Kollege Wolfgang Erbe informiert: UPDATE S.O.S NRW Stahlindustrie tausende Entlassungen? – oder Streik für jeden Arbeitsplatz? – Schock für 2.400 Mitarbeiter:  Vallourec schließt Werke in Düsseldorf und Mülheim!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

soeben hat uns als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) ein Beitrag des Kollegen Wofgang Erbe (http://ak-gewerkschafter.com/?s=wolfgang+erbe) erreicht.

In diesem Beitrag berichtet Wolfgang über UPDATE S.O.S NRW Stahlindustrie tausende Entlassungen? – oder Streik für jeden Arbeitsplatz? – Schock für 2.400 Mitarbeiter:  Vallourec schließt Werke in Düsseldorf und Mülheim!

Wir haben den kompletten Beitrag nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet.

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

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Kollege Wolfgang Erbe informiert:

UPDATE S.O.S NRW Stahlindustrie tausende Entlassungen? – oder Streik für jeden Arbeitsplatz? – Schock für 2.400 Mitarbeiter:  Vallourec schließt Werke in Düsseldorf und Mülheim

S.O.S NRW Stahlindustrie tausende Entlassungen? – oder Streik für jeden Arbeitsplatz? 

Bewertungen von Mitarbeitern – Untergehende Firma, welche ihre Mitarbeiter selbst am Ende noch denunziert und ausnutzt

https://www.kununu.com/de/vallourec-mannesmann-v-m-deutschland/kommentare

Ein Stück Düsseldorfer Wirtschaftsgeschichte stirbt:Vallourec-Werke schließen – 2400 Jobs vor dem Aus

Düsseldorf Der französische Konzern Vallourec schließt die traditionsreichen Werke in Düsseldorf und Mülheim. Allein in Düsseldorf verlieren 1650 Menschen ihre Arbeit. Oberbürgermeister Keller ist entsetzt.

In Nordrhein-Westfalen stirbt ein Stück Wirtschaftsgeschichte: Der französische Stahlrohrkonzern Vallourec will seine beiden traditionsreichen Werke in Düsseldorf und Mülheim an der Ruhr schließen. Betroffen seien insgesamt rund 2400 Beschäftigte, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Die Produktion soll Ende 2023 eingestellt werden. Die beiden Standorte gehörten früher zur Mannesmannröhren-Werke AG.

Die Werke sind seit über hundert Jahren Teil der rheinischen Wirtschaftsgeschichte: Im Jahr 1899 begannen die Brüder Mannesmann mit der Herstellung nahtloser Stahlrohre in Düsseldorf. Das war damals eine technische Revolution, waren diese doch viel haltbarer als geschweißte Rohre und konnten zudem großindustriell hergestellt werden. 1997 ging der französische Konzern Vallourec ein Joint Venture mit der Mannesmannröhren-Werke AG ein. Nach der feindlichen Übernahme von Mannesmann durch Vodafone im Jahr 2000 gingen die Röhrenwerke an den Stahlkonzern Salzgitter, der wiederum später das Geschäft an Vallourec verkaufte.

Das Unternehmen hatte ein Werk in Düsseldorf-Rath, wo aktuell 1650 Mitarbeiter beschäftigt sind. Ein zweites Werk am Standort Düsseldorf-Reisholz wurde bereits 2020 nach heftigen Protesten geschlossen und hinterließ große Ödnis.

https://rp-online.de/wirtschaft/unternehmen/vallourec-werke-schliessen-2400-jobs-vor-dem-aus_aid-69929057

Vallourec will jetzt Gespräche mit den Betriebsräten und der IG Metall über einen Interessenausgleich und Sozialplan beginnen. «Wir sind daran interessiert, dass für die Menschen, mit denen wir so lange zusammengearbeitet haben, eine faire und anständige Lösung gefunden wird», sagte Guillemot. «Wir bemühen uns, die Auswirkungen so stark abzumildern wie angesichts der Gesamtsituation möglich.»

«Es ist eine Katastrophe – für die Region, für die Arbeitsplätze», sagte der Geschäftsführer der IG Metall Düsseldorf-Neuss, Karsten Kaus, der Deutschen Presse-Agentur. 

https://www.zeit.de/news/2022-05/18/konzern-vallourec-werke-in-duesseldorf-und-muelheim-schliessen

Schock für 2.400 Mitarbeiter: 

Vallourec schließt Werke in Düsseldorf und Mülheim

Stand: 18.05.2022, 19:56 Uhr

Der Stahlrohrkonzern Vallourec zieht die Reißleine. Wegen anhaltender Verluste schließt das Unternehmen seine Werke in Düsseldorf und Mülheim. Die Produktion endet Ende 2023. Die IG Metall will um die Jobs kämpfen.

Von Olaf Biernat

Schon seit Monaten bangen die Beschäftigten der traditionsreichen Stahlrohrwerke in Düsseldorf und Mülheim um ihre Jobs. Am späten Mittwochnachmittag verkündete Vallourec dann die Hiobsbotschaft: Das Unternehmen schließt seine beiden Werke in NRW, die Produktion soll Ende 2023 eingestellt werden.

