpolitik und Klimaschutz finanziert werden können.

Das ist nicht nur eine Ansage an Staaten wie Deutschland, 20 Prozent ihrer Wirtschaftsleistung der Rettung der Welt zu widmen, sondern auch an die hiesige obere Mittelschicht. Wer zwei Eigentumswohnungen besitzt, kann schon zum reichsten Zehntel gehören.

Umverteilung durch Steuern

Zur Umsetzung schlägt der Club beispielsweise Umverteilung mittels Steuern vor. Die Abgaben auf Immobilien, Vermögen, Erbschaften, Firmengewinne und hohe Arbeitseinkommen müssten steigen.

Etwa zwei bis vier Prozent des globalen Einkommens jährlich dürften reichen, um den Karren aus dem Dreck zu ziehen, heißt es im Survivalguide. Der Markt regele das nicht alleine, ein aktiver Staat sei gefragt.

Die Regierungen müssten diese fünf Ziele anpeilen: Überwindung der Armut, Verringerung der Ungleichheit, Stärkung der Stellung der Frauen, Ökologisierung der Nahrungsmittelproduktion und Umstellung der Energieproduktion auf erneuerbare Quellen.

Dass es in Deutschland vorangehe, sei entscheidend, meinte Rockström. Als viertgrößte Wirtschaftsnation der Erde müsse das Land vormachen, dass die Transformation gelingen könne. Auf die Frage, ob die Welt die Kurve kriege, meinte Randers sinngemäß: „Es wird sehr schwer werden.“

https://www.klimareporter.de/gesellschaft/die-reichen-muessen-die-rechnung-zahlen

Im Strommarkt wedelt der Schwanz mit dem Hund

Die Strombörse spiegelt dabei noch nicht einmal den ganzen spekulativen Wahnsinn wider. Ein Großteil des Geschäfts wird in zweiseitigen sogenannten Over-the-Counter-Geschäften abgewickelt. Was dort an Strommengen und Preisen über den Tisch geht, erfährt die Öffentlichkeit so gut wie nicht.

Der Strommarkt ist eine Black Box – und das bei einem Produkt, das nicht nur ganz zentral für das Funktionieren der modernen Gesellschaft ist, sondern das dazu noch äußerst leichtverderblich ist und nur mit enormem Aufwand und unter Verlusten gespeichert werden kann.

Das hindert die Händler aber nicht daran, Strommengen in und zwischen sogenannten Bilanzkreisen hin- und herzuschieben, sich ganze Kraftwerksleistungen zu sichern – oder auch nicht, wenn man sich davon Gewinne verspricht.

Selbst große Stromerzeuger kaufen Strom von Dritten ein, wenn er billiger ist als die eigene Erzeugung, um ihre Lieferzusagen einzuhalten.

Und am Ende ist der ganze Stromhandel eigentlich nur ein virtueller. Beim Strom kann man gern ein supergrünes oder, wenn man es für sinnvoll hält, ein atomar-fossiles Produkt kaufen – man wird immer den Strom bekommen, der in der nächstgelegenen Erzeugungsanlage produziert wird. Das ist Physik.

Und weil der Strom der Physik folgt, müssen allem Handel zum Trotz am Ende Bedarf und Angebot so ziemlich genau auf die Kilowattstunde ausgeglichen sein und auch die wichtige Frequenz von 50 Hertz muss eingehalten werden.

Dazu gibt es wieder Händler, die auf die Minute genau Strommengen zum Ausgleich anbieten. Und manchmal ist es den Jongleuren am Strommarkt zu teuer, diese flexible Leistung einzukaufen – oder sie haben sich einfach verspekuliert.

Beim Strommarkt wedelt der virtuelle Schwanz mit dem realen Hund. Die Macht der Händler ist so groß, dass sogar, wie verschiedene Fälle schon gezeigt haben, Blackouts nicht ausgeschlossen sind.

https://www.klimareporter.de/strom/warum-nicht-gleich-die-stromboerse-abschaffen

Tonnenweises Fischsterben an der Oder und der Insel Rügen seit den 1980er Jahren – Behörden und Politik haben kein Interesse – die Kali – Industrie ist der Verursacher

K+S arbeitet nach dem Stand der Technik. Auch dabei fallen flüssige und feste Rückstände an. Eine rückstandsfreie Kaliindustrie gibt es weltweit nicht.

Die flüssigen, salzhaltigen Rückstände (Prozessabwasser und Haldenwasser) werden im Werk Werra gemäß den entsprechenden Genehmigungen (a) in die Werra eingeleitet und (b), wenn ein Grenzwert am Pegel Gerstungen erreicht ist, in den Plattendolomit versenkt. Durch vielfältige Maßnahmen ist es K+S gelungen, die Salzbelastung der Werra deutlich zu verringern. In den 1970er und 1980er Jahren wurden durch die Einleitung der ostdeutschen Standorte Spitzenwerte von 40.000 Milligramm Chlorid pro Liter erreicht. Seit dem Jahr 2000 kann der Grenzwert von 2.500 mg/l am Pegel Gerstungen dank der länder- und standortübergreifenden Salzlaststeuerung kontinuierlich eingehalten werden.

Außerdem: Im Zeitraum 1997 bis 2015 wurde die Abwassermenge von 20 Mio. m³ auf sieben Mio. m³ nachhaltig reduziert. Dies gelang u.a. durch den Einsatz des so genannten ESTA-Verfahrens, einem von K+S entwickelten und patentierten elektrostatischen Aufbereitungsverfahren für Kalirohsalze, das ohne Wassereinsatz auskommt und deutlich günstiger im Energieverbrauch ist als die klassischen, nassen Aufbereitungsverfahren. Zudem wird das Maßnahmenpaketes zum Gewässerschutz konsequent umgesetzt.

