Die TAGESSCHAU teilt mit: Prozessauftakt in Bonn „Mr. Cum-Ex“ vor Gericht!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) haben wir vielfach über die krummen CUM EX – Betrügereien in der BANANENREPUBLIK DEUTSCHLAND (http://ak-gewerkschafter.com/?s=bananenrepublik+deutschland) berichtet, wie Ihr es durch den Klick auf den nachstehenden Link insgesamt aufrufen und nachlesen könnt.

> http://ak-gewerkschafter.com/?s=cum+ex !

Nunmehr hat der Prozessauftakt in Bonn für den sogenannten „MR. CUM EX“ begonnen!

 

Prozessauftakt in Bonn „Mr. Cum-Ex“ vor Gericht

Stand: 04.04.2022 13:07 Uhr

Hanno Berger, Schlüsselfigur im größten deutschen Steuerskandal, muss sich seit heute vor dem Landgericht Bonn verantworten. Beim Prozessauftakt traf er erstmals auf jene Frau, die ihn auf die Anklagebank gebracht hat.

Von Massimo Bognanni, WDR

Hanno Berger erreicht das Landgericht Bonn am Montagmorgen im silber-blauen Gefangenentransporter: Quietschend gibt der Sicherheitszaun dem Justizfahrzeug den Weg in die Sicherheitszone des Gerichts frei. „Mr. Cum-Ex“, wie viele den Steueranwalt wegen seiner zentralen Rolle im größten deutschen Steuerskandal nennen, spricht sich noch kurz mit seinen Verteidigern ab. Die Anwälte treten kurz vor Prozessbeginn vor die Fernsehmikrofone. Ihr Mandant werde sich zunächst nicht zu den Vorwürfen äußern. Angesichts der „Tortur“ der Untersuchungshaft sei er gesundheitlich angeschlagen.

WDR

Massimo Bugnanni

Dann, um 10.11 Uhr, geleiten ihn zwei Justizbeamte in den größten Saal des Gerichts. Als er den Raum betritt, drängeln die Fotografen, Kameras klicken. Alle wollen das beste Bild jenes Mannes, der den deutschen Staat mit seinen Geschäften um dreistellige Millionensummen gebracht haben soll. Als Richter Roland Zickler die Verhandlung eröffnet, müssen die Kameraleute den Saal verlassen. Bergers Blick ist nun frei. Auf die Frau, die ihm seit Jahren an den Fersen klebt. Auf die Frau, die er seit beinahe acht Jahren bekämpft. Berger trifft am heutigen Tag zum ersten Mal persönlich auf die Kölner Oberstaatsanwältin Anne Brorhilker.

Doch noch bevor die Staatsanwältin die Anklage verlesen kann, verlangt Berger nach seinen Unterlagen. In einem Karton habe er sie aus dem Gefängnis mitgebracht – neun Akten. Dies könnte als Botschaft gesehen werden: Steueranwalt Hanno Berger sitzt nicht hier, um sich alles gefallen zu lassen. Er will mit seinen Dokumenten arbeiten, sich verteidigen, gegen die drohende Gefängnisstrafe ankämpfen.

Schaden für den Fiskus geschätzte zwölf Milliarden

Davon unbeeindruckt verliest Brorhilker wenig später die Anklageschrift in ruhigem Ton. Während die Staatsanwältin spricht, macht sich Berger unentwegt Notizen, schüttelt mit dem Kopf, schaut herausfordernd in Richtung seiner Anklägerin. Brorhilker wirft dem 71-Jährigen „gemeinschaftlich begangene“ Steuerhinterziehung in besonders schwerem Fall vor. Seit 2007 soll Berger Verantwortliche der Hamburger Privatbank MM Warburg sowie der Hypovereinsbank und einer britischen Finanzfirma zusammengebracht haben, um Cum-Ex-Geschäfte umzusetzen.

Berger und eine ganze Industrie aus Bankern, Beratern und Aktienhändlern sollen sich vom Staat Steuern haben erstatten lassen, die sie nie gezahlt haben. Ein Griff in die Staatskasse zu Lasten der Allgemeinheit. Geschätzte zwölf Milliarden Euro hat der Diebeszug der Finanzelite den Fiskus gekostet. Allein im nun beginnenden Prozess wird Berger Steuerhinterziehung in Höhe von 278 Millionen Euro vorgeworfen. Ein weiterer Cum-Ex-Prozess gegen Berger vor dem Landgericht Wiesbaden soll in der kommenden Woche starten.

Millionen aus dem Staatssäckel sollen nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft auch in Bergers eigener Tasche gelandet sein. Mithilfe von Scheinrechnungen und Offshore-Firmen soll Berger mehr als 27 Millionen Euro vereinnahmt haben.

Gute Kontakte zu Bankenverbänden und in die Politik

Als der Gesetzgeber dem Steuerdiebstahl 2009 auf die Schliche gekommen sei und versuchte, das Treiben durch neue Vorschriften zu beenden, habe Berger über seine Kontakte etwa zu Bankenverbänden daran gearbeitet, die Gesetze weitestgehend zu entschärfen. Wie Recherchen des WDR zuletzt zeigten, bemühte Berger in dieser Zeit auch seine Kontakte in die FDP.

Berger bestritt im Vorfeld des Prozesses alles. Und zwar vehement. Er habe lediglich Gesetzeslücken ausgenutzt. Ganz legal. Und jetzt wolle der Gesetzgeber Berger nachträglich für die eigenen Versäumnisse zahlen lassen. Der Prozess sei „politisch“ motiviert. Die Medien führten eine Kampagne. So sah Berger das zuletzt. Der Millionär, der sich wohl die teuersten Strafverteidiger der Republik leisten könnte, wird von Pflichtverteidigern vertreten.

Dass Hanno Berger einmal als „Persona non grata“ gelten würde, galt lange Zeit als unvorstellbar. Der Name Bergers erklang wie ein Donnerhall in der Finanzbranche. Zunächst arbeitete Berger für den Staat, als versierter Bankenprüfer in Frankfurt. 1996 wechselte er die Seiten. Als Steueranwalt beriet er nun Multimillionäre und Milliardäre, selbst ein ehemaliger Bundespräsident zählte zu seiner Klientel – wenn auch nicht für Cum-Ex Geschäfte. Bergers Spezialität: Steuern vermeiden. 2005 landete laut Anklage erstmals ein Gutachten zum Thema Cum-Ex auf Bergers Schreibtisch. Ein Modell, das er adaptieren und unter das schwerreiche Volk bringen sollte.

Abgehörte Telefonate

Obwohl er stets vorgab, von der Legalität seiner Geschäfte überzeugt zu sein, suchte Berger im November 2012 das Weite. Während Frankfurter Fahnder seine Büros wegen eines anderen Cum-Ex-Falls durchsuchten, setzte er sich in die Schweiz ab. Laut Kölner Anklage meldete er nur einen Tag nach der Razzia seinen Wohnsitz in dem Alpenstaat an. Die Eidgenossen sind bekannt dafür, Ausländer wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung nicht auszuliefern.

Im Herbst 2013 nahm die Kölner Staatsanwältin Anne Brorhilker ihre Ermittlungen auf. Seitdem heftete sie sich an die Fersen Bergers. 2014 startete sie eine weltweite Razzia gegen die Cum-Ex-Hintermänner. Auch bei Bergers Holzhof im hessischen Schlüchtern klingelten die Fahnder, wo sie auf Bergers wutentbrannte Mutter trafen. Während der Durchsuchungen hörten die Ermittler auch Bergers Telefonate nach Deutschland ab – und wurden Zeugen von dessen ungefilterter Meinung über Strafverfolgerin Brorhilker. Berger schimpfte, „die Kuh“ habe keine Ahnung. Die Staatsanwältin sei eine „kleine Tante“, ein „graues Mäuschen“.

Fortan bekämpfte Berger die Strafverfolgerin. Der Steuerjurist ließ sie mit Schriftsätzen überziehen, bezichtigte sie der „Verfolgung Unschuldiger“. Berger versuchte mit weiteren Beschuldigten eine „Phalanx“ zu bilden. In einer Textnachricht im Sommer 2016 schwor er seinen wichtigsten Partner ein: „Es hilft nur das gemeinsam geführte scharfe Schwert!“

Es droht eine hohe Haftstrafe

Doch Bergers Bemühungen liefen ins Leere. Ausgerechnet sein Kanzleipartner und beruflicher Ziehsohn entschied sich im November 2016, bei Brorhilker auszupacken. Wie Dominosteine fielen weitere Akteure um, dienten sich als Kronzeugen an. Brorhilker klagte Berger an. Und zur Überraschung vieler Beobachter lieferte die Schweiz „Mr. Cum-Ex“ schließlich nach Deutschland aus, da ihm auch Betrug zur Last gelegt wird.

Der nun startende Berger-Prozess ist die vierte Hauptverhandlung in Bonn, die sich mit Cum-Ex befasst. Im ersten Prozess wurden zwei Kronzeugen zu milden Bewährungsstrafen rechtskräftig verurteilt. In den weiteren Verhandlungen gegen frühere Verantwortliche der Privatbank MM Warburg verhängte das Gericht jeweils mehrjährige Haftstrafen. Diese Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

Auch Hanno Berger drohen hohe Haftstrafen. Spannend wird zu beobachten sein, ob er sich äußern wird – zu Geschäftspartnern, Finanzbeamten und womöglich auch zu Politikern. In deutschen Bankentürmen und Beamtenstuben dürften manche den Prozess intensiv verfolgen.

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Durch den Klick auf den nachstehenden Link könnt Ihr den Beitrag direkt auf der Homepage der  lesen.

> https://www.tagesschau.de/wirtschaft/finanzen/cum-ex-hanno-berger-prozess-bonn-101.html !

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Wir halten schon jetzt jede Wette darauf, dass der Prozess wie das HORNBERGER SCHIESSEN ausgehen wird.

Wir bleibehn am Thema dran und werden weiter dazu berichten.

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

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Am 23. April 2022 findet in Brüssel eine große Solidaritätskundgebung für die Freilassung des JULIAN ASSANGE statt! Kommt bitte ALLE hin!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wie wir als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) erfahren haben, findet für Julian Assange (http://ak-gewerkschafter.com/?s=julian+assange) am 23. April 2022, 14.00 Uhr, in Brüssel eine große Kundgebung für dessen Freilassung statt.

