Kollege Udo Buchholz informiert für 4 Umweltorganisationen darüber, dass die Urananreicherungsanlage Gronau mit keinem Wort Erwähnung im Koalitionsvertrag gefunden hat und am  Sonntag, d. 05. Dezember 2021,  in Gronau um 13.00 Uhr eine Kundgebung vor selbiger stattfinden wird!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

soeben hat uns als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) eine Pressemitteilung von 4 Umweltorganisaionen über Kollegen Uso Buchholz, dem Vorstandsmitglied und Pressesprecher des BBU (http://ak-gewerkschafter.com/?s=udo+buchholz+bbu) erreicht.

Darin wird kritisiert, dass die Urananreicherungsanlage Gronau mit keinem Wort Erwähnung im Koalitionsvertrag gefunden hat und am  Sonntag, d. 05. Dezember 2021,  in Gronau um 13.00 Uhr eine Kundgebung vor der Urananreicherungsanlage stattfinden wird.

Wir haben die komplette Mitteilung nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet und in der Kategorie „ATOMPOLITIK“ (http://ak-gewerkschafter.com/category/atompolitik/) archiviert.

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

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Kollege Udo Buchholz informiert:

Sehr geehrte Damen und Herren,

kurz vor der Vorstellung des Koalitionsvertrages war gestern (24.11.2021) Vladimir Slivjak an der Urananreicherungsanlage Gronau

(Auf dem Foto ist  in der Mitte Vladimir Slivjak zwischen Gronauer Atomkraftgegnern zu sehen).

Im Koalitionsvertrag taucht die Urananreicherungsanlage mit keinem Wort auf. Damit stimmt die Ampel-Koalition weiteren Uranlieferungen von Gronau aus an Atomkraftwerke in zahlreichen Ländern indirekt zu. Der Protest geht weiter, z. B. mit einer Kundgebung am 5. Dezember in Gronau vor der umstrittenen Uranfabrik.

Mit freundichen Grüßen

Udo Buchholz, BBU-Vorstandsmitglied

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Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
Ecodefense, Russland
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
Gronau, 24. November 2021

Deutsche und russische Umweltorganisationen fordern:
Konsequenter Atom- und Kohleausstieg
Erwartungen an neue Bundesregierung:
– Urananreicherung und Brennelementeherstellung beenden
– keine Uranmüll- und Atomkooperation mit Russland
– Kohleimporte aus Russland einstellen

Auf einer Pressekonferenz an der Urananreicherungsanlage Gronau
forderten heute Vertreter deutscher und russischer Umweltgruppen von der
kommenden Bundesregierung einen konsequenten Atom- und Kohleausstieg. So
müssen die Urananreicherung in Gronau und die Brennelementeproduktion in
Lingen beendet, die Uranmüllexporte von Gronau nach Russland dauerhaft
eingestellt und die anvisierte Kooperation zwischen dem Lingener
Brennelementehersteller Framatome und dem russischen Atomkonzern Rosatom
verhindert werden. Zudem forderten die russische Umweltorganisation
Ecodefense, der Arbeitskreis Umwelt Gronau, das Aktionsbündnis
Münsterland gegen Atomanlagen sowie der Bundesverband Bürgerinitiativen
Umweltschutz ein Ende der Kohleimporte aus Russland für den Betrieb
deutscher Kohlekraftwerke.

„Seit nunmehr 15 Jahren fordern wir ein Ende der unverantwortlichen
Uranmüllexporte von der Urananreicherungsanlage Gronau nach Russland.
Hier muss sich endlich etwas tun. Russland ist nicht die Atommüllkippe
für Deutschland. Wir erwarten von der nächsten Bundesregierung auch,
dass sie keine Türen für neue Atomkooperationen in Deutschland öffnet.
Und es ist enorm wichtig, dass Deutschland keine Steinkohle mehr aus dem
sibirischen Kuzbass importiert. Die Umwelt- und Gesundheitsschäden im
Kuzbass sind zu hoch und nicht akzeptabel,“ erklärte Vladimir Slivyak,
Ko-Vorsitzender von Ecodefense. Am 1. Dezember wird Herrn Slivyak in
Stockholm zusammen mit drei weiteren Persönlichkeiten der diesjährige
Alternative Nobelpreis verliehen.

