WeMove.EU ruft für sichere Häfen für aus dem Meer gerette Flüchtlinge auf! Macht bitte alle mit!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

soeben erhalten wir als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) von WeMove.EU (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=wemove.eu) den Bericht unter dem Titel: „630 mal abgewiesen! Europa ist herzlos!“.

Aus dem Meer gerettete Menschen brauchen sichere Häfen. Aus diesem Grunde hat WeMove.EU in diesem Bericht auch eine Petition integriert. Wir möchten uch herzlich bitten, im Namen der Menschlichkeit diese Petition zu zeichnen.

Aus diesem Grunde haben wir den kompletten Bericht nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnis auf unsere Homepage gepostet und in der Kategorie „PETITIONEN“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/petitionen/) archiviert.

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

Bildergebnis für fotos vom logo von wemove.eu

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WeMove.EU informiert:

Wenn wir stillschweigend zuschauen, während Europa einem Schiff, das über 600 Menschen das Leben rettete, den sicheren Hafen verweigert, welche Botschaft senden wir dann an unsere Politiker? Setzen Sie sich an diesem Weltflüchtlingstag für ein Europa der Solidarität ein.
Stehen wir gemeinsam auf, wenn Italien ein Schiff voll Flüchtlinge abweist und nur Spanien mit Aufnahmebereitschaft reagiert. Heute ist der internationale Tag der Flüchtlinge. Aus dem Meer gerettete Menschen brauchen sichere Häfen.

Hallo Manni Engelhardt,

vor 27 Jahren flohen meine Eltern mit meiner Schwester und mir vor dem Krieg in Jugoslawien.

Dass ich Ihnen heute schreiben kann, das verdanke ich Großbritannien, das uns damals Zuflucht gewährt hat. Ich bin auch hier und aktiv, weil Kanada uns später freundlich aufgenommen hat. Ich kann Ihnen schreiben, weil ich nicht heute Flüchtling bin, in den Zeiten von Salvini, Orban, Kaczyński und Seehofer.

Vor einer Woche rettete die Besatzung der Aquarius 630 Menschen aus dem Mittelmeer. Genau wie meine Familie damals suchen diese Menschen heute wieder Zuflucht vor Tod und Zerstörung. Sie erleiden unvorstellbaren Schrecken zu Hause und schreckliche Strapazen auf ihrer Flucht. Nach acht Tagen auf See, kurz vor dem sicheren Hafen wird ihnen der Schutz verwehrt.[1]

630 Menschen werden so zu Bauern in einem Schachspiel skrupelloser Politiker, die aus dem, was ein Akt der Menschlichkeit sein sollte, einen politischen Machtkampf machen. So wie sie handeln zeigen sie ihr wahres Gesicht: Ihren Mangel an Menschlichkeit und Mut.

Aber sie entfachen in uns die Entschlossenheit, ein solches Europa nicht hinzunehmen. In wenigen Tagen treffen sich die Staats- und Regierungschefs in Brüssel. Sie haben die Situation der Flüchtlinge auf der Tagesordnung[2] und wir werden sie wissen lassen, was uns wichtig ist: Die Rettung von Menschenleben muss immer Vorrang haben. Gerettete Personen müssen unverzüglich in einen sicheren Hafen gebracht werden.

Etliche Abgeordnete im Europaparlament machen bereits Druck und fordern faire Lastenverteilung.[3] Jetzt kommen wir hinzu und nutzen unsere Vielzahl an Stimmen. Unterschreiben Sie unseren Appell.

Unterzeichnen Sie unseren Appell

Seit jetzt mehr als drei Jahren beobachte ich mit wachsender Besorgnis, wie Europa sich Schritt für Schritt von einer würdevollen Flüchtlingspolitik verabschiedet. Als jetzt Italien und Malta der Aquarius einen sicheren Hafen verweigerten, da haben wir einen neuen Tiefpunkt erreicht. Ein Tiefpunkt, denn wir als Europäerinnen und Europäer nicht stillschweigend hinnehmen können. Wenn wir heute schweigen, dann senden wir nur eine Botschaft: Wir stimmen zu. Und was wird dann folgen? Wird dann der nächste Tiefpunkt sein, dass auf Flüchtlinge in ihren Booten geschossen wird? Können wir das noch ausschließen?

Die Aquarius gehört zu den wenigen Schiffen, die vor der Küste Libyens Rettungseinsätze durchführen. Auch unser Partner, SeaWatch, haben jeden Tag Rettungsteams draußen.[4] Sehr schnell werden sie sich in der gleichen Situation befinden, wie die Aquarius – aber dann wird es schon eine Nachricht sein, an die wir uns zu gewöhnen beginnen. Ich will mich nicht mehr gewöhnen. Ich will mich mit Ihnen zusammen auflehnen. Rettungsboote brauchen sichere Häfen.