Als weiteren Meilenstein für den Gewässerschutz an der Werra hat K+S Anfang 2018 die Kainitkristallisations- und Flotationsanlage (KKF) am Standort Hattorf in Betrieb genommen. Mit der Anlage können aus bis dahin nicht nutzbaren Salzlösungen zusätzliche Wertstoffe gewonnen und die Abwassermenge des Werks Werra gleichzeitig jährlich um 1,5 Millionen Kubikmeter, also rund 20 Prozent, reduziert werden. Mit einem Investitionsvolumen von 180 Millionen Euro ist die KKF-Anlage das bisher größte Einzelprojekt für den Gewässerschutz.

Die festen Rückstände werden unter Berücksichtigung aller gestellten Umweltanforderungen aufgehaldet. Als Beispiele lassen sich nennen: Staubmessungen im Umfeld, permanente Grundwasserbeobachtungen, Untergrundabdichtung und Fassung von Haldenwässern in Haldenrandgräben.

Um die Umwelt weiter zu entlasten und die Produktion dauerhaft abzusichern, arbeitet K+S an der Umsetzung bzw. Prüfung langfristiger Lösungen im Rahmen des Maßnahmenprogramms „Salzreduzierung“ „Salz“ der Flussgebietsgemeinschaft Weser (FGG Weser). Dazu zählen die Abdeckung der Halden, die aktuell erprobt wird, sowie die untertägige Einstapelung von Salzabwässern.

https://www.kpluss.com/de-de/ueber-ks/standorte/europa/werra/umwelt/

Foto aus K S

Wie gegen die mächtige K+S AG zu Felde ziehen?

 Die BI wettert gegen die Deponie in der Tiefe und gegen die Folgeschäden, die der Kalisalz-Abbau nach sich zieht:

„Wir als BI klagen ja auch gegen die Erlaubnis, weiterhin Lauge zu versenken. Weil es unsere Brunnen vergiftet. Brunnenvergifter sind das. Das sind Kriminelle! Wurde früher gesagt… Ist ja auch so. Denn Wasser ist das wertvollste Gut. Sauberes Trinkwasser!“

K+S AG betreibt nicht nur die Untertagedeponie, sondern verkauft auch das Kalisalz aus benachbarten Bergwerken. Vorher wird das rohe Gestein aufbereitet. Übrig bleiben die nicht verwertbaren, immer noch salzhaltigen Bestandteile und Salzlauge. Diese Lauge wird von oberirdischen Pumpstationen in die Tiefe gepresst und verseucht nach und nach die Brunnen der Gemeinden und die Werra.

„Sie machen es, wie es die Industrie schon immer macht: Die Gewinne privatisieren und die Verluste sozialisieren. Und sie hinterlassen – und das kann man nicht akzeptieren, auch als Familienvater nicht akzeptieren – sie hinterlassen den nachfolgenden Generationen diese Umweltbelastung. Die Halde liegt noch in 800, 900 Jahren. Und wenn einmal das Trinkwasser versalzen ist, ist es irreparabel. Es ist für ewig nicht mehr brauchbar. Und diese Dörfer hier: Dankmarshausen, Dibbach und Großensee, also die Dörfer in dieser Region bekommen schon seit den Siebzigerjahren Fernwasser. Weil die Brunnen damals schon versalzen worden sind. Durch die Laugenverpressung.“

So groß wie der Bodensee sei der versalzene Untergrund. Und Tag für Tag wird mehr Lauge in den Boden gepresst. Dazu kommen die Gefahren durch das Gift im Berg. K+S betont immer wieder: Grundwasser kann in die Stollen nicht eindringen, die Giftmassen sind sicher. 

Das Schlimmste, sagt er, wäre ein Wassereinbruch. Dann würden sich die Giftstoffe verbinden und miteinander reagieren. Breitenbach liefert ein Bild der Katastrophe:

„Und dann, sage ich mal laienhaft, kocht die Erde von Kassel bis Frankfurt. Denn bei 275.000 Tonnen Sonderabfall pro Jahr, das sich noch steigern soll 

eine ganz gewisse Menge. Und Sonderabfälle können in Verbindung mit Wasser reagieren. Und ich kann mir dann das Inferno ausmalen, dass hier eine ganze Region … vielleicht gar nicht mehr bewohnbar ist.“

Ganz ausgeschlossen ist dieser GAU in der Giftmülldeponie nicht. Das bestätigt Udo Selle von der für Herfa-Neurode zuständigen Bergbauaufsicht

„Das ist das schlimmste Szenario, was man durchkalkuliert hat. Hier würde dann tatsächlich die Untertagedeponie absaufen, die Abfälle mit Wasser in Kontakt kommen.

https://www.deutschlandfunk.de/eine-frage-der-dosis-102.html

https://www.facebook.com/100044431989580/posts/pfbid02e2q9MAEQDup1BLVEU1AfXb5pWFjtxEz4kaSXtALNJ1GHhGX4MZJ6vynNGW9aDPWWl/?d=n

https://twitter.com/MorawieckiM/status/1558124898110869507

Chef von K+S wegen Umweltverschmutzung angeklagt

Der K+S-Konzern ist einer der großen Unbekannten im Dax. Nun ist der Chef des Düngemittel- und Salzherstellers ins Visier der Justiz geraten. Im Höchstfall drohen zehn Jahre Haft.

https://www.welt.de/wirtschaft/article152959241/Chef-von-K-S-wegen-Umweltverschmutzung-angeklagt.html

WIRTSCHAFT RAZZIA

Polizei durchsucht Wohnung des K+S-Chefs

K+S wird vorgeworfen, zwischen 1999 und 2007 insgesamt 9,5 Millionen Kubikmeter Salzlauge aus der Kali-Gewinnung im sogenannten Plattendolomit der Gerstunger Mulde in Thüringen illegal entsorgt zu haben.

