Kollege Wolfgang Erbe informiert: „Der General Bundesanwalt und die Verbrechen der katholischen Kirche + Kritische Infrastruktur der Trinkwasserversorgung akut gefährdet – Notfallpläne müssen her!“

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) hat uns ein weiterer Beitrag (Info-Potpourri inklusive Petition) des Kollegen Wolfgang Erbe (http://ak-gewerkschafter.com/?s=wolfgang+erbe) erreicht.

Darin hat Wolfgang das Folgende thematisiert:

„Der General Bundesanwalt und die Verbrechen der katholischen Kirche (ganz unten) + Kritische Infrastruktur der Trinkwasserversorgung akut gefährdet – Notfallpläne müssen her!“

Wir haben das komplette Info-Potpourri inklusive einer Petition nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme und Bedienung auf unsere Homepage gepostet.

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

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Kollege Wolfgang Erbe informiert:

Kritische Infrastruktur der Trinkwasserversorgung akut gefährdet – Notfallpläne müssen her! In einem gewaltigen Kraftakt muß innerhalb von 3 Jahren an den Küsten von Ost- und Nordsee mit dem Bau von Meerwasserentsalzungsanlagen begonnen werden und parallel dazu mit dem Aufbau eines bundesweiten Pipelinesystems

Gemäß Definition des BBK (Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Bonn) handelt es sich bei sogenannte Kritische Infrastrukturen um (alle) Organisationen oder Einrichtungen mit wichtiger Bedeutung für das staatliche Gemeinwesen, bei deren Ausfall oder Beeinträchtigung nachhaltig wirkende Versorgungsengpässe, erhebliche Störungen der öffentlichen Sicherheit oder andere dramatische Folgen eintreten würden. Hierunter subsummierte man eher weniger intensiv betrachtend auch alle Einrichtungen und Anlagen, die für die tägliche und unterbrechungsfreie Wasserversorgung und die Abwasserentsorgung notwendig sind.

https://crisis-prevention.de/innere-sicherheit/ausfall-von-wasserversorgung-abwasser-entsorgung-als-kritis-schadensfall.html

http://ak-gewerkschafter.com/kollege-wolfgang-erbe-informiert-wie-wir-von-der-industrie-und-der-mineraloelwirtschaft-verarscht-wurden-energie-zum-nullpreis-energieerzeugung-und-fahren-mit-brauchwasser-ist-seit-jahren-moeglic/#comment-207098

Gesendet: Sonntag, 07. August 2022 um 19:20 Uhr
Von: „wolfgang erbe“
An: zuschauerservice@zdf-service.de, thema@hr.de, info@rnd.de, w.mauser@lmu.de
Betreff: Angesichts einer eskalierenden Entwicklung der Dürre, des Wassernotstandes und der akuten Gefahr des Zusammenbruchs der Trinkwasserversorgung der Bevölkerung und der Landwirtschaft kann die Bundesregierung nicht mehr mit der Nationalen Wasserstrategie

Wolfgang Erbe

Kritische Infrastruktur akut gefährdet – Bau von Meerwasserentsalzungsanlagen an Ost- und Nordsee jetzt!

Angesichts einer eskalierenden Entwicklung der Dürre, des Wassernotstandes und der akuten Gefahr des Zusammenbruchs der Trinkwasserversorgung der Bevölkerung und der Landwirtschaft in Deutschland kann die Bundesregierung nicht mehr mit der Nationalen Wasserstrategie als Steuerungsmittel arbeiten – Notfallpläne müssen her!

Sehr geehrte Damen und Herren,

Am 26.05.2022 fragt das ZDF: Wird in Deutschland das Trinkwasser knapp?

https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/klima-wasser-knappheit-deutschland-100.html

Auch der Deutschlandfunk greift das Thema auf, wie ich meine hervorragend: 

https://www.deutschlandfunk.de/wasserknappheit-wassermangel-nationale-wasserstrategie-durre-in-deutschland-100.html

Allerdings hat sich die Faktenlagen inzwischen fundamental geändert: 

Der Ausstieg aus der Kohleverstromung und der Atomkraft wird dazu führen, dass in der Zukunft weniger Kühlwasser benötigt wird. Allein dadurch wird Wasser eingespart.

Davon kann im Moment keine Rede sein.

Die vom Bundesumweltministerium 2021 veröffentlichte Nationale Wasserstrategie liest sich schön, doch die Fakten fehlenden Trinkwassers, der aktuellen Wasserknappheit ignoriert das Papier. Ihr Bericht zu den steigenden Wasserpreisen durch Wasserknappheit hervorgehoben, weißt darauf hin, das wir jetzt handeln müssen. Wir haben nicht die Zeit, die das Papier suggeriert!

https://www.bmuv.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Binnengewaesser/langfassung_wasserstrategie_bf.pdf

Da sich Fakten und Sachzwänge, die dieses Thema bestimmen, schneller ändern, als alle Programme der Politik, kann nicht mehr mit den bisherigen Mitteln und Vorgehensweisen beim Thema Trinkwasserversorgung gearbeitet werden. 

In einem gewaltigen Kraftakt von Parlament, Gesellschaft, Industrie, Landwirtschaft, Ländern, Gemeinden und Verbänden muß innerhalb von 3 Jahren an den Küsten von Ost- und Nordsee mit dem Bau von Meerwasserentsalzungsanlagen begonnen werden und parallel dazu mit dem Aufbau eines bundesweiten Pipelinesystems. In meiner Petition wird von dem Jahr 2030 als dem Jahr der sicheren Trinkwasserversorgung durch dieses System gesprochen. Der Beginn ist jetzt!