Zum Glück sind wir, Sie und ich, nicht allein. Es gibt Städte, wie Neapel, Barcelona und Valencia sowie Regionen, wie Korsika und Galizien, die sich Menschlichkeit bewahren. Sie stehen zu ihrer Solidarität und bieten öffentlich an, weitere Menschen aus der Gefahr im Mittelmeer aufzunehmen.[5] Unterstützt werden sie vom Europaparlament, das einen Vorschlag für eine humanere Migrationspolitik vorgelegt hat. Diese Abgeordneten haben auch Zugang zu den Staats- und Regierungschefs, die diesen Vorschlag in wenigen Tagen diskutieren werden. [6]

Wir, Bürgerinnen und Bürger, die wir in Europa leben, schließen uns den mutigen Bürgermeister/innen, den Städten und Abgeordneten an, die sich für ein Europa einsetzen, wie wir es wollen: voll Solidarität und Menschlichkeit. Es kann mit einer Unterschrift beginnen, aber es kann sich in so viel mehr verwandeln.

Unterzeichnen Sie unseren Appell

Seit meine Familie Anfang der 90er Jahre aus unserer Heimat entwurzelt wurde, bin ich immer wieder umgezogen. Das Land, das ich jetzt mein Zuhause nenne, ist Italien. Seit Matteo Salvinis rechtsextreme Partei (die Lega) die Macht in Italien übernommen hat, wächst meine Besorgnis zur Angst. Eine Angst vor der Zukunft, die auf meine dreijährige Tochter und ihre Generationen wartet. Ich fürchte für die, die wie einst ich auf der Suche nach Zuflucht sind. Ich bange um unsere Menschlichkeit.

Menschlichkeit, Nächstenliebe, Demokratie und Solidarität – sie überstehen, wenn wir sie leben. Dafür stehen wir als als Bewegung von Bürgerinnen und Bürger Europas. Allein dass WeMove diesen Brief zeitgleich in sechs Sprachen an mehr als 700.000 Menschen schickt, macht mir Hoffnung. Sorgen wir dafür, dass unsere Stimmen die von Salvini und seinesgleichen weit übertreffen werden.

Mit Dankbarkeit und Entschlossenheit,

Olga Vuković (Bologna)
und das WeMove.EU-Team

PS: “Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist. Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat. Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter. Als sie die Juden holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Jude. Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“ (Martin Niemöller) Lasst uns dafür sorgen, dass wir immer gegen Ungerechtigkeit eintreten. Unterschreiben Sie jetzt.

Referenzen:
[1] https://www.theguardian.com/world/2018/jun/17/migrant-rescue-ship-aquarius-to-dock-in-spain-after-rough-week-at-sea
[2] http://www.consilium.europa.eu/en/meetings/european-council/2018/06/28-29/
[3] MEP Elly Schlein über Aquarius and Dublin Reform: https://www.facebook.com/ellyschlein1/videos/835083023368495/
MEP Guy Verhofstad über Aquarius: https://www.facebook.com/GuyVerhofstadt/videos/10156823595985016/
MEP Ska Keller über Aquarius: https://www.facebook.com/SkaKellerMEP/videos/1254607038002664/
[4] SeaWatch https://sea-watch.org/en/project/sea-watch-3/
[5] https://www.theguardian.com/world/2018/jun/10/italy-shuts-ports-to-rescue-boat-with-629-migrants-on-board
[6] Vorschläge für einen sicheren und legalen Zugang würden es den Menschen ermöglichen, die gefährliche Seereise gemeinsam zu vermeiden.
Mehr Infos: https://www.ecre.org/wp-content/uploads/2017/04/Policy-Papers-01.pdf
Es gibt einen Vorschlag des Europäischen Parlaments, der jetzt mit dem Europäischen Rat über die Änderung der derzeitigen Dublin-Verordnung (bekannt als Dublin III) zusammentrifft und praktische Vorschläge enthält, wie zum Beispiel dass alle Länder in der EU eine gleichermaßen wichtige Rolle bei der Aufnahme und Unterbringung derjenigen spielen, die Europa zu ihrer Heimat machen wollen.
Mehr Infos: https://www.ecre.org/wp-content/uploads/2018/02/Legal-Note-3.pdf

&qid=97641738″ color:#941b80;text-decoration:none“> WeMove.EU ist eine Bürgerbewegung, die sich für ein besseres Europa einsetzt; für eine Europäische Union, die sich sozialer Gerechtigkeit verpflichtet fühlt; die für ökologische Nachhaltigkeit und bürgernahe Demokratie steht. Wir sind Menschen unterschiedlicher Lebensläufe, Kulturen und Religionen, die Europa ihr Zuhause nennen – egal, ob wir in Europa geboren wurden oder anderswo. Wenn Sie sich aus unserem Verteiler austragen möchten, klicken Sie bitte hier.

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