Wir haben den Aufruf dazu nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnis- und Teilnahme auf unsere Homepage gepostet.

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

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Kollege Udo Buchholz informiert für 4 Umweltorganinastionen zu folgendemn Themen: „Neuer Urenco-Report veröffentlicht: Uranfabrik Gronau und Zentrifugenforschung Jülich Gefährdung für Atomausstieg und Frieden / 15. April: Ostermarsch Urananreicherungsanlage Gronau!“

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

soeben haben wir als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) eine Pressemitteilung des Kollegen Udo Buchholz, dem Pressesprecher und Vorstandsmitglied des BBU (http://ak-gewerkschafter.com/?s=udo+buchholz+bbu), für 4 Umweltorganisationen erhalten.

Darin wird zu den folgenden Themen berichtet:

„Neuer Urenco-Report veröffentlicht: Uranfabrik Gronau und Zentrifugenforschung Jülich Gefährdung für Atomausstieg und Frieden / 15. April: Ostermarsch Urananreicherungsanlage Gronau!“

Wir haben die komplette Pressemitteilung nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet und in der Kategorie „ATOMPOLITIK“ (http://ak-gewerkschafter.com/category/atompolitik/) archiviert.

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

(Das Foto zeigt den Foto Ostermarsch in Gronau vom 14.04.2017.)

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Kollege Udo Buchholz informiert:

·Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
·Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
·SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster
·Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)

Kontakte:
Udo Buchholz, AKU Gronau/BBU, Tel. 02562-23125
Matthias Eickhoff, SOFA Münster, Tel. 0176-64699023
Jens Dütting, Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, Tel.
0176-38368325

Gronau/Münster/Bonn, 4. April 2022

Neuer Urenco-Report veröffentlicht:
Uranfabrik Gronau und Zentrifugenforschung Jülich –
„Gefährdung für Atomausstieg und Frieden“
15. April: Ostermarsch Urananreicherungsanlage Gronau

Die Initiative SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster hat in
Zusammenarbeit mit weiteren Anti-Atomkraft-Initiativen eine zweite,
aktualisierte und erweiterte Ausgabe ihres Urenco-Reports
veröffentlicht, der zurückgeht auf eine Sachverständigen-Stellungnahme
letztes Jahr im NRW-Landtag.

Unter der Überschrift „Urananreicherungsanlage Gronau und
Zentrifugenforschung Jülich – Gefährdung für Atomausstieg und Frieden“
geht der Urenco-Report den global verzweigten Geschäften des
deutsch-niederländisch-britischen Urananreicherers Urenco nach. Im Fokus
des 51-seitigen Reports stehen u. a. der problematische Kundenstamm der
Urenco, die Militarisierung der Urananreicherung, die Pläne für neue
Atomreaktoren sowie die ungelöste Atommüllproblematik. Der letzte Punkt
wurde gerade erst wieder durch die Einstellung der Uranmüllexporte von
Gronau nach Russland topaktuell.

Für Karfreitag, 15. April, rufen die Initiativen und Verbände zu einem
Ostermarsch von Anti-Atom- und Friedensbewegung an der
Urananreicherungsanlage Gronau auf. Start ist um 13 Uhr mit einer
Raddemo am Bahnhof Gronau, um 14 Uhr beginnt dann die zentrale
Kundgebung an der Urananreicherungsanlage. Auch aus Enschede und Ochtrup
sind Raddemos nach Gronau angekündigt.

Konkret geht es um Protest gegen den brutalen russischen Angriffskrieg
in der Ukraine und die damit verbundene, neuerliche Gefahr eines
Atomkriegs. Themen sind auch die gefährliche Belieferung ukrainischer
AKW im Kriegsgebiet mit angereichertem Uran von Urenco sowie die
atomaren Expansionspläne der Urenco zum Bau von neuen Atomreaktoren.
Auch die gefährlichen Pläne der Bundesregierung, die nukleare Teilhabe
für Deutschland auszubauen, stoßen auf Ablehnung.

„Mit dem Urenco-Report gibt es anhand öffentlich zugänglicher Quellen
eine umfassende und aktuelle Übersicht über die Tätigkeiten der Urenco.
Das Ergebnis ist erschreckend. Aus vielerlei Gründen ist das
Urananreicherungsgeschäft schlicht unverantwortlich. Für uns lässt sich
daraus nur ableiten, dass die Urananreicherung in Deutschland – und
anderswo – beendet werden muss. Für den umfassenden und internationalen
Atomausstieg und gegen den Krieg in der Ukraine gehen wir am 15. April
mit dem Ostermarsch in Gronau auf die Straße“, erklärte Udo Buchholz vom
Arbeitskreis Umwelt Gronau und Vorstandsmitglied des Bundesverbands
Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU).

Urenco-Report:

https://sofa-ms.de/wp-content/uploads/2022/03/Urenco-Report-Maerz-2022-final.pdf

Ostermarsch-Aufruf:

https://ostermarsch-gronau.de/

Weitere Informationen:

www.sofa-ms.de 

www.bbu-online.de

www.urantransport.de

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Heute veröffentlichen wir den 13. ordentlichen NEWSLETTER 2022 des Kollegen Harald Thomé auf unserer Homepage für Euch!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

soeben hat uns als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) der 13. ordentliche NEWSLETTER  des Kollegen Harald Thomé (http://ak-gewerkschafter.com/?s=harald+thom%C3%A9) erreicht.

  (Foto: Regine Blazevic)     

Wir haben diesen NEWSLETTER zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme und Bedienung auf unsere Homepage gepostet und in den Kategorien „HARTZ IV“ (http://ak-gewerkschafter.com/category/hartz-iv/) und „SOZIALPOLITIK“ (http://ak-gewerkschafter.com/category/sozialpolitik/) archiviert.

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

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Thomé – Newsletter 13/2022 vom 03.04.2022

Liebe Kolleginnen und Kollegen,  sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte vorweg anmerken, dass es mir angesichts der unerträglichen Gräueltaten in der und Bildern aus der Ukraine einfach schwerfällt, hier meinen Newsletter zu schreiben.

Trotz allem aber nun hier dieser Newsletter zu folgenden Themen:

1. Überblick über die aktuellen Rechtsänderungen in Bezug aus das Grundsicherungsrecht
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Ich habe mal hier zusammengestellt, welche Rechtsänderungen und Sozialleistungen es für wen, wann und in welcher Höhe in der aktuellen Situation geben soll.

a. Verlängerung der „vereinfachten Antragstellung“ auf Bewilligungszeiträume, die bis 31. Dez. 2022 beginnen
Das heißt weiterhin: Eingeschränkte Vermögensprüfungen und Angemessenheitsfiktion der Unterkunfts- und Heizkosten, Rechtsgrundlage: § 1 Abs. 1 Nr. VZVV, Infos: https://t1p.de/ioag7

Sofortzuschlags- und Einmalzahlungsgesetz: „Kindersofortzuschlag“ von 20 € monatlich ab Juli 2022
Dies gilt für alle Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 25 Jahre, die Anspruch auf SGB II-, SGB XII-, AsylbLG-Leistungen, Kinderzuschlag, Anspruch auf ergänzende Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem Bundesversorgungsgesetz (BVG) haben oder ohne eigenen Leistungsanspruch in einem SGB II – Haushalt leben. Rechtsgrundlage: § 72 SGB II; § 145 SGB XII; § 16 AsylbLG; § 6a Abs. 2 BKKG; § 88f BVG, Infos: https://t1p.de/lxels

„Einmalzahlung“ für höhere Lebenshaltungskosten in Höhe von 100 € für Juli 22
Corona-Einmalzahlung im Juli 2022 in Höhe von 100 € an SGB II-, SGB XII-, AsylbLG- und BVB- Leistungsbeziehende, aber nur RB-Stufe 1 + 2.
Nach dem „Entlastungspaket“ soll die Einmalzahlung auf 200 € erhöht werden, wann die erhöhte Zahlung erfolgt, ist noch nicht bekannt. Rechtsgrundlage: § 73 SGB II, § 144 SGB XII, § 88d BVG, Infos: https://t1p.de/lxels

b. „Einmaliger Heizkostenzuschuss“ nach dem Heizkostenzuschussgesetz
230 € für Studierende mit BAföG und Azubis mit Ausbildungsbeihilfe/Ausbildungsgeld, sowie Aufstiegsgeförderte (schon verdoppelt entsprechend „Entlastungspaket“)
270 € für Wohngeld-Empfänger, bzw. 350 € für zwei wohngeldberechtigte Personen und 70 € für jede weitere Person (schon verdoppelt entsprechend „Entlastungspaket“)
Rechtsgrundlage: § 1 Abs. 2 HeizkZuschG, § 2 Abs. 2 HeizkZuschG, Infos: https://t1p.de/jl5d1 und Infos zum „Entlastungspaket“: https://t1p.de/f6hcg

Weitere Punkte des „Entlastungspakets“
– Einmaliger Familienzuschuss von 100 Euro pro Kind à Auszahlung über die Kindergeldstelle
– Absenkung der Energiesteuer auf Sprit für drei Monate (Reduktion Benzin 30 Cent, Diesel 14 Cent pro l)
– Drei Monate für nur 9 Euro pro Monat den öffentlichen Nahverkehr nutzen.
– Verdoppelung des Heizkostenzuschusses (siehe à d.)
Infos: https://t1p.de/f6hcg

c. „Sanktionsmoratorium“
Aussetzen der Sanktionen nach § 31, § 31a, § 31b SGB II von vermutlich 5-2022 bis 12-2022, Sanktionen wegen Meldeversäumnissen erfolgen weiter. , Rechtsgrundlage: § 84 SGB II, Infos: https://t1p.de/dhit

Anmerkung: Wir befinden uns in einer in der Schärfe noch nie dagewesenen Kostenexplosion der Lebenshaltungskosten: Das Bundesamt für Statistik hat für März eine Inflationsrate von voraussichtlich 7,3 % geschätzt. Discounter, Supermärkte und auch Drogerien erhöhen ihre Preise drastisch (https://t1p.de/fgg4p), weitere Erhöhungen aufgrund des Ukrainekrieges sind zu erwarten. Um diese Kosten aufzufangen, sind die 2 x 100 EUR = 16,66 EUR im Monat Almosen. Es müssen spürbare Entlastungen und Sofortzuschläge gezahlt werden. 100 EUR im Monat Sofortzuschlag!

