BIBB-Präsident Esser: „Bildungsexpansion darf an beruflicher Bildung nicht vorbeigehen“

BIBB-Präsident Esser: „Bildungsexpansion darf an beruflicher Bildung nicht vorbeigehen“

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

heute, Montag, der 07. Mai 2012 ist der sogenannte „TAG DES AUSBILDUNGSPLATZES“!

Das „duale Berufsbildungssystem“ in der Bundesrepublik Deutschland ist von mir in meiner Eigenschaft als zertifizierter Küchenmeister mit Zertifikat nach der Ausbildereignungsverordnung schon in den 70-er Jahren auf seine Schachstellen hin kritisiert worden. Meine Kritik galt seinerzeit speziell der Ausbildungssituation im Hotel- und Gaststättengewerbe, aber auch generell in anderen Branchesektionen. Meine seinerzeitige Kritik galt der Ausbildungssituation in den siebziger und achtziger Jahren, jedoch mit futuristischer Perspektive in das neue Jahrtausend.

Nunmehr appelliert der Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Friedrich Hubert Esser, in Anbetracht des heutigen Tages an die Betriebe, in ihren Ausbildungsanstrengungen nicht nachzulassen. Ohne auf die Ausführungen des BIBB-Präsidenten eingehen zu wollen, da diese an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lassen, habe ich Sie im Auftrages unseres AK nachstehend und vollinhaltlich auf unsere Homepage zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme posten lassen. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen und würde mich über ein Feedback von Euch dazu freuen.

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

BIBB-Präsident Esser: „Bildungsexpansion darf an beruflicher Bildung nicht vorbeigehen“

Zum „Tag des Ausbildungsplatzes“ am 7. Mai appelliert der Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Friedrich Hubert Esser, an die Betriebe, in ihren Ausbildungsanstrengungen nicht nachzulassen. „Bedingt durch die demografische Entwicklung und den anhaltenden Trend zu mehr höheren Schul- und akademischen Abschlüssen droht die berufliche Bildung ins Abseits zu geraten. Die sich spürbar entwickelnde Bildungsexpansion darf an betriebsnaher Qualifizierung nicht vorbeigehen“, warnt Esser.

Jüngste Modellrechnungen des BIBB hätten gezeigt, dass langfristig insbesondere bei Fachkräften mit abgeschlossener Berufsausbildung mit zum Teil gravierenden Engpässen zu rechnen sei. „Daher sind gerade jetzt die Betriebe gut beraten, in die berufliche Bildung zu investieren und ein offensives Ausbildungsmarketing zu betreiben. Aufbauend auf der Erstausbildung bietet die berufliche Weiterbildung anspruchsvolle und attraktive Aufstiegsfortbildungsangebote, über die hochschuladäquate Abschlüsse erreicht werden können. Berufliche Aus- und Fortbildung sind deshalb nicht nur die beste Versicherung gegen den drohenden Fachkräftemangel, sondern eröffnen den Qualifizierten gleichermaßen attraktive Karriereperspektiven im In- und Ausland.“

Sorge bereiten dem BIBB-Präsidenten Hinweise aus einer aktuellen repräsentativen Betriebsbefragung des BIBB, wonach 12 % der Unternehmen beabsichtigen, die Zahl ihrer derzeitigen Ausbildungsplatzangebote zu reduzieren oder die betriebliche Ausbildung einzustellen. Als Grund wird die Schwierigkeit angeführt, geeigneten Nachwuchs zu finden. „Genau dies aber wäre das falsche Signal“, betont Esser. „Betriebe, die ihren zukünftigen Fachkräftebedarf sichern wollen, müssen ihre Anstrengungen darauf richten, alle Potenziale für Qualifizierung und Beschäftigung erschließen zu wollen. Dabei stehen ihnen die Bildungszentren der Wirtschaft sowie die beruflichen Schulen zur Seite.“

Als „nach wie vor erfreulich“ bezeichnet Esser die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. „Traditionell folgt der Ausbildungsstellenmarkt dem Arbeitsmarkt“, so der BIBB-Präsident. „Die sinkende Arbeitslosigkeit und die im Vorjahresvergleich gestiegene Zahl der momentan bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten betrieblichen Ausbildungsstellen lassen aus Sicht der Jugendlichen auf einen sich weiter entspannenden Ausbildungsstellenmarkt im Herbst dieses Jahres hoffen.“