Verkauf der Werke gescheitert

Die Mitarbeiter hatten lange gekämpft, zuletzt waren sie zur Zentrale der französischen Muttergesellschaft nach Paris gefahren, um zu demonstrieren. Genutzt hat es nichts. Vallourec sieht jetzt von einem ursprünglich geplanten Verkauf der Werke ab, stattdessen werden sie geschlossen.

Seit November hatte der Konzern versucht, die beiden Werke zu verkaufen. Die Beschäftigten in Düsseldorf und Mülheim produzieren unter anderem Stahlrohre für den Öl- und Gasmarkt.

Tiefrote Zahlen

Als Grund nannte der Stahlrohrkonzern anhaltend rote Zahlen. In den vergangenen sieben Jahren seien 700 Millionen Euro Verluste aufgelaufen. Ursache dafür seien Überkapazitäten in der Branche, sinkende Margen, aber auch externe Faktoren wie Ölkrisen, Strafzölle aus China, die Corona-Krise sowie der von Russland begonnene Krieg in der Ukraine mit dramatischen Auswirkungen.

IG Metall will kämpfen

Die IG Metall sieht das anders. Gerade in der jetzigen Situation, in der viele Länder nach neuen Lieferwegen von Öl und Gas suchen, seien Pipeline-Rohre gefragt. Die Gewerkschaft informiert am Mittwochabend und Donnerstagmorgen die Beschäftigten über die aktuelle Situation und wie es weitergeht. Am kommenden Freitag will dann Vallourec die Beschäftigten im ISS Dome in Düsseldorf unterrichten.

Gespräche über Sozialpläne sollen aufgenommen werden

Vallourec will jetzt Gespräche mit den Betriebsräten und der IG Metall über einen Interessenausgleich und Sozialplan beginnen. „Wir sind daran interessiert, dass für die Menschen, mit denen wir so lange zusammengearbeitet haben, eine faire und anständige Lösung gefunden wird„, sagte Guillemot. „Wir bemühen uns, die Auswirkungen so stark abzumildern, wie es angesichts der Gesamtsituation möglich ist.“

Oberbürgermeister sind betroffen

Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller zeigt sich betroffen: „Wir denken in diesen Stunden an die vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, an die traditionsreiche Verbindung zwischen Düsseldorf und Vallourec und an die vielen Jahre guter und vertrauensvoller Zusammenarbeit. Diese Entscheidung stellt für die Menschen und für die Stadt als Industriestandort eine Zäsur dar.“

Mülheims Oberbürgermeister Marc Buchholz ist ebenfalls tief betroffen und kündigte an, sich weiter für die Beschäftigten einzusetzen.

https://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgebiet/stahlkonzern-vallourec-schliesst-werke-in-muelheim-und-duesseldorf-100.html

Vallourec-Zentrale in Paris verkündet Werksschließungen

Düsseldorfer Traditionsunternehmen schließt in den nächsten 18 Monaten seine Standorte in Düsseldorf und Mülheim a.d. Ruhr

Erstellt: 18.05.2022
Redaktion: Röhl, Wolfgang

Am frühen Mittwochabend hat die Vallourec-Gruppe in Paris die Schließung der Stahlröhren-Werke am Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen bekannt gegeben.

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller sagte dazu in einer ersten Stellungnahme: „Die Entscheidung aus der Pariser Konzernzentrale macht uns tief betroffen. Wir denken in diesen Stunden an die vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, an die traditionsreiche Verbindung zwischen Düsseldorf und Vallourec und an die vielen Jahre guter und vertrauensvoller Zusammenarbeit. Diese Entscheidung stellt für die Menschen und für die Stadt als Industriestandort eine Zäsur dar. Wir werden weiterhin mit Vallourec im engen Austausch stehen und nach Kräften das Unternehmen, besonders aber die betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, auf diesem schwierigen Weg begleiten.“

Hintergrundinformationen zum Unternehmen:

Die Vallourec Deutschland GmbH ist Hersteller von nahtlosen, warmgewalzten Stahlrohren, die im Energiesektor, im Maschinen- und Anlagenbau sowie im Stahlbau genutzt werden. Die Vallourec Deutschland GmbH geht zurück auf die Mannesmann-Röhrenwerke, die seit 1899 am Standort Rath mit ihrer Produktion verortet sind. Der Hauptsitz der Vallourec Deutschland GmbH in Düsseldorf ist heute eine Tochter der französischen Vallourec-Gruppe. Das Unternehmen unterhält in NRW Werke in Düsseldorf und Mühlheim an der Ruhr und beschäftigt an beiden Standorten 2.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Am Standort Düsseldorf sind rund 1650 Menschen betroffen. Ein zweites Werk am Standort Düsseldorf-Reisholz wurde bereits 2020 geschlossen.

https://www.duesseldorf.de/medienportal/pressedienst-einzelansicht/pld/vallourec-zentrale-in-paris-verkuendet-werksschliessungen.html

VALLOUREC MÜLHEIM AN DER RUHR

„Verkauft und verraten?“

Kollegenzeitung Stahlkocher in einer Extra-Ausgabe vom 15. Mai:

https://www.rf-news.de/2022/kw20/vallourec-beschaeftigte-protestieren-lautstark-vor-pariser-konzernzentrale

Als die Kollegen von Vallourec in Düsseldorf demonstrierten, tönte Vallourec-Boss Guinotte: „Wir werden jetzt alle Anstrengungen unternehmen, um einen neuen, geeigneten Eigentümer mit einem überzeugenden Konzept für eine nachhaltige Zukunft der deutschen Standorte zu finden.“

AUTOMOBILZULIEFERER

Abwarten, bis es zu spät ist?