2. Existenzsicherung der Ukraineflüchtlinge
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Die Politik diskutiert darüber, die Ukraineflüchtlinge nach drei Monaten AsylbLG- Grundleistungen ins SGB II einordnen zu wollen. Materiell macht das einen sehr großen Geldunterschied: eine Alleinstehende oder Alleinerziehende AsylbLG-Grundleistungsbeziehende bekommt 367 EUR Regelleistung. Im SGB II würde sie 449 EUR, also 82 EUR mehr erhalten. Im SGB II gibt es eine echte Krankenkasse mir Karte, in den AsylbLG nur Betteln nach einem Behandlungsschein beim Sozialamt.
Zur Diskussion: https://t1p.de/otq2m

Anmerkung: Grundsätzlich ist die Aufnahme der Ukraine Geflüchteten ins SGB II zu begrüßen. Zunächst rein pragmatisch: die Sozialämter werden gar nicht in der Lage sein, werden, die ganzen Menschenmengen zu handhaben. Den Ukrainer*innen wird der Arbeitsmarktzugang gewährt, dann soll ihnen auch die Leistung mit Arbeitsmarktzugang zuerkannt werden. Und als Letztes wäre dies die einmalige Chance ein für alle Mal das menschenunwürdige und diskriminierende AsylbLG abzuschaffen.

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3. Handreichung: Teilhabeleistungen, Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe und Leistungen zur Pflege für Personen aus der Ukraine
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4. Versicherungsschutz für ukrainische Fahrzeuge und Geltung ukrainischer Führerscheine in Deutschland
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Die Flüchtlingsberatungsstelle des evangelischen Kirchenkreises Minden hat eine hilfreiche Arbeitshilfe zu Fragen des Versicherungsschutzes für in der Ukraine zugelassene KFZ und zur Geltung des ukrainischen Führerscheins erstellt, diese gibt es hier zum Download: https://t1p.de/b11bs

5. Infos BA: Übersicht über die Sprachförderangebote des BAMF für Geflüchtete aus der Ukraine
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Dann noch eine Übersicht über Sprachförderangebote für Geflüchteten aus der Ukraine, Download: https://t1p.de/8uey

6. SG Freiburg: Coronazuschlag steht allen Pflegeheimbewohnern zu, die Unterstützung vom Sozialamt erhalten
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Auch Bewohner und Bewohnerinnen von Pflegeheimen und anderen vollstationären Einrichtungen, die Sozialhilfe nur für die ungedeckten Pflegeheimkosten beziehen, haben Anspruch auf die im Mai 2021 fällige Einmalzahlung von 150 € aus Anlass der COVID-19-Pandemie. Das hat die 9. Kammer des Sozialgerichts Freiburg mit Urteil vom 22. März  2322_21ano.pdf entschieden.
Dazu ein Interview und das Urteil in Radio Dreieckland mit dem urteilenden Richter und dem Anwalt des im Pflegeheim befindlichen Klägers. Weiter auf der Seite von Radio Dreieckland: https://t1p.de/fbihr , hier auch noch mal auf der Seite des vertretenden  Anwalts: https://t1p.de/te8rj

Anmerkung: Diese Entscheidung dürfte richtungsweisend für sehr viele SGB II und SGB XII-Leistungsbeziehende in stationären Einrichtungen sein, sei es Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe, für Suchtkranke oder auch Taschengeldbeziehende in JVAen.
Diese dürften alle rückwirkend einen Anspruch für 2021 haben, wenn sie diesen dieses Jahr noch geltend machen. In Bezug auf die Leistungen nach dem 3. Kapitel des SGB XII (Sozialhilfe) bedarf es im Normalfall, um eine vorherige Kenntnis der Behörde um einen Bedarf auszulösen, da es sich hier aber um eine gesetzlich bestimmte Leistung handelt, ist für Menschen im laufenden Leistungsbezug auch ohne extra Antrag/Kenntnis im Sinne von § 18, 1 SGB XII die rückwirkende Geltendmachung möglich. Diese Regelung ist natürlich auch auf die Coronazuschläge im Jahr 2022 anzuwenden.  

7. Rechtsschutz gegen wöchentliche Auszahlung von AsylbLG-Leistungen
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Das SG Hildesheim hat mit Beschluss vom 23.03.2022 (S 42 AY 4008/22 ER) klargestellt, dass eine Verfügung, nach der die Betroffene soll wöchentlich beim Amt vorsprechen, um dann wochenweise seine Leistungen zu erhalten, einen eigenständig angreifbaren Verwaltungsakt darstellt. Widerspruch und Klage dagegen haben also aufschiebende Wirkung, so dass für die Dauer des Verfahrens die Leistungen weiter monatsweise auszuzahlen sind.

Das AsylbLG sagt wenig zur Frage der Leistungszeiträume – aus dem Gesetz ergeben sich aber ausreichend Anhaltspunkte, dass grundsätzlich monatsweise zu bewilligen ist, es sei denn die Leistungsvoraussetzungen beginnen erst im laufenden Monat:

– § 3 Abs. 5 S. 2 AsylbLG: Stehen die Leistungen nicht für einen vollen Monat zu, wird die Leistung anteilig erbracht;

– § 3a AsylbLG: Darstellung monatlicher Leistungsbeträge

– § 7 Abs. 3 AsylbLG: monatsweise Anrechnung von Einkommen

Die Verfügung von wochenweisen Leistungen dürfte daher regelmäßig rechtswidrig sein – eine tragfähige Begründung, die sehr detailliert sein müsste, ist kaum denkbar.  Link: https://t1p.de/rtyf 

Weitere Infos aus diesem Thomé-NEWSLETTER inklusive Impressum könnt Ihr nach dem Klick auf den hier stehenden Link aufrufen und nachlesen.

> https://www.tacheles-sozialhilfe.de/newsticker/thome-newsletter-14-2022-vom-03-04-2022.html !

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Unsere BÜNDNISDEMO inmitten der CORONA HYSTERIE gegen die IMPFPFLICHT vom 02.04.2022 hier in Aachen war wieder einmal unübersehbar und somit erfolgreich!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

unsere Bündnisdemonstration gegen die Impfpflicht vom 02. April 2022, zu der wir mit Beitrag vom 28. März 2022 aufgerufen hatten (http://ak-gewerkschafter.com/wir-rufen-zur-teilnahme-an-der-weiteren-antiimpfpflicht-demonstration-unseres-buennisses-gegen-die-impfpflicht-fuer-samstag-02-04-2022-hier-in-aachen-auf/), war wieder einmal unübersehbar und somit erfolgreich!

Diese Demonstration war wohl auch deshalb so wichtig, weil zu befürchten steht, dass doch viele Menschen auf die leeren Versprechungen der Politik hereinfallen werden und glauben, dass ab dem 02. April 2022 die demokratieabbauenden und die Freiheitsrechte einschränkenden Maßnahmen obsolet sein werden.

IMPFPFLICHT 

Am Versammlungsort konnten wir gegen 15.15 Uhr 350 Demonstrant/Innen registrieren, die nach einer guten und knackigen Rede mit kultureller Umrahmung zum bis dato straßenkilometermäßigen längsten Demonstrationszug aufbrachen.

Dieser führte über den Hansemannplatz bis zum Ostviertel. Anschließend ging es über die Normaluhr zum Hauptbahnhof, wo eine Kundgebung mit Rede zum Thema Impfpflichtproblematik und Corona-Restriktionen stattfand.

Nach dieser Kundgebung ging es über das Marschiertor zum Elisenbrunnen, von da aus über den Münsterplatz zum Aachener Marktplatz, wo eine weitere Kundgebung stattfand. Danach führte der Demonstrationsweg über die Großkölnstraße zum Bushof und von da aus zurück zur Monheimsallee.

Etlichen Demonstrantinnen war dieser Demonstrationsweg einfach zu weit, so dass etliche unterwegs aussteigen mussten, was wir vom AK als bedauerlich empfinden.

Vertreterinnen und/oder Vertreter der Aachener Presse wurden unsererseits nicht gesichtet. Ob dennoch eine Randnotiz über die Demo in deren Zeitungsausgaben

am Montag, den 04.04.2022, erscheinen wird, bleibt abzuwarten.

Veranstalter: Bündnis „NEIN zur Impfpflicht

‚Aachener für eine menschliche Zukunft‘, ‚Querdenken 241 Aachen‘, ‚Freie Linke Aachen‘ und ‚Arbeitskreis Gewerkschafter/Innen Aachen‘.

Gerne posten wir weitere Stellungnahmen, Links, Fotos, Video und Beiträge in diesen Beitrag.

Weitere Berichte über diese Demonstration findet Ihr hier:

FREIHEIT + DEMOKRATIE

Die Würde des Menschen ist unantastbar

> https://freiheitdemo.wordpress.com/2022/04/02/2022-04-02-demo-in-aachen-gegen-impfzwang/ !

> https://kraz-ac.de/demo-gegen-impfpflicht-2-8200 !

Der Ergänzungsbericht unseres AK-BÜNDNISDELEGIERTEN Dr. Paul Michels (http://ak-gewerkschafter.com/?s=paul+michels) ist an dieser Stelle veröffentlicht: 

Die zwölfte Demonstration gegen das Coronachaos und gegen die angedrohte Impfpflicht begann am Eurogress im Kurpark an der Monheimsallee. Es hatte die Nacht geschneit, der Schnee lag noch auf den Autos und es war kalt. Trotzdem hatten sich 250 Menschen eingefunden. Wenn man´s so nimmt – ein Erfolg! Wir hatten schon mal eine Demonstration mit 7 km gemacht, wollten diesen Rekord aber nicht unbedingt brechen. Es sollten 5 km werden. Das war für einige ältere Teilnehmer nicht akzeptabel. Sie erklärten, nicht den ganzen Weg mitgehen zu wollen. Verständlich!

Die Route war so gewählt, dass der Zug die Arbeiterviertel, die bewohnten Viertel und möglichst wenig Geschäfts- und Bankenviertel durchlief.

So hatten wir viele winkende Kinderhände mit den zugehörigen Erwachsenen und andere freundliche Reaktionen erlebt. Bei einem so umstrittenen Thema blieb das Gegenteil nicht aus.

Aber wer von uns ließ sich dadurch schrecken?

