Kollege Udo Buchholz informiert für den BBU: Die Ermittlungen gegen den „Kreuzweg für die Schöpfung“ sind eingestellt worden!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

soeben erreicht uns als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) eine Presse-Mitteilung des BBU über dessen Pressesprecher und Vorstandsmitglied, dem Kollegen Udo Buchholz (http://ak-gewerkschafter.com/?s=udo+buchholz+bbu).

Darin verweist die Organisation darauf, dass die Ermittlungen gegen „Kreuzweg für die Schöpfung“ (http://ak-gewerkschafter.com/?s=kreuzweg) eingestellt worden sind.

Wir haben die komplette Pressemitteilung nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet.

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

  

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Kollege Udo Buchholz informiert:

BBU-Pressemitteilung, 15.02.2022

Die Ermittlungen gegen den „Kreuzweg für die Schöpfung“ sind eingestellt worden!

(Bonn, Lützerath, 15.02.2022) Im Sommer 2021 wurde beim „Kreuzweg für
die Schöpfung“ ein Kreuz von Gorleben nach Garzweiler ins Rheinische
Braunkohlerevier getragen. Gestartet wurde der Kreuzweg in Gorleben und
Lützerath, ein Dorf an der Tagebaukante von Garzweiler II, war das Ziel.
Unterstützt wurde der Kreuzweg von vielen Initiativen und
Organisationen, so auch vom Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz
(BBU).

Bei Hamm kam es zu einem Polizeieinsatz gegen die Pilgergruppe, für den
es keinerlei Anlass gab. Der BBU protestierte gegen das Vorgehen der
Polizei und solidarisierte sich mit der Pilgergruppe. In einer aktuellen
Pressemitteilung der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg
heißt es jetzt dazu im Nachgang: „Erst in diesen Tagen erfuhren die
letzten Teilnehmer*innen des „Kreuzwegs für die Schöpfung“ von Gorleben
nach Garzweiler, dass die Ermittlungen gegen sie eingestellt wurden.
(…)Dieser völlig überzogene und vor allem ganz unverständliche Eingriff
in die Religionsfreiheit wurde damals von der Öffentlichkeit stark
kritisiert. Insbesondere die Evangelische Kirche im Rheinland, eine
Unterstützerin des Kreuzwegs, setzte sich für die Pilger*innen ein und
bot auch rechtliche Unterstützung an. Vor allem aber gab sie die
notwendige seelsorgerische Hilfe.“

Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg ist eine
Mitgliedsinitiative des BBU. Folgend der vollständige Wortlaut ihrer
Pressemitteilung vom 14.02.2022:

Haltloser Polizeieinsatz gegen den Kreuzweg für die Schöpfung in Hamm/
Alle Vorwürfe haltlos – Ermittlungen eingestellt
Pilger danken Präses Latzel für politischen und juristischen Beistand

Erst in diesen Tagen erfuhren die letzten Teilnehmer*innen des
„Kreuzwegs für die Schöpfung“ von Gorleben nach Garzweiler, dass die
Ermittlungen gegen sie eingestellt wurden. „Es wurde jetzt auch wirklich
Zeit, dass diese Beschuldigungen aus der Welt geschafft wurden,“ so die
Theologin Cornelia Senne. „Wir danken der Evangelischen Kirche im
Rheinland, insbesondere Präses Latzel, für die politische und auch
rechtliche Unterstützung.“Im Juli letzten Jahres war die Pilgergruppe,
die ein Kreuz von Gorleben nach Garzweiler trug, bei Hamm von der
Polizei gestoppt worden. Sie wurde als unangemeldete politische
Versammlung eingestuft und aufgelöst, da sie u.a. Fahnen mit dem Slogan
„Stoppt Braunkohle“, das Hungertuch von Misereor und ein Transparent mit
dem Papstzitat „Diese Wirtschaft tötet“ mitführte. Mitten in der spontan
gehaltenen Andacht eskalierte die Situation, als die Polizei einen
Gottesdienstteilnehmer plötzlich umringte und abdrängte. Zwei ältere
Pilger wurde grob zu Boden gestoßen, eine 67jährige Presbyterin musste
im Krankenhaus behandelt werden. Ein junger Mann wurde in Gewahrsam
genommen, sein Handy konfisziert, ein älterer in Handschellen weggeführt.

Erst mit dem Eintreffen des katholischen Pfarrers Ludger Schlotmann und
seiner evangelischen Amtskollegin Birgit Schneider in deren Gemeinden
die Pilgergruppe in der Nacht zuvor in Beckum beherbergt und bewirtet
hatten, entspannte sich die Lage etwas. Dennoch wurden – laut
Twitter-Meldung der Polizei Hamm – Ermittlungen wegen Verstoßes gegen
das Versammlungsgesetz, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und sogar
wegen Gefangenenbefreiung aufgenommen.

Dieser völlig überzogene und vor allem ganz unverständliche Eingriff in
die Religionsfreiheit wurde damals von der Öffentlichkeit stark
kritisiert. Insbesondere die Evangelische Kirche im Rheinland, eine
Unterstützerin des Kreuzwegs, setzte sich für die Pilger*innen ein und
bot auch rechtliche Unterstützung an. Vor allem aber gab sie die
notwendige seelsorgerische Hilfe. „Es war für die Gruppe ein Schock, so
etwas hatte noch niemand erlebt,“ sagte Negen Jansen, eine der
Organisator*innen des Kreuzwegs. Und weiter: „Spätestens jetzt wäre
wirklich eine Entschuldigung der Verantwortlichen angebracht.“

Quelle und weitere Hintergrundinformationen:

https://www.bi-luechow-dannenberg.de/2022/02/12/polizeieinsatz-gegen-den-kreuzweg-fuer-die-schoepfung-in-hamm

https://www.bbu-online.de/presseerklaerungen/prmitteilungen/PR%202021/26.071.21.pdf

https://kreuzweg-gorleben-garzweiler.de

https://www.alle-doerfer-bleiben.de

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Der BBU engagiert sich u. a. für menschen- und umweltfreundliche
Verkehrskonzepte, für den sofortigen und weltweiten Atomausstieg, gegen
die gefährliche CO2-Endlagerung, gegen Fracking und für
umweltfreundliche Energiequellen.

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