Dazu meine Petition mit der Bitte um Unterstützung

Bau von Meerwasserentsalzungsanlagen an Ost- und Nordsee

Dürren und Wassermangel sind heute schon akut. Städte, Gemeinden und Landkreise, die Landwirtschaft, aber auch jede Einzelne sind akut davon bedroht.

Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ in Leipzig dokumentiert die aktuelle Lage auf den Seiten des UFZ-Dürremonitors: https://www.ufz.de/index.php?de=37937 auch die Öffentlichkeit ist informiert und gewarnt –

              

DEUTSCHLANDFUNK:

Wasserknappheit und Dürre in Deutschland – Die Nationale Wasserstrategie der Bundesregierung

Dürre im Sommer wird es in Deutschland immer mehr geben – mit weitreichenden Folgen für die Wasserversorgung. Da sich Wetterextreme in Zukunft häufen werden, wird Wasserknappheit ein immer ernstes Thema. Die Regierung will mit einer Nationalen Wasserstrategie dagegenhalten. Ein Überblick.

08.07.2022

https://www.deutschlandfunk.de/wasserknappheit-wassermangel-nationale-wasserstrategie-durre-in-deutschland-100.html

Das Umweltbundesamt informiert – Trockenheit in Deutschland – Fragen und Antworten: 

https://www.umweltbundesamt.de/themen/trockenheit-in-deutschland-fragen-antworten

Das ist eine ausreichende Begründung schnell und effektiv für eine sichere Wasserversorgung von Mensch, Natur, Landwirtschaft und anderen zu sorgen. Deshalb gemeinsam für eine sichere Versorgung mit Trinkwasser aus Meerwasserentsaltzungsanlagen an Ost- und Nordsee bis spätestens 2030. Das müssen die Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat gemeinsam mit dem Städtetag und den Landkreisen durchsetzen. Wenn wir das schaffen, werden die Menschen mit dem lebenswichtigen Element Trinkwasser auch in Zukunft ausreichend versorgt. Gelingt das nicht werden wir alle mit den Konsequenzen leben müssen.

https://chng.it/bhbMDKC8

https://www.change.org/p/bau-von-meerwasserentsalzungsanlagen-an-ost-und-nordsee

Wolfgang Erbe hat diese Petition gestartet
 

Und noch ein ganz anderes Thema:

Am Ende entscheidet das System selbst, ob es sich für schuldig oder unschuldig hält

Der deutsche Bischof der katholischen Kirche Stehle hat sich des Kindesmißbrauchs schulidig gemacht und war für die deutsche katholische Kirche der Mann, der Mißbrauchstäter aus Deutschland verschwinden ließ und vor weiteren Ermittlungen bewahrte und in Lateinamerika unterbrachte.

Dazu:

https://www.br.de/radio/br24/sendungen/der-funkstreifzug/missbrauch-kirche-katholisch-102.html siehe ganz unten und die 14:30 Nachrichten im

Deutschlandfunk

https://www.deutschlandfunk.de/static/timeshiftplayer/

Letzter Ausweg Südamerika

Die katholische Kirche hat Missbrauchstäter vor der Justiz versteckt und Ermittlungen gegen Priester / Vergewaltiger verhindert, die katholische Kirche ist eine internationale terroristische kriminelle Vereinigung, gegen die der Generalbundesanwalt sofort Ermittlungen einleiten muß.

Auch hier gilt: Die bundesdeutsche Justiz hat sich in Folge von Untätigkeit bei dem Wissen von Tathandlungen hier dem : „schweren sexuellen Missbrauch von Kindern“ § 176a StGB im Sinne des § 339 StGB schuldig gemacht.

Dazu: § 339 StGB Rechtsbeugung

Ein Richter, ein anderer Amtsträger oder ein Schiedsrichter, welcher sich bei der Leitung oder Entscheidung einer Rechtssache zugunsten oder zum Nachteil einer Partei einer Beugung des Rechts schuldig macht, wird mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu fünf Jahren bestraft.

https://dejure.org/gesetze/StGB/339.html

Im Einzelnen hat sich der Generalbundesanwalt folgender Vergehen wegen unterlassener Ermittlungen wegen

  • 339 StGB Rechtsbeugung, folgender Strafsache schuldig gemacht: § 152 Abs. 2 StPO und § 170 Abs. 1 StPO
  • 152 StPO Anklagebehörde; Legalitätsgrundsatz

(1) Zur Erhebung der öffentlichen Klage ist die Staatsanwaltschaft berufen.