15 Manager im Visier der Behörden

Im Visier der Staatsanwaltschaft stehen zum einen insgesamt 15 Verantwortliche der K+S Aktiengesellschaft in Kassel sowie von Tochterunternehmen im thüringischen Unterbreizbach und im hessischen Philippsthal. Zum anderen richten sich die Ermittlungen gegen zwei Mitarbeiter des Landesbergamtes.

Auf Unternehmensseite ist offenbar auch das Spitzenmanagement von den Untersuchungen betroffen. Nach Informationen der „Welt“ handelt es sich bei den durchsuchten Privaträumen um die Wohnhäuser von Vorstandschef Norbert Steiner sowie von Aufsichtsratschef Ralf Bethke. Gleiches hatte zuvor auch schon die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet.

Auslöser der Ermittlungen ist eine Strafanzeige des Bürgermeisters der thüringischen Gemeinde Gerstungen aus dem Jahr 2008. Seither läuft nach Angaben des Landeskriminalamts eine umfangreiche Untersuchung. Die Gemeinde argumentiert, dass die Abwässer von K+S die Trinkwasserversorgung gefährden.

Mannschaftswagen der Polizei vor der Konzernzentrale

Dass die entsprechende Razzia erst sieben Jahre nach Beginn der Untersuchungen erfolgt, begründet eine LKA-Sprecherin mit umfangreichen Vorarbeiten. Man habe zunächst Behörden- und Gerichtsakten sowie wissenschaftliche Gutachten aus mehreren Jahrzehnten auswerten müssen. Nun kommen weitere Aktenberge hinzu, denn die Beamten haben im großen Stil Akten und elektronische Daten mitgenommen, etwa aus der Hauptverwaltung bei K+S, vor der am Mittwoch den ganzen Tag Mannschaftswagen der Polizei standen.

K+S steht wegen dem Umgang mit seinen salzigen Abwässern aus der Kali-Gewinnung seit Jahren in der Kritik. 

https://www.welt.de/wirtschaft/article146259672/Polizei-durchsucht-Wohnung-des-K-S-Chefs.html

Zollfahnder durchsuchen mehrere Firmen und Privatwohnungen im Norden und Süden des Landes. Es geht um nicht genehmigte Lieferungen hochgiftiger Chemikalien

https://www.sueddeutsche.de/politik/razzia-putin-chemikalien-riol-sanktionen-1.5647585?referrer=push&reduced=true

WIRTSCHAFT  SALZABWÄSSER

Gefährdet K+S das Trinkwasser?

Die Linke erklärte:

„Das Umweltministerium hat die Öffentlichkeit in unglaublicher Weise getäuscht.“ 

https://www.welt.de/wirtschaft/article137461820/Gefaehrdet-K-S-das-Trinkwasser-in-Hessen.html

Über 31 Tonnen an toten Kadavern wurden aus dem Jasmunder Bodden geholt

07. Februar 2022

https://www.delphinschutz.org/news-meeresverschmutzung/fischsterben-auf-ruegen-im-bodden/

FISCHSTERBEN AUF RÜGEN

Behörden hatten 12 Tage nicht über Katastrophe informiert

Erst zwölf Tage nach den ersten Funden informierten die Behörden über ein massives Fischsterben auf Rügen. Angler haben die Katastrophe im Jasmunder Bodden dokumentiert.

 Ralph Sommer

05.01.2022, 15:31 Uhr

https://www.ostsee-zeitung.de/lokales/vorpommern-ruegen/ruegen/fischsterben-auf-ruegen-giftiger-stoff-wurde-identifiziert-FSXZEYXQX2U5W6CWYIERXRGULU.html

Fischsterben in Boddengewässern der Insel Rügen

„Was für eine Sauerei“, sagt ein Rügener Angler, der am Mittwochmorgen am Nordufer des Kleinen Jasmunder Boddens entlangläuft, seinen Namen aber nicht in der Presse genannt haben möchte. Vor ihm liegt ein ausgewachsener toter Hecht auf dem Steinstrand. „Der hat noch ganz rote Kiemen, ist noch frisch und war vermutlich erst vor wenigen Stunden gestorben.“ Wenige Meter entfernt stinken tote Brassen und Barsche vor sich hin, von Räubern nur etwas angenagt.

Der Sturm nach Neujahr hat offenbar schon einen Großteil der Kadaver weggespült. Denn an den Weihnachtsfeiertagen sah es hier, am Mündungsbereich des Saiser Bachs noch schlimmer aus, wie Bilder und Videos belegen. Der Münchener Angler Torsten Hofmann, der mehrfach im Jahr auf Rügen Urlaub macht und mit einer Sondergenehmigung im Kleinen Jasmunder Bodden auf Zander- und Hechtjagd geht, hatte die Aufnahmen an den Nordkurier geschickt. Weder Landkreis, noch das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern in Stralsund hatten darüber informiert. Und auch das Umweltministerium äußerte sich erst zwölf Tage später auf Anfrage.