Abwarten, bis es zu spät ist, das ist gängige Praxis: So wurde der Autozulieferer G-Küpper in Velbert von einem Investor an den nächsten verscherbelt und ging dreimal in die Insolvenz, bis er 2020 endgültig geschlossen wurde.

Die Kollegen von Vallourec wollen das verhindern

Aus Kollegenzeitung „Stahlkocher“

Samstag,  09.04.2022,  18:00 Uhr

Vallourec (ebenfalls von Verlagerung / Schließung bedrohter Automobilzulieferer in Mülheim an der Ruhr, Anm. d. Red.) kann die Produktion keineswegs von heute auf morgen nach Brasilien verlagern. So lange man uns noch braucht, sitzen wir am längeren Hebel. Es gibt keinen Grund, in der Hoffnung auf einen wohltätigen Käufer abzuwarten, bis die Bude zugemacht wird und es für einen Kampf zu spät ist.

Ergreifen wir deshalb die Initiative! Streik für den Erhalt aller Arbeitsplätze – das sind wir uns allen und nicht zuletzt der Zukunft der Jugend schuldig!

https://www.rf-news.de/2022/kw14/abwarten-bis-es-zu-spaet-ist

Aus Kollegenzeitung „Stahlkocher“

Sonntag,  23.01.2022,  18:00 Uhr

Die SPD will jetzt mit dem Mülheimer Oberbürgermeister und Verbänden schon die zweite „Industriekonferenz“ auf der Suche nach einem Investor durchführen. Die stehen wohl nicht Schlange. Nur eines ist klar: Vallourec will uns loswerden, egal wie.

Jahrelang haben sie aus uns die Profite geholt, um die Werke in Brasilien und in den USA und in China aufzubauen. Sollen wir jetzt darauf hoffen, dass sich ein Spekulant findet, der noch ein paar Euros uns herausquetschen will? Werke vor der Schließung zu verkaufen, hat Vallourec in Frankreich vorgemacht. So erlebte die Belegschaft von Saint Soulve in den vier Jahren nach dem Verkauf zwei Insolvenzen und jetzt den vierten neuen Besitzer. Sieht so die „nachhaltige Zukunft der deutschen Standorte“ aus, Herr Guinotte?

2017 wurden die Röhrenwerke von Aulnoye und Berlaimont von Vallourec an den amerikanischen Konkurrenten NOV verkauft und 2020 geschlossen.

Das ganze Theater um den Verkauf hat vor allem einen Zweck: Dass wir passiv abwarten, anstatt jetzt, wo Vallourec uns braucht, einen konsequenten Kampf zu führen. Das zeigt aber auch ihre Furcht vor einem solchen Kampf.

https://www.rf-news.de/2022/kw03/verkauft-und-verraten

Thyssenkrupp das Grobblech-Werk im Duisburger Süden vor Schließung?

Kämpferisch trat die Vallourec-Belegschaft aus Mülheim und Düsseldorf am Montagmorgen in Paris auf. Nach Schätzung der IG Metall demonstrierten rund 1000 Beschäftigte vor der Konzernzentrale. Auch französische Kolleginnen und Kollegen zeigten sich solidarisch.

Gesamtbetriebsratsvorsitzender Ayhan Üstün ist gerüht, er kann die Tränen nicht verbergen. „Das ist eine Fehlentscheidung“, sagt er. Seit Jahren hat er gekämpft, hat Konzepte vorgelegt und die Manager aufgefordert: Erschließt neue Märkte, entwickelt neue Produkte. Die Belegschaft hat verzichtet, um das Unternehmen zu retten – jetzt macht eines der Werke trotzdem zu.

Es ist eine von vielen Fehlentscheidungen, die die Manager getroffen haben. Zu spät reagierten sie, zu unentschlossen agierten sie. Vallourec stellt Stahlrohre her, und das Werk in Reisholz war komplett vom chinesischen Markt abhängig. Das Geschäft läuft seit Jahren schleppend, weil Rohre für Kohlekraftwerke oder für Öl- und Gasanlagen weniger nachgefragt werden. Den Umschwung hat das Management verpasst. Erst kürzlich richtete Vallourec eine Abteilung für den Markt im Bereich der erneuerbaren Energien ein. „Super Idee“, sagte Üstün, „aber leider zehn Jahre zu spät“. Als die Chinesen jetzt noch einen 58-prozentigen Strafzoll erließen, machte Vallourec kurzen Prozess.

Für Betriebsrat Ayhan Üstün ist die Werksschließung ein Anlass, um zu warnen. „Mir geht es nicht nur um den Standort Reisholz“, betont er. Es gehe „um Standorte in ganz Europa“. Denn wenn der schleichende Niedergang „so weitergeht, verliert Europa seine industrielle Basis“, sagt er. Anderswo würden die Kapazitäten aufgebaut, die hier in Europa wegfallen. „Jeder soll seine Kapazitäten haben“, sagt er, „aber nicht auf Kosten Europas“.