(2) Sie ist, soweit nicht gesetzlich ein anderes bestimmt ist, verpflichtet, wegen aller verfolgbaren Straftaten einzuschreiten, sofern zureichende tatsächliche Anhaltspunkte vorliegen. 

https://dejure.org/gesetze/StPO/152.html

trotz hinreichenden Beweisen und Studien im Missbrauchsskandal der katholischen Kirche, wie auch Selbstbezichtigungen, Schuldeingeständnissen und Entschuldigungen durch katholische deutsche Bischöfe hat der Generalbundesanwalt auch bis heute keine Anklageerhebung vorgenommen und sich des Straftatbestandes der Verhinderung einer Anklageerhebung schuldig gemacht:

170 Entscheidung über eine Anklageerhebung(1) Bieten die Ermittlungen genügenden Anlaß zur Erhebung der öffentlichen Klage, so erhebt die Staatsanwaltschaft sie durch Einreichung einer Anklageschrift bei dem zuständigen Gericht.

https://dejure.org/gesetze/StPO/170.html

Deutscher Staat laß dir sagen:
No justice – no peace! – Die Konsequenzen wirst Du nicht nur auf der Straße spüren!
Hasta la victoria siempre – Sendero Luminoso

https://lateinamerika-nachrichten.de/artikel/die-hoffnung-stirbt-nie/

Priester, gegen die wegen sexuellen Missbrauchs ermittelt wurde, sollen nach Südamerika geschickt worden sein. Für Strafverfolger in ihren Heimatländern waren sie somit nicht greifbar. Im Zentrum der Vorwürfe steht nach Recherchen von report München und der spanischen Zeitung El Pais ein deutscher Bischof und seine Diözese in Ecuador.

https://www.br.de/radio/br24/sendungen/der-funkstreifzug/missbrauch-kirche-katholisch-102.html

Mit freundlichen Grüßen

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3 Antworten zu Kollege Wolfgang Erbe informiert: „Der General Bundesanwalt und die Verbrechen der katholischen Kirche + Kritische Infrastruktur der Trinkwasserversorgung akut gefährdet – Notfallpläne müssen her!“

  1. Wolfgang Erbe sagt:

    Ich muß mich bei den GenossInnen der Kommunistischen Partei Peru’s entschuldigen communist party of peru or the PCP die folgende Information habe ich erst heute erhalten und werde in Zukunft daran festhalten. – Hoch die internationale Solidarität!
    https://www.reddit.com/r/leftistvexillology/comments/hv30sd/comment/fyrtgi8/

    KOLUMBIEN
    Arbeitsministerin bei ihrem ersten Kontakt mit Gewerkschaftsführern
    von Paco Col | 13.08.2022 |
    Die Arbeitsministerin Gloria Inés Ramírez empfing Vertreter der Gewerkschaftsorganisationen, von denen sie ihre Anliegen und ihre Sicht auf das Land hören wollte.
    „Ich möchte Ihre ausführlichen Kommentare und dass Sie mir aus nächster Nähe sagen, wie Sie zu den wichtigsten Arbeitsproblemen im Land stehen. Das Wichtigste für diese Regierung wird der Dialog sein und für uns alle, Kolumbien voranzubringen“, sagte Ramírez Ríos.
    Der Präsident der Confederation of Colombian Workers, CTC, Luis Miguel Morantes, fügte hinzu: „Wir haben hohe Erwartungen an Dr. Gloria Inés, aber wir wissen, dass sie unsere Probleme kennt und kennt. Wir sind sicher, dass es einen fließenden Dialog geben wird, der es uns ermöglichen wird, die Situationen zu lösen, dass jetzt alles in Absprache sein wird und das wird sehr positiv sein.“
    Der Präsident der Einheitlichen Zentrale der Arbeiter, CUT, Francisco Maltés: „Für die Gewerkschaftsbewegung und insbesondere für unsere Zentrale ist es wichtig, dass an der Spitze des Arbeitsministeriums eine Person steht, die die Probleme aus erster Hand kennt und lebt die Arbeitswelt und die Schwierigkeiten, die wir beim Aufbau von Beziehungen zu Geschäftsleuten haben. Diese Regierung hat definiert, was Dialog, Verhandlung und Vereinbarung sind, der Mechanismus zur Lösung von Konflikten, und an diesem Kriterium werden wir arbeiten, damit die ernsthaften sozialen und arbeitsrechtlichen Probleme, die bestehen, gelöst werden können“.
    Der Generalsekretär der Central Unitaria de Trabajadores, CUT, Pedro Luis Arango Sánchez, bemerkte: „Es ist wichtig, dass eine Person, die die Arbeitnehmer sehr gut kennt, im Arbeitsministerium angekommen ist. Wir brauchen die Einrichtung der Koordinierungskommission, und zwar nicht nur, um den Mindestlohn zu vereinbaren, sondern um die Unterkommissionen in Betrieb zu nehmen. Wir hoffen, dass die tiefsten Probleme gelöst werden und der technische Tisch des Arbeitsgesetzes so schnell wie möglich installiert wird, um die Probleme zu lösen, die die Arbeitnehmer seit langem zurückhalten.“
    Die Organisationssekretärin des Allgemeinen Gewerkschaftsbundes, CGT, Miriam Triana, sagte ihrerseits: „Wir glauben, dass wir mit der neuen Ministerin in der Lage sein werden, mehrere der Projekte zur Gleichstellung der Geschlechter zu verwirklichen und das Arbeitsrecht zum Gesetz zu machen. mit der sie versucht, so viel Ungerechtigkeit in der Arbeitswelt zu beenden“.
    https://pacocol.org/ministra-del-trabajo-en-su-primer-acercamiento-con-lideres-sindicales/

    Nach 200 Jahren erster fortschrittlicher Präsident
    Ein so eindeutiger Wahlsieg für Gustavo Petro und Francia Márquez als Vizepräsidentin war kaum erwartet worden.
    https://www.rf-news.de/2022/kw25/nach-200-jahren-erster-fortschrittlicher-praesident