Video des Anglers Torsten Hoffmann im LINK:

https://www.nordkurier.de/ruegen/behoerden-hatten-12-tage-nicht-ueber-katastrophe-informiert-0546596801.html

Die Ursache sei bisher nicht ermittelt worden, sagt ein Sprecher. Es gebe keinen Anhaltspunkt für eine organische Belastung etwa durch Abwasser oder Gülle, auch nicht durch Sauerstoffmangel, wie Proben am 28. Dezember und 3. Januar ergeben hätten. Das hätten Messungen von Sauerstoffgehalt, pH-Wert, Salzgehalt und elektrischer Leitfähigkeit gezeigt.

Deutsche Gesamthärte relativ hoch

Auch der Nordkurier hat eine Wasserprobe vom Saiser Bach entnommen und mit einer professionellen aquaristischen Methode analysiert. Ergebnis: Die Werte von Nitrit- bis Nitrat- und Chlorgehalt, Karbothärte und pH-Wert liegen im Limit, nur die deutsche Gesamthärte, die etwas über Kationen von Erdalkalimetallen aussagt, ist relativ hoch.

Die einheimischen Angler am Bodden haben einen Verdacht. Auch sie schließen den Eintrag von Gülle oder Düngemitteln aus. „Der Saiser Bach fließt von den beiden Wostevitzer Teichen im Norden in den Kleinen Jasmunder Bodden, und die Wostevitzer Teichen sind nur ein paar Hundert Meter vom Industriegebiet Mukran entfernt. Dort sollte man mal genauer hinsehen“, sagt unser Angler. Für eine Gewässerverunreinigung durch andere Stoffe gebe es zumindest bislang keine Anhaltspunkte, sagt der Sprecher im Ministerium.

Im Kleinen Jasmunder Bodden, der als tolles Zanderrevier gilt, werde er wohl jetzt auf lange Sicht nicht mehr die Angelrute auswerfen, sagt der Angler aus Bayern. „Der Bodden hat wie eine Kloake gestunken, da hat wohl kaum ein Fisch überlebt“, sagt er. „Mietbootbesitzer, Angelguides und Ferienwohnungsvermieter werden wohl die nächsten Jahre in die Röhre schauen. Eigentlich schade, denn hier wurde erst kürzlich ein neuer Angelsteg gebaut.“

Fischsterben im Winter ungewöhnlich

Ein einheimischer Fischer, der am Bodden seinen Geräteschuppen hat, aber auch nicht seinen Namen nennen möchte, sagt, es sei ungewöhnlich, dass es im Winter zu so einem Fischsterben komme. „Im Sommer ja, aber nicht jetzt.“ Trotzdem: Er halte das Ausmaß noch nicht für katastrophal. „Vielleicht sind wir mit einem blauen Auge davongekommen.“

Ob das wirklich so ist, darf angesichts der jüngst angespülten und noch recht frischen Kadaver angezweifelt werden. Laut Ministerium wurden trotz des Ausmaßes die toten Fische nicht beräumt. Das Fischsterben habe mehrere Tage angehalten und habe sich inzwischen auch in Teile des Großen Jasmunder Boddens ausgedehnt.

https://www.nordkurier.de/ruegen/behoerden-hatten-12-tage-nicht-ueber-katastrophe-informiert-0546596801.html

https://www.deutschlandfunk.de/raetselhaft-massenhaftes-fischsterben-in-boddengewaessern-der-insel-ruegen-9f17952f-0cdd-4cf4-b04e-52e4b744e-5929c596-100.html

MASSENHAFTES FISCHSTERBEN:

Tonnenweise tote Tiere auf Insel Rügen geborgen – Warnung vor Verzehr

Nach dem massenhaften Fischsterben am Kleinen und Großen Jasmunder Bodden wurden von Helfern ungefähr 31 Tonnen an toten Fischen geborgen. An der Bergungsaktion hätten zwischenzeitlich über 70 Helfer des Technischen Hilfswerks, des Anglerverbandes, des Biosphärenreservates Südost-Rügen und des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu) Vorpommern teilgenommen, teilte das Umweltministerium am Freitag in Schwerin mit. Die Fische würden nun zur fachgerechten Entsorgung in die Tierkörperbeseitigungsanlage nach Malchin gebracht. Der Auslöser für das Massensterben ist laut dem Ministerium weiter unklar. Zuvor waren bereits Wasser- und Kadaver-Proben ausgewertet worden, ohne Ergebnis. Nun hieß es erneut, «derzeit werden Wasserproben mit aufwendigen wissenschaftlichen Untersuchungsmethoden analysiert». Solange es keine konkreten Ergebnisse gebe, soll den Angaben zufolge kein Fisch aus den Gewässern geangelt, verarbeitet oder gegessen werden, auch Haustiere wie Hunde und Katzen sollen fernbleiben. Zudem sollen Bürgerinnen und Bürger auf das eigenhändige Einsammeln von toten Fischen verzichten. Der kleine Jasmunder Bodden wird nach den Worten des Ministeriums in den nächsten Tagen und Wochen verstärkt beobachtet. Sollte sich das Fischsterben fortsetzen, werde erneut geräumt. #fischsterben #rügen #bodden

Das Fischsterben erinnert Riske an das Jahr 1990. Damals kippte das Wasser im Kleinen Jasmunder Bodden, nachdem über Jahrzehnte das Abwasser der umliegenden Gemeinden eingeleitet worden war. Giftige Algen und niedriger Sauerstoffgehalt im Wasser verursachten ein Massensterben im Bodden. Doch diese Ursachen schließt die Wissenschaft aktuell aus.