„Ende 2022 werden die letzten deutschen Atomkraftwerke abgestellt. Eine
Urananreicherung und Brennelementefertigung ist dann nicht mehr
notwendig – von daher ist die Stilllegung dieser beiden Atomanlagen nur
konsequent, damit die gravierenden Lücken beim Atomausstieg geschlossen
werden. Große Sorgen macht uns auch der Atomreaktor in München-Garching,
der rechtswidrig mit hoch angereichertem, waffenfähigem Uran betrieben
wird und ebenfalls umgehend stillgelegt werden sollte,“ so Udo Buchholz
vom AKU Gronau und Vorstandsmitglied im Bundesverband Bürgerinitiativen
Umweltschutz.

„Auf die nächste Bundesregierung kommen viele Probleme im Atombereich
zu. Wir lehnen die Beteiligung des Gronauer Urananreicherers Urenco am
Neubau von neuen Reaktorlinien genauso ab wie den Versuch auf EU-Ebene,
Atomenergie als „nachhaltig“ grün zu waschen. Atomenergie bleibt
weiterhin unberechenbar, zu gefährlich und bekanntlich auch extrem
teuer. Zudem muss die Suche nach einer langfristigen, sicheren Lagerung
für den bereits angefallenen Atommüll auf allen Ebenen mit einer viel
breiteren Öffentlichkeitsbeteiligung noch einmal neu aufgerollt werden,“
ergänzte Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

Gespräch mit Bürgermeister und Kundgebung an UAA

Im Anschluss an die Pressekonferenz ist ein Treffen zwischen Vladimir
Slivyak und dem Gronauer Bürgermeister Rainer Doetkotte (CDU)
vereinbart. Initiiert hatte das Treffen die Gronauer Ratsfraktion von
GAL/Die Linke.

Am Sonntag, 5. Dezember, findet in Gronau um 13 Uhr eine Kundgebung vor
der Urananreicherungsanlage Gronau statt. Vladimir Slivyak wird dort
Hauptredner sein. Einer der weiteren Redebeiträge kommt von der Gronauer
Ärztin Dr. Martha Pfeiffer.

Hintergrundinfos Ecodefense:

Ecodefense ist seit mehr als 30 Jahren in Russland als unabhängige
Umweltorganisation tätig und wendet sich gegen die weitere Nutzung der
Atomkraft und Kohle. Die renommierte NGO konnte dabei unter anderem den
Bau von mehreren Atomkraftwerken in Kaliningrad und Südafrika
verhindern. Zugleich lenkte Ecodefense die öffentliche Aufmerksamkeit
auf die erheblichen Umwelt- und Gesundheitsschäden durch den Kohleabbau
im sibirischen Kuzbass.

Seit nunmehr 15 Jahren protestiert Ecodefense gemeinsam mit deutschen,
niederländischen und französischen Initiativen gegen den Import von
abgereichertem Uran aus Gronau und anderen westeuropäischen Ländern nach
Russland.

Zugleich fordert Ecodefense einen Lieferstopp für russische Kohle, die
mittlerweile zum wichtigsten Lieferanten für deutsche
Steinkohlekraftwerke – z. B. Datteln IV – geworden ist.

Aufgrund der sehr engagierten Arbeit von Ecodefense wurde die
Umweltorganisation bereits 2014 von der russischen Regierung zur
„ausländischen Agentin“ abgestempelt. Das führte unter anderem dazu,
dass die Ko-Vorsitzende von Ecodefense, Alexandra Koroleva, seit 2019 in
Deutschland im Exil lebt.

Mit der Verleihung des Alternativen Nobelpreises – des Right Livelihood
Award – für Vladimir Slivyak wird nun die umfangreiche Arbeit von
Ecodefense international gewürdigt.

Kontakte:

Udo Buchholz, AKU Gronau / BBU, Tel. 02562-23125, 0178-9050717

Vladimir Slivyak, Ecodefense/Russland, Tel. 0178-1792352

Matthias Eickhoff, Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, Tel.
0176-64699023

Weitere Infos:

https://rightlivelihood.org

www.bbu-online.de 

www.sofa-ms.de

www.urantransport.de

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