    Südamerika im Aufruhr
    In vielen lateinamerikanischen Ländern brodeln die Kämpfe gegen rapide Inflation, die Ausplünderung der Massen und der natürlichen Ressourcen
    Seit Mitte Juni reißen Massenproteste in Ecuador nicht ab. Auslöser sind drastisch gestiegene Preise für Benzin und Diesel, die der ultrarechte Regierungschef Guillermo Lasso auf Druck des Internationalen Währungsfonds (IWF) durchsetzen will. Am Anfang der Protestbewegung standen Mobilisierungen der indigenen Bevölkerung mit ihrer Dachorganisation Connaie. Die Indigenen sind besonders betroffen, weil steigende Preise für den Transport bedeuten, dass sie ihre zumeist landwirtschaftlichen Produkte nicht mehr in die Städte transportieren können und umgekehrt die Versorgung der ländlichen Bevölkerung zu horrend steigenden Preisen führt. Jetzt hetzte die Regierung wieder Polizei auf die Demonstranten – mindestens zwei Tote, zahlreiche Verletzte und Festnahmen sowie eine Ausgangssperre in der Hauptstadt Quito ließen die Wut erst recht hochkochen. Daran ändern bislang auch erste Zugeständnisse wie die Freilassung des verhafteten Connaie-Präsidenten nichts.
    Landesweite Proteste
    Gewerkschaften, Frauen- und Jugendorganisationen, revolutionäre, marxistisch-leninistische Organisationen und Parteien stellen sich an die Spitze der landesweiten Kämpfe. Immer klarer werden die Forderungen:
    Die Treibstoffpreise sollen gesenkt und eingefroren werden, die Zinsen sollen landesweit gesenkt und auf Pfändungen soll verzichtet werden, die etwa vier Millionen Familien bedrohen. Die gemeinsame Plattform der Protestierenden fordert die Achtung der Rechte der indigenen Völker, einen Stopp der Privatisierung von Straßen, Wasserkraftwerken und des Gesundheitssektors, mehr Geld für Gesundheit und Bildung. Zugleich werden Forderungen zum Schutz der natürlichen Umwelt bekräftigt: Ein Moratorium gegen den weiteren Ausbau der Plünderungen in Bergbau und Ölindustrie.
    „Es ist der Kampf, der Lasso in die Ecke treibt“, heißt es in der Wochenzeitschrift der Kommunistischen Partei von Ecuador (PCMLE), La Marcha. Entgegen der Hetze gegen die Protestaktionen wird klargestellt: „Der Gewalttäter ist der Kapitalismus.“ Die Partei betont den sozialistischen Ausweg aus der zunehmenden Misere.
    Lang anhaltende Massenproteste und Streiks sind die Basis für den historischen Sieg des fortschrittlichen Präsidentschaftskandidaten in Kolumbien. Der linke Sozialdemokrat und vormalige Oberbürgermeister von Bogota, Gustavo Petro, siegte in der Stichwahl gegen massivste antikommunistische Kampagnen mit seiner Vizepräsidentin Francia Márquez, einer afrokolumbianischen Umwelt- und Frauenaktivistin. Ihr Wahlbündnis, der „historische Pakt“ wurde auch von der ICOR-Partei PCMLM und den ihr nahestehenden Massenorganisationen unterstützt. Kein Grund, sich auf parlamentarische Fortschritte zu verlassen. Unmittelbar nach dem Wahltag erklärten militaristische Reservistenverbände, dass sie das Militär auffordern, dem neuen Präsidenten die Gefolgschaft zu verweigern.
    In Chile und Peru, wo ebenfalls fortschrittliche Präsidenten Wahlen gewinnen konnten, in Bolivien, wo ein Vertreter des vormaligen Präsidenten Evo Morales gewählt wurde, stehen diese Kräfte unter permanentem antikommunistischem Beschuss und werden im bürgerlichen Parlamentarismus regelrecht zerschlissen.
    Der Übergang in gesamtgesellschaftliche Krisen zeigt sich auch an anderen gesellschaftlichen Fronten. In Brasilien demonstrierten am 17. Juni sage und schreibe 3,5 Millionen vor allem junge Menschen unter den Regenbogenfahnen der LGBTIQ-Bewegung. „Bolsonaro hau ab“ – hieß es gegen dessen besonders homophobe und frauenfeindliche Politik – aber auch gegenüber seiner Verantwortung für Verarmung, Umweltzerstörung und so weiter.
    Niederlage für den US-Imperialismus
    In dieser Situation scheiterte der US-Imperialismus kläglich mit seinem jüngsten Gipfel der Organisationen Amerikanischer Staaten (OAS) Anfang Juni. Schon im Vorfeld hatte US-Präsident Joe Biden im Sinne seines „wertebasierten“ Demokratieverständnisses Kuba, Venezuela und Nicaragua als zu „autoritär“ von der Teilnahme ausgeschlossen. Das kam nicht so gut an: Die Regierungschefs von Mexiko, Bolivien, Honduras, El Salvador, Guatemala und Uruguay sagten ihre Teilnahme ab.
    Den US-Imperialisten gelingt es nicht, die lateinamerikanischen Länder in ihren Block gegen Russland und China einzubinden. Bei den Massen ist viel zu tief eingebrannt, welche verbrecherische Politik der US-Imperialismus mit der NATO in vielen Jahrzehnten in seinem „Hinterhof“ in Südamerika betrieben hat. Hinzu kommt, dass die russischen und chinesischen Neuimperialisten sich inzwischen auch ökonomisch tief in diese Länder eingraben konnten. Noch wird vielfach die mit dem Ukrainekrieg aufgebrochene akute Gefahr eines Dritten Weltkriegs als „europäische Angelegenheit“ unterschätzt. Um so wichtiger ist es, die Anstrengungen für eine internationale antiimperialistische Einheitsfront zu verstärken, wofür die ICOR die Initiative ergriffen hat.
    https://www.rf-news.de/rote-fahne/2022/nr14/suedamerika-im-aufruhr