Immer wieder wurden in den letzten Jahren tote Fische am Ufer des Kleinen Jasmunder Boddens angespült.

https://katapult-mv.de/artikel/fischsterben-auf-ruegen

Nach Angaben von Brandenburgs Umweltminister Axel Vogel (Grüne) weist die Oder „sehr stark erhöhte Salzfrachten“ auf.

„Tatsächlich wissen wir, dass diese Meldekette, die für solche Fälle vorgesehen ist, nicht funktioniert hat“, hatte ein Sprecher des Umweltministeriums zuvor gesagt. 

https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/ungluecke/polen-schliesst-quecksilber-als-ursache-fuer-fischsterben-aus-18242235.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

Wolfgang Erbe

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4 Antworten zu Wolfgang Erbe informiert mit einem aktuellen Info-Potpourri! Wir ziehen daraus das Fazit, dass der KAPITALISMUS sich und uns in die Tiefe reißt und die Politiker/Innen uns dabei kräftig verarschen!

  1. Wolfgang Erbe sagt:

    Köln – Kundgebung des ICOR Bündnisses zum Antikriegstag – Ortsänderung
    Köln: Antikriegsdemonstration, 18:00 Uhr Friesenplatz oder 01.09.2022 18 Uhr
    Ort: Köln, Ebertplatz
    Köln: Antikriegsdemonstration, 18:00 Uhr Friesenplatz
    https://www.rf-news.de/2022/kw23/kalender-aktiver-widerstand

  2. Wolfgang Erbe sagt:

    Gegen Täuschung und Betrug – die Regierung muß weg! – Kampf dem Kapital und seinen Lakaien in Behörden und Politik – Streik in den Betrieben – Protest auf die Straße

    HEUTE MONTAG – GEGEN DIE REGIERUNG UND DIE ARMUTSPOLITIK – FÜR DAS „ÜBER“ LEBEN von uns allen – DIE MONOPOLE, KONZERNE UND BANKEN SOLLEN ZAHLEN !!!

    https://www.rf-news.de/2022/kw35/ein-paar-zugestaendnisse-maximalprofite-werden-nicht-angetastet-morgen-montagsdemos-genau-richtig

    Kontakt und Termine zu Montagsdemos:

    http://bundesweite-montagsdemo.de/?page_id=51
    https://www.rf-news.de/2022/kw23/kalender-aktiver-widerstand

    Montagsdemo Köln
    https://koeln-montag.so36.net/
    Ort und Zeit:
    1. Montag im Monat 18 Uhr am Dom
    3. Montag im Monat 18 Uhr Wiener Platz
    E-Mail: montagsdemo-koeln@unity-mail.de