Schock in Duisburg

Stahlbeschäftigte in Duisburg dürften das ähnlich sehen. Dort will Thyssenkrupp das Grobblech-Werk im Duisburger Süden zum Verkauf anbieten. Sollte sich kein Käufer finden, soll es geschlossen werden. 800 Beschäftigte könnten betroffen sein. „Die Managementfehler der vergangenen Jahre dürfen nicht den Menschen auf den Deckel geschrieben werden“, fordert IG Metall-Bezirksleiter Knut Giesler angesichts der Schocknachricht aus Duisburg.

Die IG Metall fordert von der Politik seit langem: Lasst die Stahlindustrie in Europa nicht im Regen stehen. Im Februar wanderten Stahlarbeiter aus dem Saarland in einem Protestmarsch zu Fuß nach Brüssel (siehe Seite 7). Die IG Metall fordert, dass Investitionen finanziell gefördert werden, damit die Stahlindustrie auf die neue Wasserstofftechnologie umschwenken kann. „Und wir fordern handelspolitische Maßnahmen“, sagt IG Metall-Stahlexperte Heiko Reese. Es müssten international gleiche Wettbewerbsbedingungen herrschen.

Bei Vallourec und bei Thyssenkrupp soll zwar vorerst niemand arbeitslos werden. Die Unternehmen haben – auch auf Druck der IG Metall – versprochen, dass niemand ins Bergfreie fällt. Das ist aber noch kein Grund aufzuatmen. Wenn nichts passiere, sagt Vallourec-Betriebsrat Ayhan Üstün, „gehen wir in Europa Stück für Stück kaputt“.

https://www.igmetall.de/service/publikationen-und-studien/metallzeitung/metallzeitung-ausgabe-maerz-2020/ein-trauriger-tag-fuer-stahl

https://www.igm-vad.de/

https://www.facebook.com/VKLRath/

https://www.spd-duesseldorf.de/2022/04/26/spd-spitzenkandidat-thomas-kutschaty-besucht-vallourec-werk-in-duesseldorf-rath-industrie-muss-wieder-chefsache-werden/

Rund 1000 Beschäftigte des Stahlrohreherstellers Vallourec aus den Werken im Düsseldorfer Stadtteil Rath und in Mülheim an der Ruhr haben am Montagmorgen vor der Zentrale des französischen Konzerns in Paris für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze demonstriert.

Kämpferisch trat die Vallourec-Belegschaft aus Mülheim und Düsseldorf am Montagmorgen in Paris auf. Nach Schätzung der IG Metall demonstrierten rund 1000 Beschäftigte vor der Konzernzentrale. Auch französische Kolleginnen und Kollegen zeigten sich solidarisch.

Foto: Jörg Schlüter

https://www.antenneduesseldorf.de/artikel/duesseldorfparis-vallourec-protest-wegen-ungewisser-zukunft-1313074.html

MÜLHEIM.  Vor dem gefürchteten 18. Mai protestieren rund 1000 Vallourec-Leute in Paris. Die Signale stehen auf Schließung, die Belegschaft gibt nicht auf.

https://www.nrz.de/staedte/duesseldorf/vallourec-beschaeftigte-protestieren-vor-der-pariser-zentrale-id235363599.html

https://www.antenneduesseldorf.de/artikel/duesseldorfparis-vallourec-protest-wegen-ungewisser-zukunft-1313074.html

https://www.wiwo.de/themen/vallourec

Zukunftsangst bei Vallourec: Mitarbeiter fahren zu Konzernzentrale nach Paris

Stand: 16.05.2022, 11:17 Uhr

1000 Vallourec-Beschäftigte aus Düsseldorf und Mülheim sind zur Zentrale nach Paris gefahren, um am Montag Antworten zur Zukunft des Röhrenwerks einzufordern.

Seit Monaten schon bangen die rund 2300 Beschäftigten der Vallourec-Röhrenwerke in Düsseldorf und Mülheim um ihre Arbeitsplätze. In der Nacht von Sonntag auf Montag sind etwa 1000 Mitarbeiter mit Bussen nach Paris zur Konzernzentrale aufgebrochen, um Antworten einzufordern.

Treffen mit der Unternehmensleitung

Gemeinsam wollen sie zeigen, dass es um Existenzen von Menschen und Familien geht, die Antworten benötigen für mehr Sicherheit in der Zukunft. Am Montagvormittag sollen sie auf die Unternehmensleitung treffen.

Der französische Rohrkonzern hatte 2021 in Düsseldorf mitgeteilt, seine zwei Werke in der Landeshauptstadt und Mülheim wegen anhaltender Verluste zu verkaufen. Gründe dafür seien hart umkämpfte Märkte, die Coronakrise und gestiegene Rohstoff- und Energiepreise.