Immerhin hatte jede, hatte jeder von uns das in den Straßen Aachens schon gesehen. Erstaunlich ist, daß derlei Bekundungen nicht viel häufiger auftreten bei der unglaublichen – man darf wohl sagen „Hetze“ -,  die unsachlicher Weise von oben und von unseren verirrten „Freundinnen“ und „Freunden“ über unsere Auffassungen ausgeschüttet  werden.

Es gab keine Zwischenfälle und wir hatten mit der Bereitschaftspolizei eine aufmerksame und korrekte Begleitung.

Das Bündnis hatte bei seiner Vorbesprechung großen Wert auf Zwischenkundgebungen gelegt. Sie fanden am Bahnhof und am Markt statt.

Am Markt ließ Ansgar Klein mit seiner Rede die Bombe platzen. Er hatte eine Expertise ausgegraben, die (nach einer bis heute noch nicht erfolgten Einführung der Impfpflicht) dem Gesetzgeber und der Regierung Ratschläge zur Sanktionierung geben sollte.

Das heißt, dass Menschen, die sich nicht haben impfen lassen, mit Strafen zu rechnen haben. Die Autor/innen der Expertise scheinen bei einem anderen Deutschland als dem heutigen in die Lehre gegangen zu sein, denn sie schlugen vor, bei Fällen von offensichtlicher Verweigerung der Impfung ein Zwangsgeld bzw. eine Strafe in Höhe von bis zu 25.000 Euro zu verhängen. (Oder hat der Druckfehlerteufel hier ein paar Nullen hinzugefügt?) Bei Fortsetzung sollten dann in der Folge weitere Beträge verhängt werden können. Es scheuten sich die Autor/innen nicht, tatsächlich Ersatzhaft ins Spiel zu bringen, die sie mit 5 Jahren bezifferten.

Was haben wir eigentlich für ein Klima in einer Republik, das es solchen „Autor/innen“ ermöglicht, drakonische, völlig überzogene Repressionen vorzuschlagen?

Es bleibt noch, von den guten Taten des bekannten Corona-Musiktrios bei den Zwischenkundgebungen zu berichten. Die gespielten Stücke kamen gut an und wurden breit mitgesungen.

Außerdem trat mit „La Familia“ eine Rapper-Gruppe auf, die fortlaufend und ohne auf Zwischenkundgebungen zu warten die Passant/innen mit einer rollenden Lautsprecherbox auf den Verlust an Demokratie und Freiheit durch die Coronapolitik der Regierung aufmerksam machten. An der deftigen Wortwahl störte sich niemand. Ist ja so beim Rapp.

Vergleicht man dieses organisierte und legale Auftreten mit den Anfängen unserer Proteste in Aachen, wo unser „Coronachor“ durch die halbe Stadt gejagt wurde, ist klar, was wir für enorme Fortschritte gemacht haben.

Unsere keineswegs letzte Demonstration fand ihren Abschluss mit Tanz und Musik und mit unserem Freiheitslied im Kurgarten. Der AK hat sich mit seinen Mitgliedern an der Demonstration beteiligt. Uns freut vor allem, daß der große Anteil der arbeitenden Menschen an unserer Demonstration alle üblen Verleumdungen Lügen straft.

In den Reden wurde mehrfach auf die anstehenden Lesungen der Gesetze zur Impfpflicht hingewiesen. Die nächste am 7.4.! Wir bitten alle ganz herzlich, sich für Kundgebungen und Demonstrationen bereit zu halten.

Den Herrschenden, insbesondere der Ampel und der Pharmaindustrie können wir ihre Anschläge auf die Bevölkerung auf keinen Fall durchgehen lassen!

gez. Paul Michels

Ganz besonders empfehlen wir Euch auch den Klick auf den nachstehenden Link, der unseren Beitrag vom 25. März 2020 (!) aufblättert.

> http://ak-gewerkschafter.com/leider-haben-wir-recht-behalten-und-kommen-zurueck-auf-unseren-beitrag-vom-25-03-2020-mit-dem-titel-die-corona-hysterie-und-wie-sagt-es-der-us-grossinvestor-bill-ackmann-die-hoelle-wird-komm/ !

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

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Leider haben wir Recht behalten und kommen zurück auf unseren Beitrag vom 25.03.2020 mit dem Titel: „Die CORONA-HYSTERIE und wie sagt es der US-Großinvestor Bill Ackmann: ´Die Hölle wird kommen!´/ Und als AK prognostizieren wir die schwerste Finanzkrise aller Zeiten!“

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

heute halten wir es als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) für geboten, im Rahmen der CORONA-HYSTERIE (http://ak-gewerkschafter.com/?s=corona), die auch nach dem 02. April 2022 am Leben gehalten wird, auf unseren Beitrag „Die CORONA-HYSTERIE und wie sagt es der US-Großinvestor Bill Ackmann: ´Die Hölle wird kommen!´/ Und als AK prognostizieren wir die schwerste Finanzkrise aller Zeiten!“ vom 25. März 2020 zurückzukommen.

Wie schreibt es das

Samstag, 2. April 2022

Die EZB steht bei der Inflation vor einer Operation am offenen Herzen

Geld- und Finanzpolitik können die Krisenkosten nur umverteilen, nicht wegzaubern. Die EZB muss klar kommunizieren und ihre Glaubwürdigkeit stärken.

Europäische Zentralbank Die Inflationsrate im Euro-Raum ist im März um 7,5 Prozent gestiegen. (Foto: dpa)

Irgendwer zahlt immer. Es wäre eine Illusion zu glauben, die Welt könnte die drei großen K – Krankheit, Krieg und Klimawandel – bewältigen, ohne dass es etwas kostet. Je nachdem, wie die Geld- und Finanzpolitik funktionieren, entscheidet sich, wer diese Kosten wann zu tragen hat. Aber es wäre naiv zu glauben, sie ließen sich mit der „richtigen“ oder besonders „entschiedener“ Politik einfach wegzaubern.

Die hohe Inflation von 7,5 Prozent im Euro-Raum ist die Rechnung für die ersten beiden Krisen: Corona und Krieg. Wenn Energiepreise steigen und Vorprodukte für die Industrie in China nicht produziert oder von dort aus nicht transportiert werden können, erzeugt das Knappheit.

Die Preise tun jetzt das, wozu sie in einer Marktwirtschaft da sind: Sie zeigen diese Knappheit an. Natürlich können die Europäische Zentralbank (EZB) und die Regierungen Einfluss auf das Geschehen nehmen. Aber damit verteilen sie im Endeffekt die Kosten nur um. Dabei ist zu beachten: Wenn die Regierung Energiepreise subventioniert, stärkt sie die Nachfrage und trägt damit zur Inflation bei.

Mehr dazu nach dem Klick auf den hier stehenden Link.

> https://www.handelsblatt.com/meinung/kommentare/kommentar-die-ezb-steht-bei-der-inflation-vor-einer-operation-am-offenen-herzen/28220030.html !

Leider haben wir Recht behalten, denn die CORONA-HYSTERIE hat für eine Verkleisterung gesorgt, von der man sagen kann, dass wir alle verarscht wurden und weiter verarscht werden.

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator- Nachstehende Infos überstellte uns der Kollege Heinz-J. Kaltenbach (http://ak-gewerkschafter.com/?s=kaltenbach). Die passen wunderbar in den Beitrag!

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UND HIER UNSER BEITRAG VOM 25. MÄRZ 2020!

 
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) haben wir bekanntlich eine sehr differenzierte Haltung zur sogenannten COVID-19-PANDEMIE, wie Ihr es durch den Klick auf den nachstehenden Link aufrufen und nachlesen könnt.
 
 
Diese Hysterie im real existierenden Kapitalismus läutet die nächste und durchschlagende Finanzkrise (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/finanzkrise/) ein.
 
Die wird dann nicht als dem Kapitalismus innewohnend deklariert, sondern einzig und alleine dem COVID-19 zugeschrieben.
 
Die Frage, wie wir als AK darauf kommen, beantworten wir wie folgt:
 
Wie sagte es der US-Großinvestor Bill Ackman (https://de.wikipedia.org/wiki/Bill_Ackman) jüngst in aller Öffentlichkeit:
 

„Die Hölle wird kommen!“

Und William Albert Ackman, meistens nur Bill Ackman genannt, ist ein amerikanischer Hedgefonds-Manager. Er sieht sich selbst als aktivistischer Investor, und jetzt treibt ihn die Angst um!
 
Er meint, dass Firmen unbedingt und sofort ihre Kreditlinien voll ausschöpfen müssten. Das Hotel- und Gaststättengewerbe geht aus seiner Sich direkt pleite. Das sind dann nicht nur die kleinen Eckkneipen, sondern auch größere Restaurants und Mega-Hotel-Ketten, die baden gehen werden.
 
Der Monopolkapitalismus wird ohne seine „Reparaturwerkstatt STAAT“ zertrümmert werden.
Der staatsmonopolistische Kapitalismus wird jetzt voll ausgeschöpft werden, wodurch das Volksvermögen sich rapide verringern wird.
 
Nicht nur Ackman, sondern auch wir sind der vollen Überzeigung, dass die USA in eine der schwersten Rezessionen steuern wird, was die gesamten restlichen Staaten dieser Welt, die sozioökomisch dem Kapitalismus frönen, mitreißen wird!
 
Goldman Sachs (https://www.goldmansachs.com/worldwide/germany/ und https://www.goldmansachs.com/) rechnet alleine mit einem Einbruch der Wirtschaft um 30 Prozent bereits im zweiten Quartal des laufenden Jahres.
 
Das wird alleine in den USA eine Arbeitslosenquote ebenfalls um die 30 Prozent nach sich ziehen.
 
Hierbei beziehen wir uns auf die Befürchtungen des James Bullard. Und James Brian Bullard ist der Chief Executive Officer und 12. Präsident der Federal Reserve Bank von St. Louis, Positionen, die er seit 2008 innehat. Derzeit hat er eine Amtszeit, die am 1. März 2016 begann.(https://www.finanzen100.de/finanznachrichten/boerse/corona-macht-erst-angst-dann-arm-bald-werden-wir-die-krise-auf-unseren-konten-spueren_H17438750_11805938/)!
 
Und anders als die Finanzkrise aus 2008, die von den Finanzmärkten bzw. den Banken ausging, wird es diesmal so sein, dass die Banken in USA und international (ganz besonders die EUROPÄISCHE ZENTRALBANK) mitgerissen werden.
 