    aT80tank
    hey OP, just for the record, I wanted to correct a few things in this post, with all due respect. (I like the flag though!)
    „sendero luminoso“ is a term they do not and never have used, and is purely used by reactionaries or for more info
    The term „luminous path“ was used by the Revolutionary Student Front (FER), a youth branch of the PCP at the San Marcos University (Lima) in the 1960s, whose publication had the headline: „The PCP follows the luminous path laid down by Jose Carlos Mariategui.“ When the People’s War was launched in 1980, several scholars, many of them hired as consultants by the Intelligence Services and NGOs, announced: „the PCP-Shining Path!“ Thus, with the intent of deceiving the people that there are other „legitimate“ and „well behaved“ communist parties who were participating in elections and parliamentary cretinism, the reactionary media repeats the lie that the demonized, crazed, suicidal, polpotian, and terrorist cult „Shining Path“ or „Shining Pathway“ is waging a revolutionary war in Peru.
    and they are also not „the closest south america has ever gotten to a maoist revolution.“, the peoples war is a revolution and the peoples war is still ongoing, the party is currently undergoing „reorganization“, after being controlled by revisionists that staged a reactionary coup in the party who attempted to liquidate the peoples war and destroyed a large chunk of the peoples army, with revolutionaries only regaining control sometime in the 2010s. But while they are carrying out a very low number of tasks due to the need to basically build the party and good bit of the army from the ground up (though they still have 500 armed soldiers, in addition to an unknown number of militia members who are local peasants armed with non-firearm weapons) they did carry out attacks after regaining control, such as annihilating two policeman several times, and killing a police informant. They also regularly release international statements to the wider communist movement with things like the day of heroism (genocide of maoists by the fascist state) and the anniversary of the peoples war, both of which they released a statement for this year.
    this was a long post but I feel it cant hurt to be detailed
    tldr; call them the communist party of peru or the PCP, no one besides reactionaries ever uses the term shining path or sendero luminoso or PCP-SL. furthermore, the peoples war is still happening as we speak.
    https://www.reddit.com/r/leftistvexillology/comments/hv30sd/comment/fyrtgi8/

