An den UNI-KLINIKEN geht der Tarifkampf verstärkt weiter, da die Arbeitgeber nicht einlenken wollen!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

zu aktuellen Tarifauseinandersetzungen an den Universitätskliniken haben wir als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis mehrfach berichtet, wie hr es durch den Klick auf den nachstehenden Lin aufrufen und nachlesen könnt.

> http://ak-gewerkschafter.com/?s=streik+an+den+unikliniken !

Ein Einlenken der Arbeitgeberseite ist momentan nicht in Sicht. Aktuell teilt die Gewerkschaft dazu mit:

Kliniken in NRW: Jetzt streiken auch die Azubis

+++ Update +++

19.05.2022 – 55 Prozent der Auszubildenden zur Pflegekraft an den Unikliniken in Nordrhein-Westfalen können sich derzeit nicht vorstellen, längerfristig in dem Beruf zu bleiben, den sie gerade lernen. Das ist das Ergebnis einer Befragung unter insgesamt 502 Auszubildenden der Universitätskliniken im Zeitraum April bis Mai. Demnach können sich 56 Prozent der Befragten auch nicht vorstellen, in Vollzeit zu arbeiten. 72 Prozent der Auszubildenden sagen, dass es für sie eine zusätzliche Belastung darstelle, wenn in ihrer Schicht nicht ausreichend Fachkräfte arbeiten. Und auch das sagen die Azubis: Für 54 Prozent von ihnen sind die aktuellen Ausbildungsbedingungen nicht mit ihrem Privatleben vereinbar. Nur 12 Prozent bekommen das hin. Kein Wunder also, dass heute hunderte Auszubildende der Unikliniken in Essen zum Streik zusammengekommen sind. Zu übersehen und zu überhören waren sie nicht.

Viele Versprechen vor der Landtagswahl

In der Krankenhausbewegung „Notruf NRW“ zur Entlastung der Beschäftigten liegt nach Ablauf des 100-Tage-Ultimatums an die Landesregierung Anfang Mai noch immer kein Angebot der Regierung vor. Vor der Landtagswahl am 15. Mai wurden viele Versprechen gemacht. An ihnen werden die Streikenden die neue Regierung messen. Noch steht die aber nicht.

Auch wenn morgen erst einmal weiter verhandelt werden wird, hat die Uniklinik Köln bereits Patienten vor weiteren Einschränkungen durch den bis zum 26. Mai verlängerten Streik an den Unikliniken in Aachen, Bonn, Köln, Düsseldorf, Münster und Essen gewarnt. Das OP-Programm in Köln sei drastisch reduziert, es gebe weiter erhebliche Verzögerungen bei terminierten und bei ambulanten Behandlungen. An der Uniklinik Essen nähmen im Schnitt täglich rund 250 Beschäftigte am Streik teil, das teilte die Klinikleitung dort mit. Hinzu kämen Erkrankungen und Quarantänen wegen Covid-19. Derzeit seien deshalb knapp zwei Drittel der OP-Säle geschlossen.

Vor dem heutigen Streiktag sagte Gabriele Schmidt, ver.di-Landesbezirksleiterin NRW: „Wir brauchen an den Unikliniken qualifiziertes Fachpersonal und das geht nur mit einer guten beruflichen Ausbildung. Kliniken, die in Ausbildung investieren, haben in Zukunft weniger Probleme gutes Fachpersonal zu finden.“

300 Auszubildende von allen sechs Unikliniken am 19. Mai 2022 im Streik in Essen ver.di 300 Auszubildende von allen sechs Unikliniken am 19. Mai 2022 im Streik in Essen
 

07.05.2022 – Acht Tage vor der Landtagswahl sind rund 2.500 Beschäftigte der sechs Unikliniken in NRW durch Düsseldorf gezogen. Vor dem Landtag haben sie noch einmal lautstark auf ihre Forderung nach einem Entlastungstarifvertrag aufmerksam gemacht. Dabei werden die Streikenden tatkräftig unterstützt, denn Beschäftigte aus anderen Branchen, Patient*innen, Sozialverbände und Parteien zeigen sich mit ihnen solidarisch. 

Hauptrednerin war ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler. Sie forderte in ihrer Rede  grundlegende Veränderungen am System. Die Fallpauschalen führten zu deutlichen Fehlsteuerungen, zu Personalabbau auf der einen und unnötigen Leistungen auf der anderen Seite. Ihre Schlussfolgerung: „Die Fallpauschalen müssen weg und durch eine bedarfsgerechte Finanzierung abgelöst werden!“ Auch Beschäftigte kamen bei der Abschlusskundgebung zu Wort, berichteten aus ihrem Arbeitsalltag. Sie machen sichtbar, wie hoch die Belastungen sind, nicht nur in der Pflege, sondern auch in den anderen Bereichen der Unikliniken, etwa in der Küche. Einig waren sich an diesem Tag alle, dass so lange gestreikt wird, bis die Tinte unter einem Entlastungstarifvertrag getrocknet ist. 

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Den kompletten eitrag könnt Ihr durch den Klick auf den nachsteheden Link auf der Homepage  der Gewerkschaft Ver.di lesen.

> https://www.verdi.de/themen/nachrichten/++co++a1ef63b8-ca17-11ec-94f1-001a4a16012a !

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Als AK bleiben wir am Thema dran und werden weiter dazu berichten.

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

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