Die Banken stellen jetzt der Wirtschaft unermessliche Kreditsummen zur Verfügung, um die heraufziehende Finanzkrise abwenden zu können.
 
Die Zentralbank Federal Reserve (https://de.wikipedia.org/wiki/Federal_Reserve_Bank_of_New_York) hat die Leitzinsen bis an die sogenannte „NULLINIE“ gefahren.
 
Ausserdem hat sie jetzt schon sogenannte „NOTFALLPROGRAMME aufgelegt, um bitter notwengige Liqidität zu erzeugen.
 
Börsenanleger sind hier strikt dagegen und es findet momentan der große Börsenausverkauf statt (https://www.boerse-online.de/nachrichten/ressort/maerkte/dax-ausblick-stochern-im-nebel-wann-endet-der-boersen-ausverkauf-1029008730)!
 
Da nutzt auch die vage Aussage der US-Finanzaufseher nichts, die da lautet, der Bankensektor sei heute besser aufgestellt, als das vor zehn Jahren noch der Fall gewesen sei!
 
Als AK sind wir der Meinung, dass die derzeitige und derzeit geplante Kreditvergabe auch wieder die Risiken einer „Blase“ beinhalten, denn es wird auch für die Zukunft in einer Rezession bzw. einer Baisse mit der Rückfinanzierung selbiger äusserst schwierig!
 
Und wenn der Finanzsektor in das Wanken gerät oder gar wegbricht, was anzunehmen ist, verschärft sich die sozioökonomische Krise um ein Vielfaches!
 
Das wird dann Auswirkungen auf die Währungen der Welt haben, was Inflationen nach sich ziehen wird.
 
                             
 
Wir prognostizieren an dieser Stelle jetzt schon:
 
„ÜBER KURZ ODER LANG IST DER KAPITALISMUS EIN TOTER MANN!“
 
 

 

https://www.youtube.com/watch?v=ITXfSELC0w8&feature=youtu.be

> https://www.n-tv.de/wirtschaft/Schaeuble-sieht-den-Euro-in-Gefahr-article21767432.html !

 
Wir bleiben am Thema dran und werden fortlaufend weiter dazu berichten!
 
Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-
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Kollege Laurenz Nurk hat uns seinen 1. April-Newsletter 2022 des GEWERKSCHAFTSFORUMS zukommen lassen!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) haben wir einen weiteren aktuellen NEWSLETTER aus 2022 des Kollegen Laurenz Nurk (http://ak-gewerkschafter.com/?s=laurenz+nurk) vom GEWERKSCHAFTSFORUM erhalten.

Wir haben selbigen nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet und in der Kategorie „GEWERKSCHAFTSARBEIT“(http://ak-gewerkschafter.com/category/gewerkschaftsarbeit/) archiviert.

Dem Kollegen Nurk gebührt wieder ein herzliches Dankeschön für seine ehrenamtliche Arbeit.

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

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Kollege Laurenz Nurk informiert:

Ein Forum für Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, die etwas zu sagen haben

 
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
wir möchten euch auf neue Artikel auf https://gewerkschaftsforum.de/ aufmerksam machen:
 

Demnächst wird wieder über Kriegskredite abgestimmt – Eine Zerreißprobe für die SPD?

Bei vielen SPD-Mitgliedern schlug das wie ein Blitz aus heiterem Himmel ein, als Bundeskanzler Scholz am Sonntag dem 27.02 2022 im Bundestag eine Zeitenwende verkündete.
Damit meinte er eher eine politische 180-Grad-Wende: Deutschland will nun Waffen an die Ukraine liefern und unterstützt harte Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Vor allem aber will Olaf Scholz ein Sondervermögen von 100 Milliarden Euro für die Aufrüstung bilden, das im Grundgesetz verankert werden soll und wie schon lange von den USA gefordert, dauerhafte Rüstungsausgaben von über zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts pro Jahr bereitstellen.
Besonders die älteren SPD-Mitglieder, das sind vielfach Menschen, die noch die Parteischulungen engagiert mitgemacht haben und die Parteigeschichte aus dem Effeff aufsagen können, wollten es nicht wahrhaben, was sie hörten. Hatten sie doch sofort Kaiser Wilhelm vor Augen, der bei Kriegsbeginn 1914 keine Parteien mehr kannte, sondern nur noch Deutsche und erinnerten sich an den mutigen Karl Liebknecht, der als SPD-Reichstagsabgeordneter gegen die Kriegskredite stimmte und dafür in seinem weiteren kurzen Leben schlimm büßen musste.
So waren es auch die älteren Parteimitglieder, die sich als erste gegen das Vorhaben der Turbohochrüstung aussprachen.  weiterlesen 
 
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Die Ausbeutung von Wanderarbeitern in Deutschland

Von Ludger Fittkau
Armut hat viele Gesichter. Ausbeutung auch. Und es gibt sie auch in einem reichen Land wie Deutschland. Betroffene schildern, wie ihnen grundlegende Rechte vorenthalten werden. Und wie im Ernstfall keiner etwas davon wissen will.
Die Datenlage ist schwierig. Wie viele Millionen Menschen in Europa ihr Land verlassen, um in einem anderen Land zu arbeiten, ist schwer zu erfassen. In der Pandemie kehrten zudem viele Wanderarbeitende gezwungenermaßen zurück in ihre Heimatländer. Eines aber lässt sich sagen: Die Lebens- und Arbeitsbedingungen sind oft schlecht.
Schon vor vielen Jahren schrieb die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung, dass auch in Deutschland europäische Werte von sozialer Absicherung und menschenwürdiger Unterkunft mit Füßen getreten würden. Hat sich daran bis heute etwas geändert? weiterlesen 
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Neue Töne von den Tafeln: „ Bürgerschaftliches Engagement darf nicht dazu dienen, staatliches Versagen zu kaschieren“

Im Interview mit der Junge Welt schlug Jochen Brühl, Vorstand der Tafel Deutschland e.V. neue Töne an. Er sagte: „Bürgerschaftliches Engagement darf nicht dazu dienen, staatliches Versagen zu kaschieren. Mit Minijobs oder Niedriglohn klappt es nicht, gesellschaftlich teilzuhaben, auch wenn letzterer jetzt zwölf Euro betragen soll. Wir fordern statt dessen 100 Euro Zuschuss pro Monat. Auch Regelsätze und Sozialleistungen müssen angehoben werden. Die Versorgung der Menschen ist Aufgabe des Staates. Wir von den Tafeln unterstützen nur, wir sind keine Existenzhilfe. Unser Anliegen ist es, kurzfristig in Not geratene Menschen zu unterstützen.“
So ein Statement war von den Tafeln bisher nie zu hören. Vielleich ist das Umdenken der aktuellen Lage bei den Tafeln geschuldet, bei der die Preissteigerungen zur Belastungsprobe werden.
Das Umdenken über das staatliche Versagen in der Sozialpolitik kommt spät, aber es kommt.  weiterlesen 
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Informationsstelle Militarisierung (IMI): Sonderseite Ukraine-Krieg

„Die Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V. arbeitet seit 1996 in einem breiten Spektrum friedenspolitischer Themen mit einem starken Fokus auf Deutschland und seine Rolle in der Welt.
Als gemeinnütziger Verein ist es unser Ziel mit unseren Analysen und Informationen einen Beitrag zur Völkerverständigung zu leisten. Wir verstehen uns dabei als ein Mittler zwischen der Friedensbewegung und der wissenschaftlichen Bearbeitung von Konflikten und Konfliktkonstellationen durch die Wissenschaft.
Die Informationsstelle gibt die Internet-Zeitschrift IMI-List heraus, die wichtige Ereignisse zeitnah kommentiert und auf aktuelle Texte und Informationen verweist. „
Aktuell ist eine neue Sonderseite zum Krieg in der Ukraine erschienen: weiterlesen 
 
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Antiziganismus – der vergessene Rassismus

Vorurteile und Rassismus gegen Sinti und Roma sind in Deutschland keine Ausnahme, sondern Alltag, wie die WDR-Sendung „Die letzte Instanz“ am 29. Januar 2021  verdeutlichte. Der Aniziganismus, wie dies genannt wird, hat in Deutschland eine mörderische Tradition. Die Art der Artikulation des Antiziganismus hat sich geändert, das Phänomen ist geblieben.
Antiziganismus ist somit kein neues Phänomen, sondern hat eine historische Tradition. Er greift heute, anders als in der Vergangenheit, maßgeblich auf vermeintliche kulturelle Eigenschaften zurück.
Während früher bei denjenigen, die antiziganistischen Rassismus verbreiteten, von „Zigeunern“ geredet wurde, so wurde dies heute selbst bei denen am rechten Rand durch das Wort Roma ersetzt. „Selbst ewig gestrige Organisationen wie die NPD haben die semantische Verschiebung längst vollzogen“, schreibt Wolfgang Stender: „Geld für die Oma statt für Sinti und Roma“ lautet ihr Wahlkampfslogan. Ähnlich bei „pro NRW“, die plakatieren ließen: „Heimatliebe statt Roma-Diebe“. In diesen Wahlslogans von Rechtsaußen wird zugleich auch deutlich, mit welchen Stereotypen gearbeitet wird.  weiterlesen 
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Das Vorbild Jugoslawien – Von der Krajina zu Donezk und Lugansk

Von Andreas Wehr
Der Krieg um die Ukraine folgt dem Konflikt um das zerfallende Jugoslawien – doch diesmal könnte es anders kommen als in den neunziger Jahren.
Am 25. Juni 1991 erklärten sich die jugoslawischen Republiken Slowenien und Kroatien für unabhängig. Die internationale Staatengemeinde erkannte sie aber nicht an. Sie drängte vielmehr auf eine gesamtjugoslawische Lösung für den Konflikt auf dem Balkan. Befürchtet wurde ein Bürgerkrieg. Und so kam es denn auch. Bereits am 26. Juni 1991 griff die Armee Jugoslawiens (JNA) in Slowenien ein. Von Belgrad aus starteten MiG-29-Jagdflugzeuge und beschossen den Flughafen von Ljubljana. Panzer tauchten an der österreichisch-jugoslawischen Grenze auf. Nach zehn Tagen Krieg konnte zwar dieser Konflikt durch einen international vermittelten Waffenstillstand beendet werden, doch auch um Kroatien wurde bald gekämpft, und dieser Krieg konnte nicht mehr gestoppt werden.  weiterlesen 
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Frauenpower: Der einzigartige Arbeitskampf im Sozial- und Erziehungsdienst im Jahr 2015 – Ein Rück- und Ausblick