  2. Wolfgang Erbe sagt:

    Kerstin Claus
    https://www.domradio.de/artikel/missbrauchsbeauftragte-haelt-eu-weiten-kampf-fuer-notwendig
    Kardinal Woelki in Köln
    Mitarbeitende des Erzbistums beklagen unvorstellbaren Tiefpunkt
    loj/KNA 14.08.2022
    Weil bekannt geworden ist, dass Kardinal Woelki PR-Strategen eingesetzt hat, um in der Öffentlichkeit besser da zu stehen, sehen einige seiner Mitarbeiter im Erzbistum das letzte Vertrauen verspielt.
    Das Erzbistum Köln kommt nicht zur Ruhe. Mitarbeitende des Erzbistums Köln fordern nun einen Neuanfang mit „personellen und systemischen Veränderungen“. Nötig sei eine „ehrliche, echte Aufklärung und Ahndung von Missbrauch und Gewalt jeglicher Art mit staatlicher Unterstützung und professioneller Aufsicht“, heißt es in einer am Sonntag verbreiteten Stellungnahme. Macht müsse künftig geteilt und kontrolliert sowie bei Konflikten durch Fachleute professionell geklärt werden. „Die Priesterweihe allein darf kein Ausweis für Entscheidungsmacht mehr sein. Es zählt die berufliche Kompetenz.“
    Unterzeichnet ist die Stellungnahme von 21 Personen, unter anderen von Pfarrern, Pastoral- und Gemeindereferentinnen sowie der Leitung der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) im Erzbistum.
    Zeitung berichtet aus internen PR-Papieren
    Seit der Rückkehr von Kardinal Rainer Maria Woelki aus seiner Auszeit hätten einige Mitarbeitende versucht, den Dialog mit ihm zu suchen. „Mit dem Bekanntwerden der PR-Strategien aber hat Kardinal Woelki sein letztes Vertrauen verbraucht. Die Krise hat nun einen nicht vorstellbaren Tiefpunkt erreicht, die auch die Stellungnahme von Generalvikar Guido Assmann in keiner Weise bewältigen kann.“
    In der vergangenen Woche hatte der „Kölner Stadt-Anzeiger“ aus internen Papieren von Woelkis PR-Beratern berichtet, die sich unter anderem mit der Frage „Wie ‚überlebt’ der Kardinal?“ beschäftigt hätten. Laut Zeitung rieten die Fachleute Woelki und seinem früheren Generalvikar Markus Hofmann, den Betroffenenbeirat des Erzbistums auf ihre Linie zu bringen, was einen Gutachter-Wechsel im Oktober 2020 anging. So sollten die beiden in einer anstehenden Sitzung mit den Betroffenen „Emotionen“ zeigen und „Joker“ in der Hinterhand haben, etwa das Angebot, sich für zügigere Anerkennungszahlungen an Missbrauchsbetroffene einzusetzen.
    Kritik von ranghohen Kirchenvertretern
    Auf die Berichterstattung folgte der Vorwurf der Instrumentalisierung von Betroffenen. Dem hielt Generalvikar Assmann entgegen, die Perspektive der Betroffenen sei für die Erzdiözese „immer und ausschließlich“ handlungsleitend gewesen. Es habe nie das Ziel gegeben, Betroffene „zu einem bestimmten Stimmverhalten zu animieren“, und es sei nie Druck ausgeübt worden.
    Der Bericht hatte Kritik auch von ranghohen Kirchenvertretern hervorgerufen, etwa von Stadtdechanten. Der Remscheider Stadtdechant Thomas Kaster verlangte am Samstag auf WDR 5 ein klares Wort des Papstes zu Woelki. Die Situation sei „quälend“. Franziskus müsse auch die aktuellen Vorgänge in Betracht ziehen. Die Vertrauensgrundlage sei zerstört. Der Papst hatte Woelki vergangenen Herbst in eine mehrmonatige Auszeit geschickt und ihn später aufgefordert, seinen Rücktritt anzubieten. Über den Amtsverzicht muss der Papst noch entscheiden.
    Unterzeichner sehen sich instrumentalisiert
    Auch die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner der Stellungnahme von Sonntag sehen eine Instrumentalisierung: „Es war und ist nicht zu erkennen, dass die Betroffenenperspektive handlungsleitend war und ist.“ Sie selbst fühlten sich ebenfalls in unterschiedlichen Kontexten „benutzt und bisweilen auch instrumentalisiert“ und gerieten durchaus auch in Loyalitätskonflikte.
    „Die Glaubwürdigkeits- und Vertrauenskrise in unserem Bistum ist an einem neuen Tiefpunkt angelangt. So kann keine Kultur der Offenheit, Authentizität und Transparenz entstehen“, erklärte die Sprecherin des Berufsverbandes der Pastoralreferent*innen, Regina Oediger-Spinrath. Die Kölner Gemeindereferentin Marianne Arndt sagte, es bedürfe einer „schonungslosen und unabhängigen Aufarbeitung des Umgangs mit spirituellem Missbrauch und sexueller Gewalt durch staatliche Stellen“.
    https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.kardinal-woelki-in-koeln-mitarbeitende-des-erzbistums-beklagen-unvorstellbaren-tiefpunkt.c447c39b-3d56-444a-84d9-78839fe70232.html
    Erzbistum Köln
    Homophober Kardinal Woelki kehrt auf Chefsessel zurück
    Als einer der wenigen führenden Geistlichen verteidigte Kardinal Woelki das Segnungsverbot. Jetzt kehrt er trotz heftigen Widerstands der Kölner Katholik*innen von seiner Suspendierung zurück.
    Kardinal Rainer Maria Woelki wird mit Sicherheit als Kölner Erzbischof zurückkehren. Das geht laut der „Rheinischen Post“ aus einem Brief hervor, den der päpstliche Kölner Verwaltungschef Markus Hofmann an alle Mitarbeiter*innen des Erzbistums verschickt hatte.
    Darin heißt es, dass „am Aschermittwoch Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki nach seiner geistlichen Auszeit wieder die Leitung des Erzbistums Köln übernehmen“ werde. Die Zuständigkeit seines Vertreters Rolf Steinhäuser ende „mit Ablauf des 1. März 2022“. Hofmann, der als Anhänger des umstrittenen Erzbischofs gilt, erklärte demnach weiter, er sei „zuversichtlich, dass wir gemeinsam mit der oben skizzierten Arbeitsgruppe ein Format finden, das uns in einen guten Dialog führt, aus dem neues Vertrauen wachsen kann“. Zuletzt hatte die Zukunft von Woelki in Köln als unsicher gegolten, da er vor seiner angekündigten Rückkehr die Teilnahme an mehreren Terminen Anfang März abgesagt hatte.
    Nachsichtig gegenüber Kinderschändern, kompromisslos bei queeren Menschen
    Woelki war zuletzt im Erzbistum hoch umstritten wegen seiner fragwürdigen Aufarbeitung des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche. Deshalb ordnete der Vatikan im September an, dass der 65-Jährige ein „geistliche Auszeit“ nehmen müsse. Wiederholt kritisiert worden war auch, dass Woelki zwar mit harter Rhetorik gegen Homosexuelle polemisierte, gleichzeitig aber innerkirchlich bei sexuellem Missbrauch von Kindern große Nachsicht für Täter gezeigt haben soll (queer.de berichtete).

    Unter Kölner Katholik*innen ist Woelki höchst unbeliebt: Einer am 21. Februar veröffentlichten Umfrage des „Kölner Stadtanzeigers“ (Bezahlartikel) zufolge erklärte 92 Prozent von ihnen, dass Woelki hätte zurücktreten sollen; 82 Prozent waren der Ansicht, dass der Papst den Erzbischof feuern sollte. Vergangenes Jahr hatten die Kirchenaustritte in Köln – mutmaßlich wegen Woelki – ein Rekordniveau erreicht.

    Woelki weckte zunächst Hoffnungen – und enttäuschte diese später

    Woelki war vom damaligen Papst Benedikt XVI. 2011 zum Erzbischof von Berlin ernannt worden. In der Hauptstadt protestierten LGBTI-Gruppen zunächst gegen die Ernennung, weil er der fundamentalistischen und extrem homophoben Laienorganisation Opus Dei nahe stand. Woelki ging jedoch zunächst offen auf den Lesben- und Schwulenverband zu und traf sich mit dem Vorstand zu einem offiziellen Treffen (queer.de berichtete). Die Aktivist*innen lobten daraufhin dessen Dialogbereitschaft. 2012 wurde Woelki sogar vom „Bündnis gegen Homophobie“ für den „Respektpreis“ nominiert. Er lehnte jedoch die Nominierung ab und erklärte, er habe nur eine Selbstverständlichkeit geäußert (queer.de berichtete).