Entscheidung am Mittwoch erwartet

Laut IG Metall will Vallourec am Mittwoch neben den üblichen Quartalszahlen eine Entscheidung über die Zukunft der Werke verkünden. Das Unternehmen zählt mit seinen Werken in Düsseldorf und Mülheim als zweitgrößter Industriestandort in NRW und blickt auf 120 Jahre Industriegeschichte zurück.

 Montagmorgen in Paris auf. Nach Schätzung der IG Metall demonstrierten rund 1000 Beschäftigte vor der Konzernzentrale. Auch fran

2.300 Mitarbeiter bangen um Arbeitsplätze

Verfügbar bis 16.05.2023

Über dieses Thema berichtete der WDR am 16.05.2022 im Hörfunk auf WDR2.

https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/vallourec-mitarbeiter-bangen-um-jobs-100.html

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3 Antworten zu Kollege Wolfgang Erbe informiert: UPDATE S.O.S NRW Stahlindustrie tausende Entlassungen? – oder Streik für jeden Arbeitsplatz? – Schock für 2.400 Mitarbeiter:  Vallourec schließt Werke in Düsseldorf und Mülheim!

  1. Wolfgang Erbe sagt:

    ALARM – Über den Verlust von tausenden ersatzlos gestrichenen Arbeitsplätzen in NRW durch die CDU/FDP-Regierung und anderes mehr!
    http://ak-gewerkschafter.com/kollege-wolfgang-erbe-informiert-ueber-den-verlust-von-tausenden-ersatzlos-gestrichenen-arbeitsplaetzen-in-nrw-durch-die-cdu-fdp-regierung-und-anderes-mehr/
    Wird die neue Landesregierung mit der Bundesregierung weiter gegen die ArbeiterInnen regieren? – Dann gibt es Krieg!
    SCHLIESSUNG VON VALLOURE – dann Thyssen und alle anderen Betriebe?
    „Weg mit der Schließung“ – Klassenkampf! – Bürgerkrieg!
    Die Abreibung für Guillemot (Philippe Guillemot, CEO von Vallourec, Anm. d. Red.) bei der Versammlung in Dome (Frankreich, Anm. d. Red.) war die richtige Antwort auf seinen Versuch, die Schließung auch noch zu rechtfertigen.
    Aus Kollegenzeitung „Stahlkocher“
    Donnerstag, 16.06.2022, 18:00 Uhr
    Durch fliegende Eier, Trillerpfeifen und sonst alles mögliche wurde er gezwungen, abzubrechen, und er musste unter Polizeischutz zum Hinterausgang raus.
    Seitdem läuft die Produktion durch viele Krankmeldungen schleppend. Es gibt immer mehr Infoversammlungen beim Betriebsrat.
    Wir sind kampfbereit, doch Sozialplan und Sozialtarifvertrag bringen nichts. Damit wären die Arbeitsplätze für uns und zukünftige Generationen weg.
    Einen Streik für den Erhalt unserer Arbeitsplätze müssen wir selbstständig organisieren, ohne den wird es nicht gehen! Noch kann nicht alles nach Brasilien verlagert werden und sie brauchen uns, sonst würden sie ja direkt zumachen. Das ist unser Trumpf für Streik! Zudem brauchen wir in Deutschland ein allseitiges und vollständiges gesetzliches Streikrecht!
    https://www.rf-news.de/2022/kw24/weg-mit-der-schliessung
    STAHLARBEITER
    Das Milliardengrab
    Viele Monate, ja Jahre, haben wir Arbeiter von MGB und Europipe in Mülheim an der Ruhr für die Rohre für die Pipeline Nordstream II gearbeitet. Jetzt soll das – nach verschiedenen Aussagen bis zu 11 Milliarden Euro – teure Projekt im Meer versenkt bleiben.
    Aus Kollegenzeitung „Stahlkocher“
    Samstag, 28.05.2022, 18:00 Uhr
    Wir Arbeiter haben im Kapitalismus keinen Einfluss darauf, was wir produzieren. Sollen wir uns aber damit zufrieden geben, dass wir wenigstens ein paar Jahre Arbeit haben, wie jetzt mit den Aufträgen aus Australien und den USA?

    https://www.rf-news.de/2022/kw21/das-milliardengrab
    https://www.rf-news.de/stahl/collection_view
    Werksschließungen, Staatsbeteiligung – bei Thyssenkrupp fallen alle Tabus
    Weit über 10.000 Stellen allein bei Thyssen Krupp weg
    Den Wegfall von 6000 Arbeitsplätzen bis 2022 hatte Thyssenkrupp schon im vergangenen Jahr angekündigt, nun werden in diesem Zeitraum noch mal 5000 weitere Jobs gestrichen. „Wir befinden uns mitten im größten Restrukturierungsprozess seit Bestehen von Thyssenkrupp. Dazu gehört auch ein weiterer Stellenabbau, daran führt leider kein Weg vorbei“, kommentiert Personalvorstand Oliver Burkhard.
    https://www.welt.de/wirtschaft/article220530682/Stahlkonzern-Massiver-Stellenabbau-bei-Thyssenkrupp.html
    Die Schließung eines Grobblechwerks in Duisburg war Ende Oktober 2021 abgeschlossen worden. Auch die KollegInnen in Italien und der Papst sind gegen die Pläne des Konzerns in den Widerstand gegangen:
    Das 1994 von Krupp übernommene Werk in Terni gehört seit 2001 komplett den Essenern. Mit der Sanierung des Unternehmens hatte sich Thyssenkrupp seit Jahren schwergetan. Gegen einen Stellenabbau gab es in Italien heftige Proteste. Auch Papst Franziskus hatte den Konzern für die Sparpläne kritisiert.
    https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/stahl-essen-thyssenkrupp-verkauft-stahlwerk-konzernumbau-kommt-voran-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210916-99-239757
    DUISBURG. Nach der Schließung des TKS-Grobblechwerks in Duisburg-Hüttenheim stehen nun die Maschinen zum Verkauf. Ein Unternehmen bietet sie im Netz an.
    https://www.waz.de/staedte/duisburg/tks-grobblechwerk-in-duisburg-maschinen-stehen-zum-verkauf-id234875905.html
    31. Januar 2022
    Von Bosch über Continental bis ZF: In der Zulieferer-Branche steht ein massiver Jobabbau an, Fabriken droht die Schließung. Gegen die Krise werden klassische Rezepte nichts helfen
    https://www.labournet.de/branchen/auto/auto-zulieferer/von-bosch-ueber-continental-bis-zf-der-zulieferer-branche-steht-ein-massiver-jobabbau-fabriken-droht-die-schliessung-gegen-die-krise-werden-klassische-rezepte-nichts-helfen/

  2. Massenarbeitslosigkeit – Megainflation – Preislawine – imperialistischer III. Weltkrieg tobt
    Jeder fünfte Betrieb gefährdet Viele Metall-Unternehmen bangen um Existenz
    18.06.2022
    Die Folgen des Ukraine-Krieges und der Pandemie setzen der Metallindustrie stark zu. Es fehlt an Halbleitern, Rohstoffen und Vorprodukten. Hinzu kommen steigende Energiekosten. Die Produktionsausfälle könnten schon bald die kritische Infrastruktur gefährden, warnt Gesamtmetall-Chef Oliver Zander.
    https://www.n-tv.de/wirtschaft/Viele-Metall-Unternehmen-bangen-um-Existenz-article23407175.html
    Staatsmonopolistischen Kapitalismus
    http://ak-gewerkschafter.com/die-mlpd-informiert-wer-ueber-uebergewinne-spricht-darf-ueber-den-staatsmonopolistischen-kapitalismus-nicht-schweigen/
    UNTERNEHMEN IM EXISTENZKAMPF Hohe Energiekosten: Deutsche Industrie ruft nach Staatshilfe
    Die hohen Energiepreise setzen das produzierende Gewerbe unter Druck. Einige Mittelständler fürchten bereits das Aus – und bitten die Bundesregierung um Hilfe.
    https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/unternehmen-im-existenzkampf-hohe-energiekosten-deutsche-industrie-ruft-nach-staatshilfe/28141834.html
    http://ak-gewerkschafter.com/kollege-wolfgang-erbe-informiert-update-s-o-s-nrw-stahlindustrie-tausende-entlassungen-oder-streik-fuer-jeden-arbeitsplatz-schock-fuer-2-400-mitarbeiter-vallourec-schliesst-werke-in-dues/#comment-206841

  3. Wolfgang Erbe sagt:

    FORD SAARLOUIS
    Belegschaft will kämpfen – aber wie?
    Auf der gestrigen Betriebsversammlung musste der Konzernvertreter seine Rede abbrechen, weil sie in tumultartigen Szenen unterging, wie berichtet wurde. Eine Aussprache gab es auf der Versammlung nicht. Stattdessen eine Demo mit Kundgebung zu einer Straßenkreuzung etwa 2 Kilometer vom Werk. Die Azubis vom nahegelegenen Saarstahl hatten ihre Jugendversammlung abgebrochen und waren zur Demo gekommen, Delegationen aus verschiedenen Stahlbetrieben, wie ZF – insgesamt von mindestens zehn Betrieben waren da. Ver-di-Fahnen sowie Fahnen von Linkspartei und MLPD waren zu sehen. Bei ZF selbst waren die Kollegen betroffen und empört, als sie von der Entscheidung von Ford hörten. Unter den Kolleginnen und Kollegen gab es einhellig Wut, Entsetzen oder Enttäuschung über den Beschluss gegen Saarlouis. Aber auch eine enorme Kampfbereitschaft.
    Die Mehrheit der Angesprochenen waren unserem Vorschlag, zu streiken, gegenüber aufgeschlossen. Dabei waren die Fragen: „Machen die anderen mit?“; „Ist das Ford egal, haben die bereits einen Streik „eingepreist?“.
    Zum Teil machte sich eine Enttäuschung über den Betriebsrat breit. Die Äußerung eines Kollegen, mit dem Beschluss sei der Standort tot und „Tote können nicht mehr kämpfen“, war sicher eine Minderheitenmeinung. Ein ehemaliger Bergmann berichtete vom Streik 1997. Und das Beispiel von Opel-Bochum, wo durch den selbständigen Kampf die Stilllegung des Werks um zehn Jahre verschoben werden konnte, kannten einige. Die Einschätzung der MLPD, dass das zynischen Ausspielen der Arbeiter von Valencia und Saarlouis die gleiche Ursache hat, wie der Krieg in der Ukraine, wo die Herrschenden Arbeiter Russlands und der Ukraine aufeinander schießen lassen, nämlich Jagd nach Höchstprofiten bzw. die Weltherrschaft, teilten etliche Kollegen.
    Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD), wie auch CDU-Chef Stephan Toscani warteten mit lautstarken Reden auf, die vertuschen sollten, dass das refomistische Krisenmanagement krachend gescheitert ist. Inhaltlich enthielten sie keinerlei Perspektive für den Kampf.
    Tatsächlich war es ein von vornherein abgekartetes Spiel von Ford, die Löhne zu senken, Antreiberei zu erhöhen und Steuergelder aufzusaugen – aber anstatt das selbstkritisch einzugestehen beschwor der Betriebsratsvorsitzende, Markus Thal, die „Ford-Familie“ zu der „wir alle gehören“.
    Heute früh stand die MLPD mit einem Flugblatt vor dem Tor, in dem sie die Notwendigkeit eines selbständigen Streiks begründete. Die überwiegende Mehrheit der Angesprochenen befürwortete einen Streik. Die Betriebsversammlung wurde heute fortgesetzt. Entgegen der Zustimmung zu einem Streik warnte die IG-Metall-Führung heute, ein Streik sei verboten, man werde aber „hart“ um das Werk kämpfen. „Nicht nur Ford-Mitarbeiter müssten mit einbezogen werden, sondern auch die Zulieferer und die ganze Region.“ (Saarländischer Rundfunk). Wir treten für einen selbständigen Streik ein. Die Auseinandersetzung um den Weg des Kampfes gehen also weiter!
    https://www.rf-news.de/2022/kw25/belegschaft-will-kaempfen-aber-wie
    WELTWIRTSCHAFTS- UND FINANZKRISE VOR NEUEM EINBRUCH?
    „Es brennt lichterloh“
    Diesmal kam hoher Besuch nach Berlin zum „Tag der Industrie“, der Jahrestagung des BDI, des Bundesverbands der deutschen Industrie. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), Finanzminister Christian Lindner (FDP) und Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) gaben sich die Klinke in die Hand, um vor den über 1000 geladenen Gästen ihre Politik der Klassenzusammenarbeit von Monopolen und Regierung zu beschwören. Sie nennen das „Schulterschluss“.
    Von Anna Bartholomé
    Donnerstag, 23.06.2022
    BDI-Präsident Siegfried Russwurm warnt vor einem bevorstehenden Kriseneinbruch. Auch in seinen Worten ist der Alleinschuldige der Krieg Russlands in der Ukraine. Die Regierungen und Unternehmen „hätten die von Russland ausgehenden Risiken“ unterschätzt. „Jetzt brennt es lichterloh.“¹
    Das sind neue Töne, denn noch vor wenigen Wochen träumten Konzernchefs und Wirtschaftsinstitute vom bevorstehenden Wirtschaftsaufschwung. Jetzt warnt auch der Präsident des Münchener IFO-Instituts, Clemens Fuest, vor einem „giftigen Krisencoctail“ aus Inflation, drohender Gasknappheit, wieder anschwellender Corona-Pandemie, zerstückelten Lieferketten usw. Vor allem aber fürchten er und seinesgleichen Kämpfe und vor allem selbständige Streiks.
    Die Krisenwarnungen haben sicherlich einen Hintergrund in den bevorstehenden Tarifrunden, bei denen die Belegschaften ihre Kampfbereitschaft wie zuletzt in den gewerkschaftlichen Streiks der Hafenarbeiter in Emden, Hamburg, Bremen und Wilhelmshaven², für höhere Löhne, kürzere Laufzeiten – und darüber hinaus für Lohnnachschläge entfalten.
    Aber es wird nicht nur von Krise und Rezension geredet. In der Realität spitzt sich die weltwirtschaftliche Entwicklung zu: Auf eine drastische Vertiefung der seit 2018 anhaltenden Weltwirtschafts- und Finanzkrise.
