Der BBU kann heute sein FÜNZIGSTES JUBILÄUM feiern! Als AK gratulieren wir ihm HERZLICH dazu!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) haben wir über den Kollegen Udo Buchholz, dem Vorstandsmitglied und Pressesprecher des BBU (http://ak-gewerkschafter.com/?s=udo+buchholz+bbu) erfahren, dass der BBU am heutigen Tage Fünfzigjähriges-Jubiläum feiern kann.

Dazu gratulieren wir ihm recht herzlich.Die uniläumsmitteilung haben wir nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere GHomepage gepostet und in der Kategorie „ATOMPOLITIK“ (http://ak-gewerkschafter.com/category/atompolitik/) archiviert.

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

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Kollege Udo Buchholz informiert:

(Die BBU-Fotos zeigen: Für die weltweite Stilllegung aller Atomanlagen! Sofort! & Demonstration in Lingen, 26.10.2019)

BBU-Pressemitteilung, 23.06.2022

1972 – 2022: 50 Jahre Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
50 Jahre konsequenter Einsatz für die Umwelt

(Bonn, 23.06.2022) Am Freitag (24. Juni 2022) vor genau 50 Jahren wurde
der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU, aktuell mit Sitz
in Bonn) gegründet. In ihm sind zahlreiche Bürgerinitiativen und
Umweltverbände aus dem ganzen Bundesgebiet organisiert, die sich für
umfassenden und konsequenten Umweltschutz einsetzen. Die Geschichte des
BBU ist eng mit der Geschichte der Anti-Atomkraft-Bewegung verbunden.
Das Themenspektrum des BBU hat sich in den 50 Jahren seines Bestehens
stark erweitert – geblieben ist die dringende und nach wie vor
erschreckende Notwendigkeit für weitere umfangreiche Aktivitäten im
Bereich des Umwelt- und Naturschutzes und für das tatsächliche Ende
jeglicher Nutzung der Atomenergie. In der Vereinssatzung des BBU heißt
es: „Vereinszweck ist die Erhaltung und Wiederherstellung der
natürlichen Lebensgrundlagen, der Schutz der Natur und der durch
Umweltgefahren bedrohten öffentlichen Gesundheit.“Zu seinem 50.
Geburtstag wünscht sich der BBU weitere Mitglieder und Spenden zur
Absicherung seines Engagements.

Der BBU wurde am 24. Juni 1972 von Bürgerinitiativen, Umweltgruppen und
Friedensinitiativen vor dem Hintergrund des drohenden Baus eines
Atomkraftwerks in Wyhl (Baden-Württemberg) gegründet. Der BBU war zu der
Zeit einer der ersten und zudem der größte bundesweit arbeitende
Umweltverband. Zu den Mitgliedern des BBU gehören heute ebenso örtliche
Bürgerinitiativen wie große Verbände (z. B. Greenpeace und Robin Wood).
Der BBU ist ein überparteilicher Zusammenschluss und als Verein
gemeinnützig anerkannt.

Besonders in den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts hat der
BBU zahlreiche Großdemonstrationen gegen Atomanlagen und gegen
Atomwaffen mit organisiert, die bis heute nachwirken. Erinnert sei an
die Demonstration 1981 gegen das Atomkraftwerk Brokdorf, an der sich bei
Schnee und Eis 100.000 Menschen beteiligten, sowie an die großen
Friedensdemonstrationen gegen die Nato-Nachrüstung in Bonn. Zu den
besonderen Erfolgen des BBU und der gesamten Anti-Atomkraft-Bewegung
zählen die Verhinderung der Atommüllfabrik (WAA) in Wackersdorf, die
Nichtinbetriebnahme des Schnellen Brüters in Kalkar und die endgültige
Stilllegung der Hanauer Atomfabriken.

Auch “im neuen Jahrhundert” kann der BBU Erfolge und vielfältige
Aktivitäten vorweisen, so z. B. die Verhinderung der
Müllverbrennungsanlage in Schwabmünchen/Hiltenfingen (2011) und
anlässlich des 25. Jahrestages der Tschernobylkatastrophe (2011) die
Mitorganisation des bundesweit größten Ostermarschs. Er fand in Gronau
statt und führte dort zur umstrittenen Urananreicherungsanlage. Diese
und viele weitere Demonstrationen, die nach der Fukushima-Katastrophe
stattfanden, führten inzwischen zur Stilllegung fast aller
Atomkraftwerke in der Bundesrepublik. Weil aber, speziell international,
noch immer Atomkraftwerke und Atomanlagen betrieben werden, setzt der
BBU seine Anti-Atomkraft-Proteste und die BBU-Stromwechselkampagne in
Kooperation mit den Elektrizitätswerken Schönau (EWS), die
atomstromfreien Strom anbieten, fort.

