Kollege Udo Buchholz informiert: „NRW-Ostermarsch-Auftakt in Gronau führte zur umstrittenen Urananreicherungsanlage!“

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) haben wir über den Kollegen Udo Buchholz, dem Vorstandsmitglied und Pressesprecher des BBU (http://ak-gewerkschafter.com/?s=udo+buchholz+bbu) , den Bericht mit dem Titel

„NRW-Ostermarsch-Auftakt in Gronau führte zur umstrittenen Urananreicherungsanlage!“

erhalten, zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet und in der Kategorie „ATOMPOLITIK“ (http://ak-gewerkschafter.com/category/atompolitik/) archiviert.

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

 

(Das linke Eigenfoto zeigt Udo Buchholz.)

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Kollege Udo Bucholz informiert:

·Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
·Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
·Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
·Natur- und Umweltschutzverein Gronau (NUG)

(Das Foto zeigt denOstermarsch in Gronau, 7. Apri 2023.)

07.04.2023

Pressemitteilung

NRW-Ostermarsch-Auftakt in Gronau führte zur
umstrittenen Urananreicherungsanlage

Unter dem Motto „Energiewende & Frieden statt Urananreicherung & Krieg“
hat Karfreitag (7. April 2023) in Gronau (Westfalen) wieder ein
Ostermarsch zur bundesweit einzigen Urananreicherungsanlage
stattgefunden. Etwa 120 – 130 Personen beteiligten sich. Veranstalter
war wie in den Vorjahren das Aktionsbündnis Münsterland gegen
Atomanlagen. Den Aufruf zur Teilnahme an dem Ostermarsch hatten mehr als
20 Initiativen und Verbände unterschrieben, darunter der Arbeitskreis
Umwelt (AKU) Gronau, der DGB Stadtverband Gronau, der Natur- und
Umweltschutzverein Gronau (NUG), die Ärzteorganisation IPPNW Münster,
niedersächsische und niederländische Initiativen und auch der
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU).

Mit dem Gronauer Ostermarsch wurde u. a. vor der möglichen militärischen
Nutzung der Urananreicherung gewarnt. In dem Aufruf zur Teilnahme an dem
Gronauer Ostermarsch hieß es: „Wir wollen auf die militärische Brisanz
der Gronauer Urananreicherungsanlage hinweisen und mit Nachdruck ihre
Stilllegung fordern. Und wir wollen uns mit den Opfern in der Ukraine
und aller Kriege solidarisch zeigen. Wir engagieren uns für eine
umweltfreundliche und unabhängige Energieversor­gung, damit nicht länger
menschenfeindliche Regime mit dem Einkauf von fossilen Energieträgern
finanziell unterstützt werden.“ Und weiter wird in dem Aufruf
ausgeführt: „Mit der Zentrifugentechnik, die in den
Urananreicherungsanlagen der Urenco in Gronau (und auch in den
Niederlanden, in Großbritannien und in den USA) zum Einsatz kommt, kann
auch Uran für den Einsatz in Atomwaffen vorbereitet wer­den. Diese
Zentrifugentechnik kommt auch im Atomprogramm des Irans zum Einsatz.
Dabei ist die internationale Sorge groß, dass die Technik zum
Atombom­benbau gebraucht wird. Fest steht: Wer über die
Zentrifungentechnik ver­fügt, kann sie grundsätzlich für die Versorgung
von Atomkraftwerken, aber auch für die Produktion von Atomwaffen nutzen.“

Die Gronauer Urananreicherungsanlage wird vom Urenco-Konzern betrieben,
an dem auch die Energiekonzerne RWE und E.ON beteiligt sind.

Zu Beginn gab es bei der Auftaktkundgebung des Gronauer Ostermarsch
einen Redebeitrag zum Thema Uranabbau. Das Uran, das in Gronau
verarbeitet wird, muss zuvor unter menschen- und umweltfeindlichen
Bedingungen in weit entfernten Ländern abgebaut und über weite
Transportwege nach Gronau gebracht werden. DerOstermarsch richtete sich
daher auch gegen den Uranabbau und die mit der Uranverarbeitung
verbundenen gefährlichen Urantransporte.

Bei der Abschlusskundgebung vor der Urananreicherungsanlage kamen
zunächst folgende Rednerinnen und Redner zu Wort: Dr. Brigitte Hornstein
(IPPNW Münster), Jan Schaake (Enschede voor vrede, Niederlande), Peter
Diehl (Bündnis AtomkraftgegnerInnen im Emsland, AgiEL) und Udo Buchholz
(Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau und Vorstandsmitglied des
Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz, BBU).

In den Redebeiträgen wurde betont, dass es für die Uranfabriken in
Gronau und Lingen bisher keine Laufzeitbegrenzungen gibt. In beiden
Anlagen soll auch nach der Stilllegung der letzten Atomkraftwerke in der
Bundesrepublik am 15. April 2023 weiterhin Uran für den Einsatz in
Atomkraftwerken in zahlreichen anderen Ländern vorbereitet werden. Die
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Ostermarsches fordern die Stilllegung
dieser Uranfabriken und auch die der niederländischen Uranfabrik in
Almelo. Der geplante Bau neuer Atomkraftwerke in den Niederlanden wurde
vom Ostermarsch ebenso abgelehnt wie die weitere Lagerung von Atomwaffen
in Büchel (Rheinland-Pfalz).

Am Ende der Ostermarschkundgebung betonte Franz-Josef Rottmann (AKU
Gronau), dass es notwendig sei, zur Wahrung von Sicherheit und Frieden
die UNO auszubauen.

Begonnen wurden sowohl die Auftaktkundgebung am Gronauer Bahnhof als
auch die Abschlusskundgebungen mit Schweigeminuten, in denen der Opfer
von Kriegen und der Atomindustrie gedacht wurde.

Für das leibliche Wohl bei der Abschlusskundgebung sorgten die Aktiven
der Gronauer VolXküche.

Wer für die Finanzierung des Ostermarsches und weiterer Aktionen gegen
die Urananreicherungsanlage spenden möchte, kann dafür das Konto des
Natur- und Umweltschutzver­ein Gronau (NUG) e. V., nutzen, der den
Gronauer Ostermarsch mit organisiert: Volksbank Gronau, IBAN: DE71 4016
4024 0143 1961 00, BIC: GENODEM1GRN, Stichwort: „Ostermarsch Gronau 2023“.

Weitere Informationen zum Gronauer Ostermarsch:
https://ostermarsch-gronau.de ,

zu den bundesweiten Ostermärschen: https://www.friedenskooperative.de

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