Fast schon 7 Jahre ist es her, dass der einzigartige Arbeitskampf im Sozial- und Erziehungsdienst im Jahr 2015 zu Ende ging. Mehrmals wurde der folgende Arbeitskampf zur Aufwertung, auch wegen der Corona-Pandemie, verschoben.
Doch nun ist die erste Verhandlungsrunde gestartet.
Die Tarifrunde der Sozial- und Erziehungsdienste soll deutlich über die klassischen Forderungen einer Gehaltsrunde hinausgehen und hat eine wichtige gesellschaftliche Komponente: Sie soll den Beschäftigten, die in der Sozial- und Erziehungsarbeit unter oft widrigen Bedingungen den Laden am Laufen halten, bessere Arbeitsbedingungen und ein Einkommen ermöglichen, das eine gute Lebensgestaltung und eine ausreichende Rente sichert. Damit soll der Fachkräftemangel in den Sozial- und Erziehungsberufen abnehmen und die Dauersorgekrise im System beendet werden. Darüber hinaus geht es aber auch um eine Aufwertung der typisch weiblichen Sorgearbeit, die zwar unverzichtbar ist, aber strukturell geringgeschätzt wird.
Ob die Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) so viel Frauenpower wie im Jahr 2015 zulässt, darf bezweifelt werden. Die Gewerkschaft hat schon vorgesorgt und mit der Einführung  von „Tarifbotschaftern“ und dem Wegfall der kraftvollen Streik-Delegierten-Konferenzen, als gutes Beispiel für Partizipation der Beschäftigten im Arbeitskampf, still und leise innergewerkschaftliche Demokratiestrukturen einfach abgeschafft und damit in der anstehenden Auseinandersetzung die Entscheidungsmacht den Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst entzogen.
Gerade deshalb lassen wir hier noch einmal den Arbeitskampf der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst Revue passieren, wollen die Erfahrungen aus dem Arbeitskampf 2015 aufzeigen und die Kritikpunkte benennen. 
 
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Abkehr vom „Sanktionsmoratorium“ – Bundesregierung beschließt Fortführung der überwiegenden Zahl der Sanktionen in der Grundsicherung

Von Der Paritätische
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat Ende Februar 2022 einen Referentenentwurf für das in der Koalitionsvereinbarung der Bundesregierung vereinbarte Sanktionsmoratorium vorgelegt. Der Entwurf des Ministeriums sah vor, die geltenden Sanktionsregelungen bis zum Jahresende 2022 befristet außer Kraft zu setzen.
In der Sitzung des Bundeskabinetts am 15. März 2022 hat die Bundesregierung dagegen nun einen wesentlich veränderten Gesetzentwurf verabschiedet, der die Sanktionen gerade nicht abschafft, sondern die weit überwiegende Zahl beibehält.  weiterlesen 
 
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Der ver.di-Vorsitzende ist absolut dafür, jetzt ein Sondervermögen zu schaffen

In einem Interview zum Krieg in der Ukraine und die Folgen für Deutschland und Europa nimmt der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke eine widersprüchliche Position ein. Zum einen lehnt er als „ideologisch getriebene Festlegung“ es ab, dass langfristig jährlich mindestens 2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts militärischen Zwecken dienen soll, dagegen bezeichnet er das 100 Milliarden Sondervermögen als „vermutlich nicht ausreichend“. Er sagt: „Ich bin absolut dafür, jetzt ein Sondervermögen zu schaffen. Übersetzt heißt das ja nichts anderes, als dass der Staat in diesem Jahr zusätzliche Kredite aufnimmt, um Reserven angesichts des Krieges in der Ukraine zu bilden. Das ist notwendig und 100 Milliarden Euro werden vermutlich bei weitem nicht reichen. Ich sehe allerdings die dringlichsten Handlungsbedarfe nicht bei den Ausrüstungsdefiziten in der Bundeswehr“.  weiterlesen 
 
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„Ihr seid schuld“ – Impfpflicht: Wie Kommunikation entgleist und Sündenböcke herbeigeredet werden

Von Elisabeth Voss
Ab heute gilt die einrichtungsbezogene Corona-Impfpflicht. Bis zum 15. März 2022 waren alle Beschäftigten von Kliniken, Pflegeheimen, ärztlichen Praxen, Rettungs- und Pflegediensten und ähnlichen Einrichtungen verpflichtet, einen Impf- oder Genesenennachweis vorzulegen, oder ein Attest, dass sie nicht geimpft werden können. Eine entsprechende Erweiterung des Infektionsschutzgesetzes wurde am 10. Dezember 2021 von Bundestag und Bundesrat beschlossen und gilt bis Ende 2022.
In der Gesetzesbegründung heißt es, dem „Personal in Gesundheitsberufen und Pflegeberufen komme eine besondere Verantwortung zu, da es intensiven und engen Kontakt zu Personengruppen mit einem hohen Infektionsrisiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf habe… Ein verlässlicher Schutz vor dem Coronavirus durch eine sehr hohe Impfquote beim Personal in diesen Berufen sei wichtig.“
Einen Eilantrag gegen die Impfpflicht hat das Bundesverfassungsgericht am 10. Februar abgelehnt: weiterlesen 
 
Von Zeit zu Zeit erheben die 4 großen Wohlfahrtsunternehmen, die Arbeiterwohlfahrt (AWO), der Deutsche Caritasverband (DC), das Diakonische Werk (DW) und der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband (Paritätische) die Stimme zu den Auswirkungen der Hartz-IV-Gesetzgebung und prekären Beschäftigung und fordern Verbesserungen. In ihren eigenen Unternehmen nutzen sie allerdings die unmenschlichen Bedingungen für ihre Beschäftigten aus, um den Profit zu sichern. Gleichzeitig unterbinden sie jegliche Gegenwehr, Selbstorganisation oder gewerkschaftliche Organisierung der Beschäftigten in ihren Reihen.  weiterlesen 
 
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Von Suitbert Cechura
Seit Putins Angriff auf die Ukraine ist das Erschrecken über den Krieg überall zu spüren, führt aber zu einer merkwürdigen Konsequenz: Frieden schaffen mit noch mehr Waffen!
Gegen einen Krieg zu sein ist eine Sache, die fast eine Banalität darstellt. Denn wer will schon das systematische Töten anderer, wildfremder Leute und die Zerstörung aller möglichen Lebensbedingungen? Was sollte auch der hiesige Herr Meier gegen Herrn Rabotnik in Russland oder Herr Rabotnik gegen Herrn Uljanow in der Ukraine haben?
In der wunderbaren Welt der globalisierten Marktwirtschaft, die jetzt auch im ehemaligen „Ostblock“ gilt, ist eins über alle Grenzen hinweg fürs nationale Fußvolk ja klargestellt: Es kann in Freiheit arbeiten gehen – so es denn Zugang zum kostbaren Gut „Arbeitsplatz“ findet –, niemand zwingt es dazu, außer dem ordinären Geldmangel natürlich, den jeder Lohnabhängige kennt.
Feindschaft könnte da lediglich aus dem Arbeitsverhältnis entstehen, denn schließlich will der Arbeitgeber wenig an Lohn zahlen und viel an Leistung einkassieren. Gegnerschaft könnte sich auch zwischen Mietern und Vermietern ergeben, zwischen verschuldeten Hausbesitzern und Banken, die sie auf die Straße setzen usw. usf. – das freie Konkurrieren um den Gelderwerb kennt eben zahlreiche Gegensätze, auf die in letzter Instanz ein umfangreicher innerstaatlicher Gewaltapparat aufpasst.
Aber einen Krieg gibt es aus solchen privaten Gründen nicht. Wenn er ansteht, dann geht es um die Nation, die der Bürger als Hort seiner Freiheit im Hauen und Stechen des Wirtschaftslebens kennt, der er Steuern zahlen muss und der er überhaupt Respekt vor Recht und Gesetz schuldet – bis dahin, dass er zum Kriegsdienst zwangsverpflichtet werden kann.  weiterlesen 
 
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Herzliche Grüße
von den 
Kolleginnen und Kollegen des gewerkschaftsforum.de
und
viel Freude beim Lesen wünscht
Laurenz Nurk
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Herr Werner Schell informiert auch Anfang April 2022 wieder ganz aktuell!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

soeben haben wir als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) einen ersten APRIL-NEWSLETTER 2022  des Herrn Werner Schell (http://ak-gewerkschafter.com/?s=werner+schell) erhalten.

(Das Eigenfoto des Werner Schell zeigt selbigen in Aktion.)

Wir haben diesen NEWSLETTER in Form eines Beitrags nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet und in der Kategorie „GESUNDHEITSPOLITIK“ (http://ak-gewerkschafter.com/category/gesundheitspolitik/) archiviert.

Dem Herrn Schell sagen wir an dieser Stelle wieder ein herzliches Dankeschön für seine kritischen Worte und für sein unermüdliches Engagement!

Auch wir wünschen ihm ein schönes Osterfest!