Besonderes Augenmerk legt der BBU mit seinen örtlichen Mitgliedsgruppen
auf die Uranfabriken in Gronau und Lingen, die trotz beschlossenem
Atomausstieg bisher ohne Laufzeitbegrenzung arbeiten. Große Beachtung
findet beim BBU und seinen Mitglieder auch der noch immer katastrophale
Umgang mit Atommüll. In dem Zusammenhang ist der BBU darüber erfreut,
dass es der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (eine
BBU-Mitgliedsorganisation) gelungen ist, in jahrzehntelanger
Widerstandsarbeit in Gorleben ein Endlager für hochradioaktiven Atommüll
zu verhindern.

Dezentrale Organisation und Beratung bei Umweltproblemen

Im Gegensatz zu anderen Umweltverbänden ist der BBU dezentral
organisiert. Alle Initiativen und Verbände, die sich dem BBU
anschließen, behalten ihren Namen und ihre volle Selbstständigkeit. Das
hat zur Folge, dass der BBU in verschiedenen Facetten in Erscheinung
tritt: Beispielsweise die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“, die
sich gegen die Atommülllagerung in Ahauszur Wehr setzt, “ist BBU”, das
Bündnis Heideterrasse, das sich u. a. im Bereich der Wahner Heide
engagiert, „ist BBU”, der Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz
(LBU) Niedersachsen „ist BBU“ und auch das Bund der Bürgerinitiativen
Mittlerer Neckar (BBMN) „ist BBU“.

Während sich die im BBU organisierten Bürgerinitiativen vorrangig um
örtliche Probleme wie Kraftwerke, Straßenbauprojekte oder bedrohte
Biotope kümmern, bietet der BBU als Dachverband einerseits den örtlichen
Gruppen Rückendeckung in der Auseinandersetzung mit Behörden und
Unternehmen (Unterstützung von Protestaktionen, Teilnahme an
Erörterungsterminen, gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit usw.). Ergänzend
ist die BBU-Geschäftsstelle damit beschäftigt, zahlreiche Anfragen zu
verschiedensten Umweltthemen zu beantworten sowie Rat- und Hilfesuchende
mit Initiativen zu vernetzen, die sich mit entsprechenden Themen und
Projekten befassen. “Es ist wichtig”, betont BBU-Geschäftsführerin
Christine Ellermann, “dass sich die Betroffenen möglichst frühzeitig bei
uns melden. Bestenfalls schon bevor ein Genehmigungsverfahren für ein
Großprojekt eröffnet wurde oder bevor die Kettensägen schon einen halben
Wald dem Erdboden gleich gemacht haben.“

Breite Themenpalette: Atomkraft, Gentechnik und Gremienarbeit

Der BBU und seine Mitgliedsinitiativen haben in den letzten fünf
Jahrzehnten, bedingt durch eine zunehmende Vielzahl an Umweltproblemen,
die Themenpalette stark erweitern müssen. Der Widerstand gegen
Atomanlagen und Atomtransporte ist nach wie vor zentral, denn noch ist
der notwendige Atomausstieg nicht vollzogen. Und eine
Laufzeitverlängerung für die letzten drei Atomkraftwerke in der
Bundesrepublik lehnt der BBU strikt ab. Trotz der aktuellen Energiekrise
ist die Nutzung der Atomenergie kein Lösungsweg. Der BBU plädierte schon
immer für den Ausbau Erneuerbarer Energien sowie für Energieeinsparung
und Energieeffizienz (die drei großen E), um von der nuklearen und
fossilen Energieerzeugung wegzukommen.