Unterdessen setzt das Bundesinstitut für Berufsbildung seine Aktivitäten im Rahmen der Modernisierung des dualen Ausbildungssystems fort. Am 1. August werden mit Beginn des neuen Ausbildungsjahres voraussichtlich fünf modernisierte Ausbildungsberufe in Kraft treten:

* Fachangestellte / Fachangestellter für Arbeitsmarktdienstleistungen
* Pharmazeutisch-kaufmännischer Angestellter / Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte
* Schilder- und Lichtreklamehersteller / Schilder- und Lichtreklameherstellerin
* Schornsteinfeger / Schornsteinfegerin
* Verfahrensmechaniker / Verfahrensmechanikerin für Kunststoff- und Kautschuktech-nik

Nähere Informationen zu diesen sowie zu allen weiteren staatlich anerkannten Ausbildungsberufen unter www.bibb.de/berufe

Share
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu BIBB-Präsident Esser: „Bildungsexpansion darf an beruflicher Bildung nicht vorbeigehen“

  1. Märchenstunde sagt:

    Modernisierung der Ausbildung? Ich würde eher sagen Volksverblödung. Die Ausbildungen in DE werden ja immer weiter nach unten manipuliert, damit sie auch ja nur im EQR in Stufe 4 passen. Mittlerweile ist das Niveau ganz unten angekommen.

    https://www.fh-muenster.de/ibl/downloads/berufsbildungsdialog/lernfeldrel.pdf

    Was soll diese Volksverblödung in Ausbildungen, in denen meisten schon Erwachsene sitzen, die Ausbildung ist schon längst postsekundär im Abituralter, weil die „Azubis“ oft schon so alt sind. Die Moderne Wirtschaft nimmt keine 16jährigen mehr – sondern Reifere.

    im Ausland ist das Niveau weit höher als hier in den Bildungsgängen, die dort ein Studium sind. Weil die wissen, dass dort Erwachsene lernen.

    im Gegensatz zu früher ist dieser Beruf den ich damals gelernt hab, eindeutig nach unten manipuliert worden. Die eine Lernsituation heißt „Otto Kowalsky grüßt aus Lanzerote“ — wer soll so einen hirnlosen Schwachsinn lernen? Sind die Deutschen etwa alle geistig behindert? Warum müssen auf so einem Niveau lernen? Gerade in dieser Ausbildung sitzen größtenteils nur noch Abiturienten und wenige Realschüler.

    kein Hauptschüler mehr und dennoch sind alle Ausbildungen in DE auf Hauptschulniveau. Kommt zwar keiner mehr rein, aber was solls. Man kein sein eigenes Bildungsniveau auch nach unten anpassen. Andere passen nach oben an.

  2. Märchenstunde sagt:

    Alles Paletti auf der Palette

    http://www.berufsbildung.nrw.de/cms/unterrichtshilfen-zu-einzelnen-berufen/gesamtuebersicht/wirtschaft-und-verwaltung/automatenwirtschaft/lernfelder/uebersichten-lernsituationen-aller-buendeslungsfaecher.html#lf1

    die Deutschen sind anscheinend alle geistig behindert – ihre Bildungsgänge sehen mittlerweile so aus.

    http://www.kibb.de/cps/rde/xbcr/SID-F2280556-88E842E9/kibb/HT2011_FT19_Gerholz.pdf

    wehe ich find den Dreck nachher an den Hochschulen – dann ist der Teufel los.

    http://www.blv-bw.de/65.0.html

    wir brauchen kein Chemie mehr und Ernähungslehre – stört doch nur beim Arbeiten.

    alles klar Deutschland — viel Spaß beim weiteren verblöden.

    • Manni Engelhardt sagt:

      Hallo „Märchenstunde“,
      nichts gegen Deinen Kommentar, aber ich bin es gewöhnt, im Leben mit offener Visage zu streiten. Durch die Anonymität verlieren die Beitragkommentare nach aussen an Glaubwürdigkeit.
      Besser keinen Kommentar, als einen Anonymen!
      Manni Engelhardt -Koordinator-

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert