CAMPACT informiert: Drei griechische Feuerwehrleute sollen ins Gefängnis, weil sie das Leben von Flüchtlingen retteten! Protestiert alle mit dagegen!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) haben wir über CAMPACT (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=campact) mit Entsetzen zur Kenntnis genommen, dass drei griechische Feuerwehrmänner, weil sie Leben retteten, ins Gefängnis sollen. Diesbezüglich hat CAMPACT eine umfangreiche Informations-Kampagne inklusive Petition für diese Feuerwehrleute gestartet.

Diese haben wir nachstehend selbstverständlich sehr gerne als AK zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme und Bredienung auf unsere Homepage und in die Kategorie „PETITIONEN“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/petitionen/) gepostet.

Für den AK Manni Engelhardt –Koordinator-

CAMPACT informiert:

„Lieber Manni Engelhardt,

ausgezehrt und in Todesangst haben eine halbe Million Flüchtlinge in den vergangenen Monaten die griechische Insel Lesbos erreicht. Viele hätten die Überfahrt ohne den Einsatz der ehrenamtlichen Helfer/innen nicht überlebt. Doch drei mutigen Feuerwehrmännern droht jetzt für ihre Arbeit eine Haftstrafe. Der Vorwurf der griechischen Behörden: Menschenschmuggel.

Unsere europäische Schwesterorganisation WeMove fordert deshalb: Helfer/innen dürfen nicht länger kriminalisiert werden, weil sie humanitäre Arbeit leisten. Die Europäische Kommission muss die entsprechende EU-Richtlinie jetzt ändern. Bitte lesen Sie, was WeMove Ihnen schreibt – und unterstützen Sie diesen wichtigen Appell!

Hier klicken und den WeMove-Appell unterzeichnen:
https://act.wemove.eu/campaigns/nothilfe-ist-kein-schmuggel?utm_source=KB&utm_medium=mail&utm_campaign=de_20160818a

Mit herzlichen Grüßen
Dr. Felix Kolb, Campact-Geschäftsführer

Liebe Campact-Aktive,

Manuel Blanco, Enrique Rodríguez und Julio Latorre sind gestandene Feuerwehrmänner. Im Dezember fuhren die drei Spanier nach Griechenland: um auf dem Meer Flüchtlingen zu helfen. Sie wollten nicht, dass noch mehr Menschen auf der Flucht vor Krieg und Armut ertrinken. Jetzt aber drohen den Feuerwehrmännern zehn Jahre Gefängnis. Der Grund: Die griechischen Behörden machen keinen Unterschied zwischen Flüchtlingshilfe und Menschenschmuggel.

Griechenland stützt sich auf eine EU-Richtlinie, die Schlepper mit Helfern gleichsetzt. Sie wird zwar zurzeit von der Europäischen Kommission überprüft – doch alles deutet darauf hin, dass die Kommission nichts an der rechtlichen Situation für die Flüchtlingshelfer/innen ändert. Wir müssen jetzt zeigen, wie wichtig uns das Schicksal der Helfer/innen wie Manuel, Enrique und Julio ist. Nur wenn der Öffentlichkeit klar wird, wie ungerecht und menschenfeindlich die Richtlinie ist, gerät die EU-Kommission in Zugzwang – und sorgt für die Entkriminalisierung der mutigen Helfer/innen.

Wir wollen jetzt 100.000 Unterschriften unter unserem Appell sammeln – 78.000 sind es bisher. Sobald wir sie haben, übergeben wir sie an EU-Kommissar Avramopoulos. Doch nicht einfach so: Dutzende von Seenotretter/innen begleiten uns – gefesselt mit Handschellen. Ein perfektes Bild für die europäische Presse. Bitte helfen Sie uns jetzt – damit wir schnell über die Ungerechtigkeit informieren können.

Unterzeichnen Sie hier die WeMove-Petition:
https://act.wemove.eu/campaigns/nothilfe-ist-kein-schmuggel?utm_source=KB&utm_medium=mail&utm_campaign=de_20160818b

Es ist der 14. Januar 2016, als die drei Feuerwehrmänner mitten in der Nacht zu einem Notfall gerufen werden. Ein Schiff mit Flüchtlingen droht zu sinken. Zurück an Land werden Manuel Blanco, Enrique Rodríguez und Julio Latorre jedoch festgenommen – wegen Menschenschmuggels. Und die Messer, die sie bei sich tragen, um in der letzten Sekunde Seile zerschneiden zu können, werden ihnen auch noch als Waffenbesitz vorgeworfen. Erst nach drei Tagen und 15.000 € Kaution dürfen die drei wieder gehen. Noch in diesem oder im nächsten Jahr steht ihnen der Prozess bevor.

An diesem Freitag ist der Welttag der humanitären Hilfe, ausgerufen von den Vereinten Nationen. Die drei Feuerwehrmänner bitten uns, diesen Anlass zu nutzen, um als Bürgerinnen und Bürger Europas mit einer starken Petition Stellung zu beziehen. Denn Lebensretter/innen wie Manuel, Enrique und Julio sind Held/innen und Vorbilder, aber sicher keine Straftäter/innen!

Jetzt und hier die WeMove-Petition unterzeichnen:
https://act.wemove.eu/campaigns/nothilfe-ist-kein-schmuggel?utm_source=KB&utm_medium=mail&utm_campaign=de_20160818c

Mit herzlichen Grüßen
Olga Vuković (Bologna), Oliver Moldenhauer (Berlin), Virginia López Calvo (Madrid), Julia Krzyszkowska (Warschau) und das ganze WeMove-Team

PS: Auf diversen Sondergipfeln haben unsere Regierungen über die Flüchtlinge geredet – und dabei die menschliche Seite ignoriert. Es ist furchtbar, dass immer noch Menschen im Mittelmeer ertrinken. Völlig unfassbar aber ist, dass auch noch die viel zu wenigen Helfer und Helferinnen kriminalisiert werden. Bitte machen Sie jetzt mit:

Hier den WeMove-Appell unterzeichnen:
https://act.wemove.eu/campaigns/nothilfe-ist-kein-schmuggel?utm_source=KB&utm_medium=mail&utm_campaign=de_20160818d

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Campact e.V.
Artilleriestraße 6
27283 Verden“

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