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

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Herr Werner Schell aktuell:

Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk

Unabhängige und gemeinnützige Interessenvertretung

für hilfe- und pflegebedürftige Menschen in Deutschland

Werner Schell – Harffer Straße 59 – 41469 Neuss

E-Mail: ProPflege@wernerschell.de

Internet: http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de

01.04.2022

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich mache hiermit wieder auf einige Texte im Forum von Pro Pflege … aufmerksam (Auswahl):

  • Wer sitzt wo? – Köpfe der Gesundheitspolitik 2022 -> Ansprechpartnerinnen und -partner inklusive der Kontaktdaten von den Bundesministerien über den Bundestag und den Bundesrat, über Verbände und Institutionen bis hin zu den Medien. Alle Daten sind jetzt auch online verfügbar. -> https://www.wernerschell.de/forum/2/viewtopic.php?f=5&t=382

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  • „Operiert und abkassiert – Wenn Ärzte Rendite bringen sollen“ …SWR „betrifft“ zeigt in einem Video (45.00 Min.) die Mängel des bundesdeutschen Krankenhaussystems auf: Fallpauschalen und Apparatemedizin haben oft mit dem Patientenwohl nichts mehr zu tun. … > https://www.youtube.com/watch?v=_mbnP_ds-54 – Verdeutlicht werden diese Mängel auch in einer aktuellen Buchveröffentlichung von Dr. med. Thomas Strohschneider: „Krankenhaus im Ausverkauf – Private Gewinne auf Kosten unserer Gesundheit“ … > https://www.wernerschell.de/forum/2/viewtopic.php?f=5&t=383 – Dazu urteilt Dr. med. Werner Bartens: „Patientinnen und Patienten leiden unter den Fehlentwicklungen. Höchste Zeit, zu handeln und etwas zu ändern.“

                      

  • Die Bundesregierung hat heute, 03.2022, einen Gesetzentwurf für einen Bonus für Pflegekräfte beschlossen. Damit soll die Leistung von Pflegekräften in der Corona-Pandemie gewürdigt werden. Je 500 Millionen Euro werden für den Pflegebonus im Bereich der Krankenhäuser sowie der Pflegeeinrichtungen zur Verfügung gestellt (Näheres hier > https://www.wernerschell.de/forum/2/viewtopic.php?f=4&t=230&p=4629#p4629 ).  Wichtiger wäre allerdings eine grundlegende Reform des Pflegesystems zur Auflösung des Pflegenotstandes. Mehr Pflegefachkräfte und höhere Vergütungen werden seit Jahren gefordert, vergeblich. Man kann insoweit von einem politischen Totalversagen sprechen (Näheres hier > https://www.wernerschell.de/forum/2/viewtopic.php?f=5&t=362 ).

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  • Wegen der seit Wochen stattfindenden Nachfrage nach Jodtabletten in Apotheken wurde das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe am 06.03.2022 angeschrieben und nach der Sachlage und den Vorsorgeerwägungen befragt. Die Antwort des Bundesamtes vom 25.03.2022 können Sie hier > https://www.wernerschell.de/forum/2/viewtopic.php?p=4587#p4587 nachlesen!

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  • Wer sich aktuell als Putinversteher outet, sollte sich einmal mit dem Lebensweg dieses Menschen näher befassen … „Putins Netz – Wie sich der KGB Russland zurückholte und dann den Westen ins Auge fasste“ – > https://www.wernerschell.de/forum/2/viewtopic.php?f=6&t=374 Es wird schnell deutlich, mit welchen skrupellosen Methoden gesetzte Ziele verfolgt werden. Dabei sind völkerrechtswidrige Kriege bzw. Kriegsbeteiligungen. Wie auch immer zurückliegendes Miteinander der Staaten bewertet wird, der jetzige Angriffskrieg gegen die Ukraine ist durch „NICHTS“ zu rechtfertigen und gehört vor dem Internationalen Gerichtshof geahndet (> https://www.wernerschell.de/forum/2/viewtopic.php?p=4347#p4347 ).

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„Nicht das Recht des Stärkeren,

sondern die Stärkung des Rechts

schützt die Interessen aller Staaten am besten.“

Hans-Dietrich Genscher

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  • Die aktuelle Situation erfordert, sparsam mit Energie umzugehen. Die Verbraucherzentrale NRW hat dazu konkrete Tipps für private Haushalte präsentiert (hier > https://www.wernerschell.de/forum/2/viewtopic.php?f=6&t=365&p=4631#p4631 ). Auf das Gebot, Energie zu sparen, wurde auch von hier bereits mehrfach aufmerksam gemacht (u.a. hier > https://www.wernerschell.de/forum/2/viewtopic.php?p=4549#p4549 ). Bereits geringe Einsparungen sind mit Blick auf mögliche Rationierungen mehr als hilfreich. Was spricht eigentlich gegen Geschwindigkeitsbegrenzungen bzw. 2 freie Autosonntage? – Am 30.03.2022 hat auch der Wirtschaftsminister angesichts der Eskalation des Ukrainekriegs den Notfallplan Gas aktiviert (hier > https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/FAQ/Notfallplan-Gas/notfallplan-gas.html ). Die Ausrufung der Frühwarnstufe bringt Behörden und Versorger an einen Tisch und zwingt die Bundesnetzagentur, vorsorglich Kriterien für die Abschaltung von Industrie­kunden zu entwickeln. Es muss befürchtet werden, dass der Ukrainekrieg Industrie und Bürgern noch viel abverlangen wird. Es macht daher Sinn, sich zeitgerecht darauf einzustellen bzw. Sparappelle umzusetzen.

               

Trotz allem: Frohe Ostern! – Drücken aus der Ferne

geht trotz wieder steigender Infektionszahlen immer!

>>>  Zu den vorstehenden Hinweisen können Texte im Forum aufgerufen werden.

Bitte jeweilige Fundstelle kopieren und in den InternetBrowser übertragen!

Alle Newsletter sind unter folgenden Adressen nachlesbar

2021 > https://www.wernerschell.de/forum/2/viewtopic.php?f=7&t=64

2022 > https://www.wernerschell.de/forum/2/viewtopic.php?f=7&t=318  <<<

Mit freundlichen Grüßen

Werner Schell

https://www.facebook.com/werner.schell.7  bzw. https://twitter.com/SchellWerner

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Als AK hat uns soeben ein NEWSLETTER des NETZWERKS GERECHTER WELTHANDEL erreicht!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) hat uns soeben ein NEWSLETTER des NETZWERKS GERECHTER WELTHANDEL (http://ak-gewerkschafter.com/?s=gerechter+welthandel) erreicht.

Wir haben diesen NEWSLETTER nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet.

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

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NETZWERK GERECHTER WELTHANDEL informiert:

Liebe Leserinnen und Leser,
liebe Interessierte an einer neuen Handelspolitik,

wir alle sind schwer erschüttert über die Ereignisse in der Ukraine. Nichts rechtfertigt den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands.  Unsere Solidarität gilt den Menschen in der Ukraine, den Flüchtenden und ebenso denen, die sich in Russland gegen diesen Krieg wenden.Das Netzwerk Gerechter Welthandel steht für die Lösung politischer Konflikte  ohne kriegerische Auseinandersetzungen.

Hilfe für die Bevölkerung in der Ukraine

Angesichts der schrecklichen Lage, in der sich die Menschen in der Ukraine wie auch in anderen Kriegsgebieten befinden, fällt es schwer, zur handelspolitischen Tagesordnung zurückzukehren. Der Krieg in der Ukraine hat bereits jetzt massiven Einfluss auf Warenströme, handelspolitische Maßnahmen (wie Sanktionen) und die Zusammenarbeit in internationalen Strukturen und wird somit die handelspolitischen Debatten in der nächsten Zeit prägen. Schon jetzt tauchen Forderungen auf, das Abkommen mit Kanada (CETA) rasch in Deutschland zu ratifizieren, das Abkommen mit dem Mercosur schleunigst im EU-Rat durchzubringen und das gescheiterte TTIP-Abkommen mit den USA wiederzubeleben.

Bundesverfassungsgericht veröffentlicht Urteil zu CETA

Für unsere handelspolitische Bewegung und ihren Kampf gegen CETA hat das Bundesverfassungsgericht am 15. März zu mehreren Verfassungsbeschwerden ein wichtiges Urteil veröffentlicht. Es machte deutlich, dass CETA  in der vorläufigen Anwendung verfassungskonform ist und dass während der vorläufigen Anwendung Entscheidungen des „gemischten Ausschusses“ an die demokratische Rückkopplung an Bundestag und Regierung gewährleistet sein müssen. Darüber hinaus ließen die Richter Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Investitionsschiedsgerichte, die nach einer vollständigen Ratifizierung aktiviert werden würden durchblicken.. Genauere Hintergründe lesen Sie in meiner Meldung
der gemeinsamen Pressemitteilung von Mehr Demokratie, foodwatch und Campact: Pressemitteilung und in dem Artikel von Markus Krajewski im Verfassungsblog.
Unterdessen werden wir nicht müde, die Parteien, die in den Länderparlamenten oder im Bundestag vertreten sind, vor Landtagswahlen nach ihren Positionen zu diesem klimaschädlichen Abkommen zu befragen und somit auf ein NEIN des Bundesrats zu CETA zu drängen.

EXIT ECT!

Kein anderes Abkommen steht der so dringenden Energiewende so im Weg wie der Energiecharta-Vertrag (ECT). Der Vertrag schützt vor allem fossile Investitionen der Energiewirtschaft. Er gibt Investor*innen das exklusive Recht, Staaten vor privaten Schiedsgerichten zu verklagen. Beispiele wie die Milliarden-Klagen gegen den Atomausstieg in Deutschland, den Kohleausstieg in den Niederlanden oder das Verbot von Ölbohrungen in Italien beweisen: Der ECT steht in direktem Konflikt mit dem Pariser Klimaschutzabkommen, denn den Vertrag verhindert und verteuert die Energiewende massiv.Am 23. März hat das Europäische Parlament über den ECT debattiert und die Abgeordneten waren sehr kritisch. Auch einige von der konservativen EVP und liberalen RENEW Gruppe haben sich für einen Austritt aus dem ECT ausgesprochen und forderten die Europäische Kommission auf, einen koordinierten Ausstieg aus dem Energieabkommen vorzubereiten. Das ist ein riesiger Erfolg.