    Aufgrund der ungebremst steigenden Inflation in den USA und der EU hat die amerikanische Notenbank den Leitzins um 0,75 Prozentpunkte erhöht, die höchste Steigerung seit 1994. Auch die europäische Zentralbank kündigte eine Leitzinserhöhung um bislang moderate 0,25 Prozentpunkte an.
    Die Weltwirtschaft hängt aber am Tropf des über viele Jahre ungebremst ausgeschütteten billigen Geldes. Die „Zinswende“ wird zumindest kurzfristig wenig Wirkung zum Abdämpfen der Inflation haben. Aber sie soll den Unmut der Massen – weltweit – über rasant steigende Lebenshaltungskosten bis hin zu Hungerkrisen dämpfen. Und sie verschärft zugleich das Krisenpotential.
    Investitionen werden teurer. Die Staatsverschuldung, besonders in den am höchsten verschuldeten Ländern wie Italien und Griechenland, steigt sprunghaft bis hin zu drohenden Staatsbankrotten an. Die EZB musste letzte Woche aus Angst vor einer neuen Euro-Krise eine Notsitzung einberufen.
    Der auch nach dem Krisenbeginn 2018 anhaltende Börsenboom, angeheizt durch das extrem billige Geld, bekommt einen deutlichen Knick. Beim wichtigsten US-Index S&P 500 krachte es mit der FED-Entscheidung gewaltig – er verlor bereits seit Jahresbeginn 2022 fast ein Viertel. Der weltweite Index MSCI World verlor in diesem Zeitraum 34 Prozent, der Dax 18 Prozent.³ Jetzt flattern die Börsenkurse täglich in größter Nervosität – ein Einbruch der Weltfinanzkrise droht. Auch die Kryptowährungen stürzen ab.
    Der begonnene Weltwirtschaftskrieg gegen Russland wirkt wie ein Bumerang auf die Länder zurück, die die Sanktionen betreiben. In Deutschland lag der Index für das produzierende Gewerbe 2021 mit 97,7 um 7,5 Prozent unter dem Wert von 2018. Besonders stark ist die Automobilindustrie betroffen. Im ersten Quartal 2022 war der weltweite Automobilabsatz rückläufig.⁴ In Deutschland gingen bis Mai 2022 die Zulassungen gegenüber dem Vorjahr um 9 Prozent zurück. Trotzdem verzeichneten die Autokonzerne noch Höchstprofite – dank verschärfter Ausbeutung der Arbeiterinnen und Arbeiter, staatlicher Kurzarbeiterzuschüsse, Subventionen für Elektroautos und Konzentration auf die Produktion von Luxusautos.⁵
    Finanzminister Lindner redet jetzt von „drei harten Jahren“, die „uns“ bevorstünden, womit er sicherlich nicht das eigene Wohlergehen, allerdings aber das der Massen meint. Immer rigoroser kündigt er die Abwälzung der Kriegs- und Krisenlasten auf die Massen an, die sich auf „Entbehrungen“ einstellen müssten.
    Bei der Abwälzung der Krisenlasten auf die Massen stehen die Grünen vorndran. Habeck ruft eine zweite Warnstufe im „Notfallplan Gas“ aus und fordert Energiesparen, Temperaturabsenkungen in Wohnungen und Schwimmbädern und macht sich für eine Renaissance der fossilen Verbrennung mit Kohlekraftwerken und weiterem Abbaggern der Braunkohle stark. FDP-Chef Lindner (diesmal in Einheit mit dem CDU-Chef Friedrich Merz) will „ganz ideologiefrei“ die Laufzeit der Atomkraftwerke verlängern.
    Hitzewellen, Starkregen, Waldbrände, Atomkraftrisiken – was kümmert das diese Herrschaften. Das wird die Widersprüche in der und zur Ampel-Koalition befeuern.
    Ein neuer Einbruch in der Weltwirtschafts- und Finanzkrise aber steigert auch die Weltkriegsgefahr – weit über den Ukraine-Krieg hinaus. Wie die Geschichte zeigt, war der imperialistische Krieg für die Herrschenden immer ein Ausweg aus der Krise.
    Darum fordert die soeben erschienene „Blaue Beilage“ der Roten Fahne: „Der Ukrainekrieg und die offene Krise des imperialistischen Weltsystems“, dass der aktive Widerstand gegen die Weltkriegsvorbereitung eng mit den Kämpfen um Erhalt und Ausbau sozialer Errungenschaften, sowie gegen die Abwälzung der Kriegs- und Krisenlasten verbunden sein muss.
    https://www.rf-news.de/2022/kw25/es-brennt-lichterloh
    Elektroautokonzern Tesla kündigt Stellenabbau an
    Stand: 21.06.2022
    Der US-Elektroautokonzern Tesla hat Pläne zum Abbau Tausender Stellen weltweit bekannt gegeben. Gleichzeitig sucht der Hersteller für sein deutsches Werk offenbar Personal, weil vielen Interessenten die angebotene Bezahlung nicht genügt.Tesla will in kommenden drei Monaten weltweit tausende Stellen abbauen. Es gehe um zehn Prozent der lohnabhängig Beschäftigten, was 3,5 Prozent der Gesamtbelegschaft entsprechen – es seien also nicht besonders viele, sagte Tesla-Chef Elon Musk in einem Videointerview auf der Konferenz Qatar Economic Forum. Ende 2021 beschäftigte der US-Konzern weltweit rund 100.000 Mitarbeiter, somit wären es mehr als 3000 betroffene Menschen.Musk erklärte in Zusammenhang mit den Stellenstreichungen, dass eine Rezession in nächster Zeit aus seiner Sicht möglich sei. „Es ist nicht sicher, aber es scheint wahrscheinlicher.“ In den vergangenen Wochen war durch die Berichterstattung über eine bekannt gewordene interne E-Mail Musks zunächst der Eindruck entstanden, er wolle unter Verweis auf die schwache Konjunktur zehn Prozent der gesamten Tesla-Arbeitsplätze streichen.Der offenbar schon begonnene Stellenabbau in den USA sorgt bereits für Ärger. In Texas steht Tesla wegen des Verdachts der Massenentlassungen ohne Einhaltung der Kündigungsfrist in der Kritik.
    https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/tesla-entlassungen-einstellungen-101.html

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