  3. Wolfgang Erbe sagt:

    Papst in Assisi: „Die Erde brennt heute und heute müssen wir etwas ändern“
    https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2022-09/papst-franziskus-assisi-ansprache-jugend-wirtschaft-umwelt-arme.html
    FRIDAY FOR FUTURE
    280.000 beim Kampftag gegen Umweltzerstörung auf der Straße – Kapitalismus und Regierung in der Kritik
    Welt­weit sind am gestrigen Friday for Future v.a. jüngere Menschen gegen die zerstörerische kapitalistische Umweltpolitik auf die Straße gegangen. In Deutschland waren es nach Angaben der Organisatoren 280.000 in 270 Städten. Die größten Demonstrationen waren in Berlin (36.000) und in Hamburg. Aber auch in München und in Bremen fanden große Demonstrationen mit jeweils 10.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt. Es wurde an vielen Orten auch wieder bewusst in der Unterrichtszeit demonstriert und zur Mobilisierung unmittelbar vor Beginn durch Schulklassen gezogen.
    Samstag, 24.09.2022
    Seit dem Entstehen der Fridays-for-Future-Bewegung 2018 war der gestrige der elfte globale Aktionstag. Rote Fahne News veröffentlichte gestern abend unter der Überschrift #PeopleNotProfit schreit nach konsequenter Kapitalismuskritik! erste Berichte und Fotos aus Essen, Bochum, München, Ingolstadt und Erfurt. Die vorwiegend jugendlichen Umweltkämpferinnen und -kämpfer forderten ein Ende der Energiegewinnung aus fossilen Ressourcen, den schnellen Ausbau der erneuerbaren Energien, eine „konsquente Verkehrswende“ u. a. mit dem Neun-Euro-Ticket „für immer“ und ein 100-Milliarden-Sonderprogramm für Umwelt- und Gesundheitsschutz und soziale Errungenschaften. Kapitalismuskritische Stimmen waren laut und kräftiger zu vernehmen, die Kritik an den Grünen wächst, die Aufgeschlossenheit gegenüber den Positionen von MLPD und REBELL und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit auch. Gleichzeitig gab und gibt es noch Illusionen, mit Appellen an Politiker Verbesserungen und „Klimagrechtigkeit“ erreichen zu können. Liquidatorische Versuche, die Position des echten Sozialismus aus der Fridays-for-Future-Bewegung herauszudrängen und zu unterdrücken, misslangen weitgehend.
    Soziale Fragen und Verhinderung der Umweltkatastrophe
    Angesichts von Ukrainekrieg, galoppierender Inflation und möglicher Energieknappheit – sind da Umweltproteste nicht aus der Zeit gefallen? Hat die Bevölkerung nicht andere Sorgen als die Rettung der Umwelt vor der Profitwirtschaft? So eine Reihe von Kommentaren in bürgerlichen Medien. Davon ließen sich die Demonstranten nicht abhalten. Im Gegenteil, viele sehen die gemeinsame Ursache des beschleunigten Umschlags in die globale Umweltkatastrophe, von explodierenden Strompreisen und wachsender Armut unter der Bevölkerung im kapitalistischen Gesellschaftssystem. Die Forderung, dass die Gasumlage ganz weg muss, wird laut. Ein Rote-Fahne-News-Korrespondent aus Ulm berichtet: „Die Ansprachen drückten die Sorge angesichts Hitzewelle, Krieg, Energiekrise usw. aus. Auf vielen Schildern von Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurde auch die Profitwirtschaft angeklagt.“ Im Bericht aus Villingen heißt es: „Viele Jugendliche, die auf ‚Kapitalismus abschaffen‘ angesprochen wurden, antworteten spontan: Auf jeden Fall. Dass dazu notwendig ist, sich zu organisieren, z.B. im REBELL, wurde zwar deutlich gesehen. Aber alle wollten sich noch überlegen, ob sie diesen Schritt auch machen wollen.“ In Kassel, wo ca. 2000 Menschen demonstrierten, wurde in Redebeiträgen vor und nach der Demo klar und eindeutig der Kapitalismus als Ursache benannt. „Gleichzeitig hörte man aber wenig“, so eine Korrespondenz, „was denn die Alternative sein soll. Das taten wir dann beim Verteilen des REBELL-Aufrufs. Die Mehrheit war aufgeschlossen und diskutierte gerne über die Alternative Sozialismus.“
    Befreiung aus der Umklammerung der Grünen
    In München gab es auf der FFF-Demo einen starken Anti-Atomblock. Soll doch das rissige AKW Isar 2 nach dem Willen des grünen Wirtschaftsministers Robert Habeck (Grüne) und des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) ggf. weiterlaufen. Die Demonstranten prangerten an, dass die gleichen Politiker, die jetzt die Nutzung der nicht beherrschbaren Atomtechnologie propagieren, in der Vergangenheit den Ausbau der erneuerbaren Energien blockiert haben. „Aus allen Richtungen strömen vor allem junge Frauen und Männer zur Demonstration“, schreibt ein Korrespondent aus München an Rote Fahne News. „Der Platz ist viel zu klein, um die mehr als 10.000 Demonstranten aufzunehmen. Unmissverständlich fordern Rednerinnen und Redner von FFF-München, von der ver.di-Jugend, vom Umweltinsitut München … Sofortmaßnahmen zum Klimaschutz, fordern Stopp der Kohleverbrennung und dass Atomkraftwerke sofort stillgelegt werden müssen. Die Regierung wird scharf kritisiert und Zukunftsfragen werden aufgeworfen.“ Kurz vor dem FFF-Aktionstag hat Robert Habeck beim Kli­ma­kon­gress der deut­schen In­dus­trie seinen „Klimafreunden“ vom Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) 17 Mil­li­ar­den Eu­ro aus dem Fördertopf für Ökostrom als Finanzspritze für angeblich notleidende Konzerne wie Uniper zugesagt. Außerdem zeigte er sich offen für den Streck­be­trieb zwei­er Atom­kraft­wer­ke, die er „ei­gent­lich nur in Re­ser­ve“ halten wollte. Dass auch Luisa Neubauer als eine der Sprecherinnen von Fridays for Future dem Streckbetrieb gegenüber nicht mehr ganz abgeneigt ist, sorgt in der FFF-Bewegung für erhebliche Kritik. Bei der Vorstellung ihrer Position zum Aktionstag nahm sie nur Olaf Scholz ins Visier und verlor kein Wort über die Grünen. Ehrliche Selbstkritik wäre aber sehr angebracht, denn die selbsternannten Führer von FFF hatten vor der Bundestagswahl mehr oder weniger offen zur Wahl der Grünen aufgerufen. Umso wichtiger, dass sich FFF insgesamt aus der Umklammerung der Grünen löst und die Kritik zunimmt.
    Umweltkampf und Friedenskampf gehören zusammen
    Breit wurde kritisiert, dass für die Aufrüstung der Bundeswehr 100 Milliarden auf die Schnelle locker gemacht werden können. Der umweltpolitische Rollback, die Abschaffung selbst der schon bisher völlig unzureichenden Umweltschutzmaßnahmen als Unterordnung unter den Kriegskurs, wird angeprangert. Dass Deutschland nicht nur eigenständige imperialistische Interessen hat, sondern der BRD-Imperialismus sogar eine Führungsrolle anstrebt, ist vielen noch nicht so klar. Aber dass der Krieg ein gewaltiger Umweltkiller ist, das sehen viele und macht sie offen für die Notwendigkeit des aktiven Widerstands. Aus Leipzig berichtet eine Korrespondentin: „Die Flugblätter des REBELL waren schnell vergriffen und es gab große Zustimmung, dass der Umweltkampf nicht dem Kriegskurs geopfert werden darf. Darauf entspannen sich dann einige sehr ernsthafte Diskussionen. Nicht wenige waren sehr besorgt über die akute Weltkriegsgefahr und offen dafür, dass wir uns mit den Mächtigen der Welt für eine befreite Gesellschaft anlegen müssen. Die Ukraine-Broschüre wurde mit angeboten und zu der Widerstandsgruppe von MLPD und REBELL eingeladen, sowie zur Herbst-Demo am 1. 10. in Berlin. Mehr als sonst wollten Genaueres zur MLPD wissen und fragten gezielt zu grundsätzlichen Fragen, wie wir uns den Sozialismus vorstellen. Die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit der MLPD war verstärkt. Die Kritik an der Grünenpartei in der Regierung, die ihre Wahlversprechen zur Umweltpolitik und zur Friedenspolitk übelst verraten hat, ist bei einem größeren Teil zwar deutlich, aber auch noch verhalten. Dass wir es in Deutschland mit einem Imperialistischen Land zu tun haben, das bedarf noch der Klärung.“ Ein Korrespondent aus Bremen berichtet: „In den Gesprächen zeigte sich eine große Aufgeschlossenheit gegenüber der auf Schildern und z.B. dem REBELL-Flugblatt aufgezeigten Notwendigkeit, den Kapitalismus durch eine sozialistische Revolution zu überwinden, um Dritten Weltkrieg und Umweltkatastrophe zu verhindern.“
    Antikommunistische Spaltung zieht immer weniger und Fortschritte im gemeinsamen Protest
    Der Einfluss der Grünen auf die FFF-Bewegung ist stark zurückgegangen, was sich auch in vernünftigen Demo-Regeln und einer verbesserten Streitkultur ausdrückte. Versuchte Übergriffe auf MLPD und REBELL, um die sozialistische Perspektive hinauszudrängen, gab es noch immer, aber wenige und kleinlaute, bis auf Bochum zudem erfolglos.In Bochum setzte die Polizei ein Verbot des Auftretens von REBELL, MLPD und Freunden durch, die dafür eine eigene Kundgebung organisierten, die gute Ausstrahlungskraft hatte. Kein Wunder aber, dass nur noch etwa 400 Leute bei FFF-Bochum waren, im Vergleich zu 8.000 2019. Aus Bremen wird berichtet: „Diesmal gab es keine Anfeindungen gegenüber REBELL und MLPD (nur ein Ordner hatte das noch nicht mitbekommen). Auch in den von den Anmeldern beschlossenen Regeln zeigte sich das: Es gab kein ‚Parteienverbot‘.“ Im Bericht aus Gelsenkirchen heißt es: „Die ganz große und überwiegende Mehrheit ist gegen den Krieg und will, dass er sofort gestoppt wird. Viele sehen es für richtig an einem Umweltkampftag auch für den Weltfrieden zu kämpfen – denn der Krieg in der Ukraine ist im höchsten Maß Ausdruck der mutwilligen Zerstörung der Natur. „Das ist nicht unser Krieg“ sagte einer, „das geht nur auf unsere Kosten, dafür müssen wir bezahlen“. Empörung über die Inflation und die Gasumlage, überhaupt bei vielen über die Regierungspolitik. Wir diskutieren, dass es Zeit ist, selbst aktiv zu werden und den Widerstand zu organisieren, z.B. den Kampf um einen Lohnnachschlag zu führen, nach Berlin zu fahren und gegen die Regierung zu demonstrieren. … Ein besonderes Merkmal dieses Aktionstages war aber die Veränderung des Verhaltens der Kräfte, die in der Vergangenheit in Gelsenkirchen die FFF-Bewegung gespalten haben. Noch vor zwei Jahren verweigerten sie jegliche Zusammenarbeit und hetzten öffentlich gegen die MLPD. Drahtzieher für diese Spaltung waren vor allem Kräfte aus dem bürgerlichen Lager von der Parteispitze der Grünen und der SPD. Dieses Jahr waren MLPD und REBELL mit ihren Fahnen unangefochtener Teil der Kundgebung und Demonstration. Die ganze Demo fand sich zusammen, im gemeinsamen Parolenrufen und der Blockade einer Kreuzung.“
    Am nächsten Samstag kommen Friedenskämpfer und Umweltkämpfer in Berlin zusammen zur Demonstration „Wir zahlen nicht für eure Kriege – wir stehen gegen eure Kriege auf!“ 1. Oktober 12 Uhr Gesundbrunnen
    https://www.rf-news.de/2022/kw38/280-000-menschen-beim-kampftag-gegen-umweltzerstoerung-auf-der-strasse-kriegskurs-der-regierung-mit-im-visier