    In Interviews gab sich Woelki bei LGBTI-Themen zwar zunächst offen, beharrte aber stets darauf, dass gleichgeschlechtliche Liebe „nicht gebilligt“ werden könne. Vor der Bundestagswahl 2013 sagte er, dass der Ausschluss von homosexuellen Paaren von der Ehe für die Kirche genauso wichtig sei wie das Thema soziale Gerechtigkeit.

    2014 wurde Woelki von Papst Franziskus als Nachfolger von Kardinal Meisner zum Erzbischof von Köln ernannt. Dort sorgte er immer wieder mit gegen Homosexuelle gerichteten Äußerungen oder Taten für Aufregung. 2019 hielt er etwa an einem Priesterausbilder fest, der für „Homo-Heilung“ warb (queer.de berichtete). Letztes Jahr stellte er sich gegen die meisten anderen deutschen Bischöfe, indem er das vom Vatikan ausgesprochene Segnungsverbot für gleichgeschlechtliche Paare ausdrücklich lobte. In der gegen Schwule und Lesben gerichteten Haltung des Vatikans sehe er „eine Stärkung des katholischen Ehe- und Familienverständnisses“ (queer.de berichtete). (dk)
    https://www.queer.de/detail.php?article_id=41315

  3. Wolfgang Erbe sagt:

    ARMES DEUTSCHAND – LUFT, WASSER, BÖDEN – alles vergiftet und verseucht – DAS LAND WIRD ZUR WÜSTE UND VERTROCKNET
    NICHT NUR DIE ODER AUCH ANDERE FLÜßE UND SEEN GIFTE ÜBERALL
    Dramatische Ausweitung der regionalen Umweltkatastrophe in der Oder bis in die Ostseeregion
    Seit Donnerstag, den 11. August, werden mehrere Tonnen toter Fische in der Oder nördlich von Frankfurt / Oder entdeckt. Mittlerweile hat sich die Situation deutlich verschärft. Mehrere Umweltaktivisten und Verbände, wie u. a. der NABU, gehen inzwischen von der Dimension einer Jahrhundertkatastrophe aus. Als Ursache wird inzwischen eine Versalzung des Wassers vermutet – als Ergebnis einer illegalen Entsorgung von giftigen Chemikalien im Fluss. Betroffen ist davon nicht nur die Fischwelt, sondern die gesamte Fauna und Flora der Oder-Region. Auf der Strecke vom polnischen Wroclaw (Breslau) bis ins Stettiner Haff wurden inzwischen tote Fische, Muscheln, Krabben und Schnecken entdeckt.
    Von Landesleitung Berlin-Brandenburg der MLPD
    Sonntag, 14.08.2022, 18:00 Uhr
    Der massiv betroffene Nationalpark Unteres Odertal in der Uckermarck / Brandenburg gilt als Deutschlands einziger Flussauen-Nationalpark. Das Gebiet an der deutsch-polnischen Grenze hat eine Länge von 50 Kilometern und erstreckt sich über eine Fläche von mehr als 10.000 Hektar. Er zieht sich am westlichen Uferrand der Oder von Hohensaaten im Süden bis nach Staffelde im Norden. Hunderttausende heimische Vögel, besonders Wasservögel und Zugvögel nutzen das Areal als Rastgebiet.
    Allein schon das macht deutlich, dass die Auswirkungen auf das Ökosystem weit über die Fischwelt hinausgeht. Das Zooplankton, hauptsächliche Nahrungsgrundlage für die Fische, ist ebenfalls massiv geschädigt worden, so dass die Zerstörung sich über einen jahrzehntelangen Zeitraum erstrecken wird – wenn sie überhaupt reparabel ist. Somit sind auch die Auswirkungen auf viele andere Tierarten, die von dem Fischbestand in der Oder leben, bisher kaum absehbar – ebenso wenig die Auswirkung auf die Flora und Trinkwasserversorgung in der Region.
    Inzwischen sind mehrere Hundert Helfer – viele von ihnen ehrenamtlich – in der Region, um die verendeten Fische zu entsorgen. Viele von ihnen berichten von dem Einsatz als von einer regelrechten Zumutung: Nicht nur der Anblick der Vernichtung und dann noch mit den Füßen in einer Welle von tausenden Toten Fischen zu stehen, ist schwer zu ertragen, sondern auch der Gestank der Verwesung, die u. a. durch die hohen Temperaturen und das extreme Niedrigwasser in der Oder beschleunigt wird.
    Nachdem es am Freitag nach ersten Untersuchungen noch die Vermutung gab, dass eine erhöhte Quecksilber-Konzentration die Ursache für die Katastrophe sein könne, nehmen sowohl das polnische, wie auch das deutsche Umweltministerium inzwischen Abstand davon – ohne weitere mögliche Zusammenhänge zu untersuchen. Im Wasser und in Fischkadavern nachgewiesen sind inzwischen extrem hohe Salzwerte, die hier zu höheren Sauerstoffwerten als gewöhnlich führen.
    Christina Schröder / NABU Brandenburg sagte gegenüber der Berliner Zeitung am 12. August: „Eigentlich heißt es: Je höher die Temperaturen, desto niedriger der Sauerstoff. Seltsamerweise sehen wir gerade, dass die Sauerstoffwerte höher sind, als gewöhnlich. (…) Es gibt Chemikalien, die verfallen, wenn sie mit Wasser in Verbindung kommen. Und eines der Abfallprodukte ist dann Sauerstoff. Allerdings bei Quecksilber nicht. Das deutet daraufhin, dass wir es hier mit einem ganzen Cocktail an giftigen Stoffen zu tun haben.“.¹