Tweet von Cornelia Ernst

Tweet von Bernd Lange

Tweet von Anna Cavazzin

Mit Tausenden Postkarten wollen wir den neuen Wirtschafts- und Klimaminister Habeck deshalb davon überzeugen, den Energiecharta-Vertrag zu kündigen:

JETZT POSTKARTEN BESTELLEN!
​Ein neues, englischsprachiges Briefing zieht eine Zwischenbilanz der Modernisierung des Energiecharta-Vertrags. Dabei wird untersucht, inwiefern die EU ihre selbstgesteckten Ziele im Modernisierungsprozess einhalten kann. Das Ergebnis ist ernüchternd: Bei Klimaschutz und in der Investor-Staat Streitbeilegung (ISDS) ist die EU weit von ihren Zielen entfernt. Auch werden viele Investorenrechte nicht ausreichend entschärft. Es zeichnet sich also ab, dass die Modernisierung des Energiecharta-Vertrags nicht erfolgreich abgeschlossen wird.
Briefing

Der Einfluss des Kriegs auf das EU-Mercosur-Abkommen

Die EU müsse sicherstellen, dass die Freihandelsabkommen so schnell wie möglich nach Abschluss der politischen Verhandlungen in Kraft treten; dies gelte insbesondere für das wichtige Assoziierungsabkommen EU-Mercosur, das im Juni 2019 politisch ausgehandelt wurde, über dessen Umsetzung aber noch nicht entschieden sei. Dieses forderten am 7. März 2022 25 europäischen Wirtschaftsverbände in einer gemeinsamen Erklärung von den EU-Institutionen. Auch der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) stößt in dasselbe Horn: „Deutschland sollte sich für den Abschluss von Handelsabkommen, etwa mit den Mercosur-Staaten oder Australien, und die Reform der Welthandelsorganisation WTO stark machen“, erklärte der  BDI-Hauptgeschäftsführer gegenüber der Deutschen Welle am 14. März 2022. Dabei ist das Abkommen vom Juni 2019 weder final ausgehandelt (es gibt Nachverhandlungen zum Punkt der geographischen Herkunftsbezeichnungen, die 357 europäischen Nahrungsmitteln wie Münchener Bier oder Tiroler Speck vor Imitaten schützen sollen), noch gibt es einen Text für eine zusätzliche Erklärung zum Klima- und Regenwaldschutz, die die Kritiker:innen des Abkommen beruhigen und sicherstellen soll, dass das Abkommen im EU-Rat und Europäischem Parlament Zustimmung findet. Während die EU-Kommission über beide Punkte der Öffentlichkeit Informationen vorenthält, wird auf der anderen Seite gehandelt. So nutzt der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro die mit den Ukraine-Krieg zusammenhängenden Beschränkungen der Einfuhr von Düngemitteln nach Brasilien, um wegen des vorgeblichen Rohstoffmangels die indigenen Territorien für den Bergbau öffnen. „Das gefährdet nicht nur diese Völker, sondern auch das Ökosystem Amazonasregenwald und den Klimaschutz“ findet das Magazin Spektrum der Wissenschaft.

Der EU-US Handels- und Technologierat: das Wiederholen der TTIP-Fehler?

Am 20. März berichteten die Online-Formate aller großen Tageszeitung von der Forderung des Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP), angesichts des Angriffskrieges Russland die TTIP-Verhandlungen für ein Freihandelsabkommen mit den USA wieder aufzunehmen. „Gerade jetzt in der Krise zeigt sich, wie wichtig der freie Handel mit Partnern in der Welt ist, die unsere Werte teilen“, sagte Lindner dem Handelsblatt. Was Lindner verschwieg, ist der Beschluss des EU-Rates vom April 2019, das alte TTIP Verhandlungsmandat von 2013 als obsolet zu erklären, und die Tatsache, dass der Versuch, neue Verhandlungen mit den USA zu führen, unter Trump scheiterte, aber auch von der Biden-Administration nicht wieder aufgegriffen wurde. Allerdings gibt es unter dem Bezeichnung Handels- und Technologierat (TTC bzw. Trade and Technology Council) seit Mitte 2021 ein neues Format für den transatlantischen Austausch, das Mitte Mai wieder tagen wird. Aus Sicht der Grünen dürfe es bei Gesprächen über Handelserleichterungen mit den USA „keinen Deal zu Lasten der Umwelt und von europäischen Standards“ geben. Ob dies beim TTC der Fall sein wird, bleibt abzuwarten. Bereits im September letzten Jahres warnte LobbyControl vor dem  Lobbyeinfluss der Internetplattformen auf den Handels- und Technologierat: „Insbesondere die Digitalindustrie begrüßt die Initiative, sollen doch kontroverse Fragen wie transatlantische Datenflüsse, künstliche Intelligenz und die Regulierung der Internetplattformen dort diskutiert und darüber abgestimmt werden“, so LobbyControl. „Doch der Jubel der Wirtschaftslobby sollte ein Warnsignal sein. Er lässt Erinnerungen an den einseitigen Unternehmenseinfluss auf die Verhandlungen zum umstrittenen transatlantischen Handelsabkommen TTIP wach werden“. 

In Zukunft werden wir wieder regelmäßig über die Handelspolitik und unsere Arbeit dazu informieren. Ich wünsche  Ihnen gerade in diesen Zeiten alles Gute, dass wir uns nicht unterkriegen lassen und zuversichtlich bleiben. 

Mit herzlichen Grüßen
Ludwig Essig

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Mehr Infos dazu nach dem Klick auf den hier stehenden Link:

> https://207620.seu2.cleverreach.com/m/12166052/648496-9b0365ea2a26a4212d1598582d35548feb9135eaf227325a411db1f19f41e1eb3c5f82b85787eef26d4df989325e5a48 !

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Pressemitteilung über den Vortrag zum Kapp-Putsch in Gronau – Lokalhistoriker sucht Dokumente aus dem Münsterland!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
als Gewerkschafter/Inen-Arbeitskreis (AK) hatten wir die Veranstaltung des Kollegen Sahin Aydin zum THEMA „KAPP-PUTSCH“ mit Beitrag vom 14. März 2022 beworben. Diesen Beitrg könnt Ihr durch den Klick auf den nachstehenden Link aufrufen und nachlesen.
 
 
 
Nunmehr hat uns dazu die nachstehende Pressemitteilung erreicht, die wir zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet haben.
 
Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-
 

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Pressemitteilung vom 29.03.2022:

Vortrag zum Kapp-Putsch in Gronau – Lokalhistoriker sucht Dokumente aus dem Münsterland
Im März 1920, also vor 102 Jahren, jährten sich der Kapp-Putsch und die aus seiner Niederschlagung hervorgegangene Märzrevolution. Auf dieses fast vergessene Kapitel der deutschen Geschichte, das jedoch so wichtig erscheint, wie die Novemberrevolution von 1918, erinnerte jetzt der Lokalhistoriker Sahin Aydin im Rahmen einer Informationsveranstaltung in Gronau (NRW) „Im Frühjahr 1920 rettete die Arbeiterbewegung die parlamentarische Demokratie, die sie kaum zwei Jahre zuvor erstritten hatte“, so Aydin bei dem Informationsabend am Freitag, den 25. März 2022 in Gaststätte Concordia, Eperstr. Veranstalter waren die Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW und der Kurdisch-Deutsche Freundschaftskreis Münsterland e. V.
An der Veranstaltung nahmen Interessierte aus Gronau und Umgebung teil, aber sogar vom Niederrhein hatten sich interessierte auf den Weg nach Gronau gemacht.
Eigentlich sollte die Veranstaltung schon 2020 stattfinden, musste aber wegen Corona verschoben werden.
Im März 1920 putschten in Berlin Truppen unter Befehl des Generals von Lüttwitz zusammen mit anderen rechtsradikalen Akteuren um Wolfgang Kapp gegen die noch junge Weimarer Republik. Ziel war die Errichtung einer Quasi-Militärdiktatur unter Führung von Wolfgang Kapp als Reichskanzler.
Getragen wurde der Putsch von Teilen der Reichswehr und von Freikorps, insbesondere die der Marinebrigade Erhardt. Die gewählte Reichsregierung von SPD, Zentrum und DDP musste nach Stuttgart fliehen.
Zur Abwehr des so genannten Kapp-Putsches mobilisierte ein gemeinsames Bündnis von Gewerkschaften und Arbeiter:innenparteien zum Generalstreik. Die mangelnde Unterstützung der Putschisten in der Reichswehr, besonders aber der Generalstreik der Arbeiter:innen und Angestellten sowie die Weigerung weiter Teile der Ministerialbürokratie, der Putsch-Regierung zu folgen, führte zur Aufgabe der Umstürzler am 17. März 1920. Besonders stark war die Streikbewegung im Industrierevier zwischen Rhein und Ruhr. Zur Abwehr putschender Freikorps entwickelte sich aus regionalen Arbeiterwehren die Rote Ruhrarmee. Überall im Ruhrgebiet bildeten sich zudem politisch unterschiedlich positionierte Arbeiter – und Vollzugsräte, die
(Selbst-)Verwaltungsaufgaben übernahmen. Aus ihren Reihen erwuchs der Versuch, die 1918/19 verhinderte soziale Revolution doch noch zu erkämpfen.
Dies scheiterte und die Reichsregierung setzte zur Niederschlagung der Roten Armee auch Truppen ein, die zuvor am Putsch beteiligt waren.
Sahin Aydin informierte mit einer übersichtlichen Power-Point-Präsentation über die Geschichte der Kämpfe jener Tage am Beispiel der Ereignisse in Bottrop. Bottrop bildete ein politisches und militärisches Zentrum des Widerstandes gegen den prä-faschistischen Putsch. Aber auch der Umgang mit der Geschichte wurde im Vortrag von dem Referenten thematisiert. Wie kann es sein, fragte Aydin, dass noch über einhundert Jahre nach dem Putsch und der Niederschlagung der Widerstandsbewegung an die Täter der Marinebrigade von Löwenfeld im öffentlichen Raum ehrend erinnert wird? Warum ist es heute scheinbar so schwierig eine an die demokratische Tradition der Weimarer Republik anschließende Erinnerungskultur an die Märzrevolution herzustellen?
Aus diesen Fragen ergab sich nach dem einstündigen Vortrag eine lebhafte Diskussion. Dabei ergaben sich auch Fragen nach der Situation zur Zeit des Kapp-Putsches in Gronau und in umliegenden Orten. Hierzu sind seine Recherchen noch nicht abgeschlossen, erklärte Sahin Aydin. Bevor er vor nach Bottrop gezogen ist, hat er lange in Gronau gelebt. Daher ist sein Wunsch groß, mehr über die Zeit der Zwanziger Jahre im Westmünsterland zu erfahren. „Die Suche nach alten Dokumenten in Stadt- und Heimatarchiven ist zeitintensiv und ist leider auch mit Kosten verbunden“, bedauert Aydin, dem das persönliche Engagement während des ganzen Vortrags anzumerken war.
Wer vielleicht selber noch über alte Dokumente aus dem Münsterland, gerne auch aus anderen Regionen, aus der Zeit des Kapp-Putsches besitzt (Zeitungen, Briefe usw.), ist gebeten, diese Sahin Aydin im Original oder als Kopie zugänglich zu machen.
Kontakt: Sahin Aydin
Telefon: +49 (0) 1794262483
Postfach 100124, D- 46201 Bottrop
Weitere Informationen:
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