  4. Wolfgang Erbe sagt:

    COP27 – hört nicht auf die – hört auf uns!
    https://www.rf-news.de/2022/kw45/klimakonferenz-die-solidarpaktluege-muss-man-angreifen
    MARJINAL full album | FULL BASS Enak didengar | TERBAIK SEPANJANG MASA.
    01) Hukum Rimba 00:00
    02) Marsinah 04:01
    03) Cinta Pembodohan 08:52
    04) Negri Ngeri 11:45
    05) Buruh Tani 16:24
    06) Luka Kita 19:43
    07) Boikot Pemilu 25:22
    08) Jalanan Adalah Sekolah 28:42
    https://www.youtube.com/watch?v=2kDu4KvscHQ
    Marjinal – Marsinah (Official Video Lyric)
    https://www.youtube.com/watch?v=XaYj0c2lZ2Q&list=RDXaYj0c2lZ2Q&start_radio=1&rv=XaYj0c2lZ2Q&t=103
    https://suedostasien.net/indonesien-kinder-der-unabhaengigkeit/?print=print
    https://www.youtube.com/watch?v=eUasEwXCrRw
    Der große Umweltschwindel COP27 – für ’n ARSCH
    Skandal bei Weltklimagipfel COP27 – Lobbyisten kaufen sich als Delegierte ein
    600 Lobbyist:innen für fossile Energien
    … nicht alle sind hier bei der COP 27 daran interessiert, dass es beim Klimaschutz vorangeht: Noch nie haben an einer Klimakonferenz so viele Lobbyist:innen fossiler Energiekonzerne teilgenommen. Mehr als 600 Vertreter:innen sind hier mit dem klaren Ziel, den Ausstieg aus den fossilen Energien aufzuhalten. Das sind mehr Menschen als die zehn von der Klimakrise am stärksten betroffenen Länder schicken konnten! Der Chef von BP besitzt sogar die Frechheit, sich als Mitglied der Regierungsdelegation von Mauretanien “einzuschleusen”.