Auf der Tagesordnung des BBU und seiner Mitglieder stehen auch die
Verhinderung der C02-Endlagerung und der Gentechnik im
landwirtschaftlichen Bereich. Massentierhaltung, Gefahren der
Tonerstäube und die Sicherheit von Chemieanlagen sind einige weitere der
vielfältigen Themen, die von Mitgliedsinitiativen des BBU sowie vom
BBU-Vorstand immer wieder aufgegriffen werden. Im Bereich der Proteste
gegen die unkonventionelle Gasförderung (Fracking) war und ist der BBU
immer bundesweit federführend aktiv und im Bereich des Gewässerschutzes
hat der Freiburger AK Wasser, der auch im BBU organisiert ist,
bundesweit einen gewichtigen Namen. Und natürlich ist der BBU aktiv im
Kampf gegen die Klimakatastrophe und für weitere Anpassungen an den
Klimawandel. Wichtig für den BBU ist dabei u. a. auch ein unverzüglicher
Umbau des Verkehrswesens. Der Fern- und Güterverkehr muss von der Straße
auf die Schiene verlagert werden und der Öffentliche
Personen-Nah-Verkehr (ÖPNV) muss genügend Fahrzeuge und
Schienen-Infrastruktur vorhalten, damit der Umstieg vom Auto auf Busse
und Bahnen auch praktisch vollzogen werden kann.

Engagiert ist der BBU auch bei der internationalen Kooperation mit
Initiativen und Verbänden, so z. B. durch die Mitgliedschaft im
Europäischen Umweltbüro (EEB), im grenzüberschreitenden Widerstand gegen
eine Uranfabrik im niederländischen Grenzgebiet oder im Widerstand gegen
den Uranabbau in aller Welt. Kontakte bestehen in mehrere europäische
Länder, zur russischen Umweltbewegung, und auch zur japanischen.

Die nach wie vor ehrenamtlich tätigen Vorstandsmitglieder des BBU sehen
es als wesentliche Aufgabe an, die Anliegen der BBU-Mitglieder zu
unterstützen. Dies geschieht durch gemeinsame Aktivitäten und auch durch
Lobbyarbeit in Gremien, wie z. B. der Kommission für Anlagensicherheit
(KAS) des Bundesumweltministeriums. Aus Gründen der Anlagensicherheit
hatte der BBU auch Einwendungen gegen das Tesla-Automobilwerk in
Grünheide eingelegt.

Wer eine neue Bürgerinitiative oder Aktionsgruppe gründen möchte, kann
sich dazu beim BBU beraten lassen. Zur Vernetzung im Umweltbereich und
zum Informationsaustausch zwischen älteren und neuen Initiativen
erscheint der BBU-Newsletter, in dem Hintergrundinformationen und
Aktionstermine veröffentlicht werden. Der Bezug ist kostenlos und
frühere Ausgaben können auf der BBU-Internetseite nachgelesen werden.
Aktuelle Informationen befinden sich zudem auch auf der Facebook-Seite
des BBU. Als weiteren Service bietet der BBU auf seiner Internetseite
eine Übersicht zahlreicher örtlicher und überörtlicher Termine aus den
Bereichen der Anti-Atomkraft-Bewegung, der Umweltschutzbewegung und der
Friedensbewegung an.

Geburtstagswünsche

Der BBU wird sich mit seinen Mitgliedern auch zukünftig unabhängig von
der Industrie, von der Bundesregierung sowie von Landesregierungenfür
einen konsequenten und umfassenden Umweltschutz einsetzen.

Zu seinem 50. Geburtstag wünscht sich der BBU neue Mitglieder
(Initiativen, Verbände und Privatmitglieder), die tatkräftig mitarbeiten
und ihr vielfältiges Wissen zum Schutz der Umwelt einbringen, oder die
als passive Mitglieder die Umweltarbeit des BBU moralisch und finanziell
unterstützen. Freuen würde sich der BBU, wenn sich auch mehr junge Leute
für die gemeinsame Umweltschutzarbeit in Bürgerinitiativen und im BBU
einbringen würden.

Der BBU freut sich zudem über kleine und große Spende, die dazu
beitragen, das wichtige Engagement des BBU auch zukünftig zu
gewährleisten. Spendenkonto: Sparkasse Köln/Bonn, IBAN: DE62 3705 0198
0019 00 26 66, SWIFT-BIC: COLSDE33. Stichwort: 50 Jahre BBU.

Informationen über den BBU und seine Aktivitäten gibt es im Internet unter

www.bbu-online.de <http://www.bbu-online.de/> sowie telefonisch unter
0228-214032. Die Facebook-Adresse lautet www.facebook.com/BBU72
<http://www.facebook.com/BBU72>. Postanschrift: BBU, Prinz-Albert-Str.
55, 53113 Bonn.

Weitere Informationen:

Die BBU-Satzung

https://bbu-online.de/html/Satzung%202015.pdf

BBU-Aufnahmeanträge

https://www.bbu-online.de/html/antrag.htm

BBU-Pressemitteilungen der letzten 20 Jahre (chronologisch)

https://www.bbu-online.de/Presse.htm

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