Die Gewerkschaft Ver.di teilt mit, dass die ersten Tarifergebnisse im HANDEL 2021 erzielt worden sind!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

zur Tarifrunde 2021 im Handel haben wir als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) bis dato kontinuierlich berichtet, wie Ihr es durch den Klick auf den nachstehenden Link aufrufen und nachlesen könnt.

> http://ak-gewerkschafter.com/?s=tarifrunde+handel !

Nunmehr teilt die Gewerkschaft Ver.di (http://ak-gewerkschafter.com/category/ver-di/) auf ihrer Homepage mit, dass wohl die ersten Tarifabschlüsse erzielt worden seien.

Erste Abschlüsse im Handel

Berlin, 5.10.2021 – Zwei Nächte lang wurde zuletzt im hessischen Handel verhandelt. Dann stand am 29. September nach fast sechsmonatigen Tarifverhandlungen ein Tarifabschluss auf Papier, der vor allem auch die angespannte soziale Lage der Beschäftigten in der Corona-Pandemie wertschätzend berücksichtigt.

Nicht nur ein Verhandlungsmarathon, sondern auch eine mehrmonatige durch zahlreiche Streiks und öffentliche Aktionen geprägte Tarifrunde zu Ende gehe damit zuende, sagt Bernhard Schiederig, Landesfachbereichsleiter Handel der ver.di Hessen und Verhandlungsführer für den hessischen Einzel- und Versandhandel. „Neben der materiellen Erhöhung der Gehälter, Löhne und Ausbildungsvergütungen ist es uns gelungen, die von den Arbeitgebern lange Zeit favorisierte Differenzierung der Branche und damit von ihnen abgeleitete Ungleichbehandlung der Beschäftigten verschiedener Bereiche des Einzel- und Versandhandels zu verhindern. Unsere Forderung ‚Gleiche Erhöhung für alle im Handel‘ war nicht nur populär unter den Beschäftigten, sondern fand auch eine positive Resonanz in der Öffentlichkeit“, so Schiederig.

Das Ergebnis im Detail

Die Entgelte werden rückwirkend zum 1. August dieses Jahres um 3 Prozent und zum 1. April 2022 um weitere 1,7 Prozent angehoben. Die Ausbildungsvergütungen steigen in beiden Tarifjahren in allen drei Ausbildungsjahren um jeweils 30 Euro. Dies entspricht einer durchschnittlichen Steigerung je Tarifjahr um 2,5 bis 3 Prozent.

In der Tarifrunde im Einzel- und Versandhandel haben mehrere zehntausend Kolleg*innen für einen Tarifabschluss gekämpft. Mit dem Abschluss in Hessen wurde nun ein Durchbruch erzielt. Und in Sachsen, Sachsen Anhalt und Thüringen konnte am 4. Oktober in der 5. Verhandlungsrunde ein identischer Abschluss für die 280.000 Beschäftigten im Einzel- und Versandhandel dort erzielt werden ebenso wie für die Beschäftigten im bayerischen Groß- und Außenhandel nach 100 Streikaktionen. Dort steigen die Ausbildungsvergütungen allerdings jeweils nur um 20 Euro.

ver.di erwartet jetzt, dass auch die übrigen regionalen Arbeitgeberverbände im Handelsverband Deutschland (HDE) in den anderen Tarifgebieten zügig nachziehen, aber auch die speziellen Forderungen in ihren Tarifgebieten lösungsorientiert zum Abschluss bringen. „Der HDE und seine regionalen Verbände sind jetzt aufgefordert, gemeinsam mit der Tarifgewerkschaft ver.di die Flächentarifverträge bei den zuständigen Ministerien für allgemeinverbindlich erklären zu lassen. Denn Tarifflucht und ein Wettbewerb, der über Billiglöhne und auf den Rücken der Beschäftigten ausgetragen wird, ist kein Modell für die Zukunft der Branche“, kommentiert Orhan Akman, Leiter ver.di-Bundesfachgruppe Einzel- und Versandhandel den Abschluss in Hessen.

Die neuen Gehalts- und Lohntarifverträge haben eine Laufzeit bis 31. März 2023.

Beschäftigte im Handel

© ver.di

5,1 Millionen Beschäftigte im Handel verdienen mehr

Im Groß- und Au­ßen- so­wie im Ein­zel- und Ver­sand­han­del wer­den der­zeit wie­der für weit mehr als 5 Mil­lio­nen Be­schäf­tig­te die Ta­ri­fe ver­han­del­t. Über 5 Mil­lio­nen Men­schen, die sich auf ins­ge­samt 429.000 Un­ter­neh­men ver­tei­len, da­von al­lein 3,1 Mil­lio­nen Be­schäf­tig­te im Ein­zel- und Ver­sand­han­del auf 317.000 Un­ter­neh­men. Hin­ter die­sen Zah­len ste­cken zahl­rei­che Um­brü­che der letz­ten Jah­re. Di­gi­ta­le Pro­zes­se hin­ter­las­sen ih­re Spu­ren auch im Han­del. Vir­tu­el­le Ein­kaufstou­ren und Showrooms, Ro­bo­ter­e­in­sät­ze und neue Be­stell­sys­te­me sind längst Nor­ma­li­tät. Click & Col­lect ist durch die Co­ro­na-Kri­se fast schon All­tag. Ei­ne deut­li­che Spra­che spre­chen da auch die bei On­li­ne-Ver­käu­fen er­ziel­ten Um­sät­ze: Sie sind – nicht zu­letzt Co­ro­na-be­dingt – im ver­gan­ge­nen Jahr um 20,8 Pro­zent auf 71,5 Mil­li­ar­den Eu­ro ge­stie­gen. Mehr Geld für die Be­schäf­tig­ten ist al­so da. Und mehr Geld for­dern sie auch.

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Nach dem Klick auf den hier stehenden Link könnt Ihr den kompletten Beitrag nebst Video und den kompletten Verhandlungsstand in den einzelnen Bundesländern auf der Homepage der Gewerkschaft Ver.di lesen.

> https://www.verdi.de/themen/geld-tarif/tarifrunde-handel-2021 !

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Wir bleiben am Thema dran und werden eine Bewertung nach der Komplettierung der Tarifrunde 2021 im Hndel vornehmen.

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

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