    Weltgrößter Produzent von Plastikmüll als Sponsor des COP27
    Die Vereinbarung des Übermonopols Coca-Cola mit dem ägyptischen Ministerium für auswärtige Angelegenheiten sorgte im September für Aufsehen.
    Diese „Partnerschaften“ sind Tradition. Beim Gipfel von Glasgow letztes Jahr wurde die Dominanz von Logos von Microsoft und Unilever auf der Sponsorenliste kritisiert. Beim COP24 in Katowice waren unter den Sponsoren Konzerne, die im Gas- und Kohlegeschäft tätig sind. Für den jetzigen COP27 beklagen Umweltorganisationen, dass sie Schwierigkeiten haben, sich zu akkreditieren, während Großkonzerne diese Probleme nicht hätten.
    Coca-Cola behauptet, der Gipfel sei für den Konzern Gelegenheit, sich mit Experten, NGOs, Regierungen und Unternehmen über mehr Nachhaltigkeit auszutauschen. Tatsächlich geht es um nichts anderes als Greenwashing. Kritisiert wird von vielen, dass die ägyptische Sisi-Diktatur den Gipfel nutzen kann, um ihr reaktionäres Wesen zu verdecken und ihr internationales Ansehen aufzupolieren. Zahlreiche Gegendemonstranten wurden schon verhaftet und ins Gefängnis gesteckt.
    https://www.rf-news.de/2022/kw45/weltgroesster-produzent-von-plastikmuell-als-sponsor-des-cop27
    nicht glücklich über die Aufnahme von fünf hochrangigen BP-Führungskräften als Teil einer Länderdelegation …
    …in diesem Jahr gibt es mehr Lobbyisten für fossile Brennstoffe als Delegierte aus den zehn am stärksten vom Klimawandel betroffenen Ländern,
    https://www.business-humanrights.org/en/latest-news/cop27-bp-chief-listed-as-delegate-for-mauritania/
    https://www.t-online.de/finanzen/boerse/ticker/bericht-bp-chef-als-teil-der-mauretanischen-delegation-auf-cop27/0DAAD800F27379E7/
    https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/scharm-el-scheich-bp-aktie-niedriger-bp-chef-nahm-offenbar-als-teil-der-mauretanischen-delegation-an-cop27-teil-11899702
    https://www.bbc.com/news/science-environment-63584993
    Das Fischsterben an der Oder wird weitergehen
    Berlin & Brandenburg
    Umweltminister: Gefahr weiterer Fischsterben kann steigen
    15.11.2022
    Brieskow-Finkenheerd (dpa/bb) – Nach der Umweltkatastrophe in der Oder im Sommer sieht Brandenburgs Umweltminister Axel Vogel (Grüne) ein Risiko, dass es zu erneuten Fischsterben kommen kann. Zugleich versprach er den Berufsfischern, die Einkommensverluste hinnehmen mussten, finanzielle Unterstützung. „Klar ist, dass die Klimakrise künftig häufiger für Niedrigwassersituationen und erhöhte Wassertemperaturen sorgen wird und die Gefahr weiterer Fischsterben steigen kann, wenn sich der Umgang mit der Oder nicht ändern wird“, sagte Vogel.
    Im August war es zu einem massiven Fischsterben in der Oder gekommen. Vogel informierte sich am Dienstag bei der Fischerei von Henry Schneider in Brieskow-Finkenheerd über die aktuelle Situation.
    Als Gründe für das Fischsterben sahen Experten eingeleitetes Salz verbunden mit Niedrigwasser und hohen Temperaturen, so dass es zu einer massenhaften Vermehrung einer giftigen Algenart (Prymnesium parvum) kam. Vermutlich brauche es Jahre, bis sich das Ökosystem wieder vollständig erholt habe, sagte Vogel. „Dieses Ereignis muss uns eine Warnung sein, sorgsamer mit dem Ökosystem Oder umzugehen.“
    Fischereibetriebe können in diesem Jahr bis zu 30.000 Euro erhalten, um Schäden durch das Fischsterben auszugleichen. Insgesamt werden 200.000 Euro bereit gestellt, wie das Ministerium mitteilte. Eine erste Befragung der Fischereiunternehmen in der Oder-Region ergab demnach, dass zwölf Betriebe Einkommensverluste erlitten haben. Es habe Fangausfälle gegeben, zudem sei der Absatz von Angelkarten zurückgegangen.
    https://www.n-tv.de/regionales/berlin-und-brandenburg/Umweltminister-Gefahr-weiterer-Fischsterben-kann-steigen-article23720594.html

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