    Wie Brandbeschleuniger wirken die extreme Trockenheit und die damit verbundene Wasserknappheit in den Flüssen und steigern die schädigenden Auswirkungen einer solchen Schadstoffbelastung im Wasser; sie markieren eine weitere und extremere Auswirkung des Umschlags in eine globale Umweltkatastrophe. Genau solche Zusammenhänge, wie sie in dem Buch „Katastrophenalarm! Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur“ von Stefan Engel nachgewiesen werden, werden aber aktuell ausgehend von den Umweltministerien nicht thematisiert und untersucht.
    In dem Buch heißt es: „In der öffentlichen Meinung werden einzelne Faktoren der Umweltkrise – etwa die drohende Klimakatastrophe – einseitig ins Blickfeld gerückt. Zugleich werden andere, nicht minder dramatische Probleme – wie das wachsende Ozonloch, die Zerstörung der Ökosysteme der Ozeane oder Wälder – verdrängt und verharmlost. Vor allen werden Zusammenhänge und Wechselwirkungen weitgehend ignoriert.“²
    Völlig zu Recht fordert der NABU den Einsatz einer internationalen Untersuchungskommission. Auch wenn beide Regierungen in Deutschland und Polen inzwischen ebenfalls eine Untersuchung der Vorgänge fordern, verharmlosen sie die verheerende Dimension. So erkennt Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki lt. RBB24 zwar an, „dass wahrscheinlich ‚absichtlich riesige Mengen chemischer Abfälle‘ in den Fluss gekippt worden seien. Dadurch sei ein schwerer Umweltschaden entstanden, der erst in mehreren Jahren behoben sein könnte.“³ Die deutsche Umweltministerin, Steffi Lemke, fordert, man solle nicht versuchen, Flüsse zu Abwasserkanälen zu machen. Konkret legt sie aber den ganzen Fokus darauf, wie auch weitere Brandenburger Politiker der Monopolparteien SPD und Grüne, dass die Verantwortung hauptsächlich bei Polen läge, da die Zusammenarbeit in diesem Fall nicht funktioniert hätte und Deutschland viel zu spät informiert worden sei.
    Dem entgegen berichtet ein Stahlarbeiter aus Eisenhüttenstadt: „Jeder Eisenhüttenstädter weiß, dass sowohl ArcelorMittal, wie auch die Papierfabrik in Eisenhüttenstadt, ihre Abwässer in die Oder ableiten.“
    Bei einer länderübergreifenden Zusammenarbeit, ohne den anfänglichen Versuch einer Vertuschung auf polnischer Seite und das Abschieben jeglicher Verantwortung durch die deutsche Seite, hätten sofortige Maßnahmen eine weitgehende Eindämmung der jetzigen dramatischen Auswirkungen bewirken können. Das erfolgte lediglich im Grabensystem des Oderbruchs, wo ein weitläufiges Dammsystem verhindert hat, dass die Welle mit Giftstoffen auch diese Region verseuchen konnte.
    Deutsche wie polnischen Monopolpolitiker orientieren in diesem Fall auf den imperialistischen Ökologismus, dessen zentrale Leitlinie die angebliche Vereinbarkeit von kapitalistischer Ökonomie und Ökologie ist. Das soll das notwendige Umweltbewusstsein der Massen für die Rettung vor der globalen Umweltkatastrophe untergraben. Für die MLPD ist diese Rettung erst im echten Sozialismus möglich, da der Kapitalismus die Einheit von Mensch und Natur immer weiter mutwillig zerstört.
    Notwendig sind sofortige Maßnahmen zur weiteren Untersuchung des Verdachts auf eine mutwillige Zerstörung durch die Entsorgung von chemischen Industrieabfällen, denn die Dimension der Schadstoffmenge lässt nur einen solchen Verursacher zu.
    Die Verursacher müssen vollständig für die Kosten zur weitest möglichen Eindämmung der nachhaltigen Folgen der Umweltkatastrophe aufkommen und entsprechend bestraft werden.
    Es muss eine flächendeckende Information gegenüber der Bevölkerung erfolgen: Zum eigenen Schutz und als Beitrag zum Schutz des bedeutenden Ökosystems Oder. Dazu gehört auch eine breite Diskussion, wie solche mutwillig provozierten Umweltverbrechen künftig verhindert werden können.
    Das Buch „Katastrophenalarm!“ positioniert sich dazu eindeutig: „Dieses Buch lässt keinen Zweifel daran, dass die Menschheit die Umweltfrage nicht dem herrschenden Gesellschaftssystem überlassen darf. (…) Nur eine internationale sozialistische Revolution kann die soziale und die ökologische Frage lösen.“.⁴
    https://www.rf-news.de/2022/kw32/dramatische-ausweitung-der-regionalen-umweltkatastrophe-in-der-oder-bis-in-die-ostseeregion

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