CAMPACT lässt Christina Schliesky von Fridays for Future zu Wort kommen! „Unser Plan – Wir machen Freitag, den 25. September zum globalen Protesttag!“

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
als Gewerkschafter/innen-Arbeitskreis (AK) hat uns eine weitere Mitteilung von CAMPACT (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=campact) erreicht.
 
Darin lässt die Organisation die Schülerin Christina Schliesky von Fridays for Future zu Wort kommen. Sie erklärt: „Mein Zuhause hier im Rheinland ist bedroht. Unser Plan – Wir machen Freitag, den 25. September zum globalen Protesttag!“
 
Wir haben die komplette Mitteilung, die auch einen Spendenaufruf enthält, nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme und Bedienung auf unsere Homepage gepostet und in der Kategorie „KAMPAGNEN“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/kampagnen/) archiviert.
 
Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-
 

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CAMPACT informiert:

 
 

Hallo Manni Engelhardt,

Christina Schliesky ist 16 Jahre alt, und ihre Heimat im Rheinland ist bedroht. Meine Bitte: Lesen Sie, was die Schülerin von Fridays for Future zu sagen hat – und finden Sie heraus, wie Sie helfen können.

Mit herzlichem Dank
Christoph Bautz, Campact-Vorstand

Hallo Manni Engelhardt,

seit 16 Jahren lebe ich mit den Baggern vor meiner Haustür. Und mit einem Riss in der Erde, der quer durch unser Dorf geht: Tagebauschaden heißt das. Jeden Tag, wenn ich von der Schule nach Hause komme, liegt eine neue Schicht Kohlestaub über meinem Fenster. Egal, wie viel ich putze: Es bleibt grau. So wird mir jeden Tag klar: Mein Zuhause hier im Rheinland ist bedroht. Die Kohle-Bagger im Tagebau Garzweiler kommen näher. Gleichzeitig zerstören die Kohlekraftwerke am Horizont das Klima – und unseren Planeten. Die Bundesregierung will davon nichts wissen. Sie hält an der Kohle fest. Erst 2038 will sie aussteigen.

Doch nächstes Jahr sind Bundestagswahlen. Eine neue Regierung kann den Kohleausstieg beschleunigen – und das Klima und mein Zuhause retten. Die ARD hat gerade noch berichtet, dass der Klimaschutz für Menschen in Deutschland das wichtigste Thema ist – sogar wichtiger als die Corona-Krise. Doch damit die Parteien das spüren, muss der Protest auf die Straße. Wir als Fridays for Future wollen den beginnenden Wahlkampf nutzen und klarmachen: Wer nächstes Jahr regieren will, muss spätestens 2030 aus der Kohle aussteigen.

Unser Plan: Wir machen Freitag, den 25. September zum globalen Protesttag. Zehntausende Menschen auf der Straße – an ganz vielen Orten in Deutschland. Zeitgleich mit Hunderttausenden in vielen anderen Ländern. Wir Schüler*innen sind weltweit vernetzt und haben schon große Proteste organisiert. Doch alleine bringen wir unser Anliegen nicht durch. Wir brauchen Sie und andere Erwachsene, um die Klimakrise zu stoppen!

Wegen Corona konnten wir lange nicht demonstrieren – wir wollten uns und andere nicht gefährden. Jetzt planen wir endlich wieder. Mein Handy klingelt ununterbrochen: Wir besprechen, wie wir den Protest am 25. September coronasicher machen. Mit Fahrraddemos und Menschenketten, mit Maskenpflicht und Abstandsmarkierungen.

Für all das brauchen wir mehr Helfer*innen, Lautsprecher und Plakate. Wir wollen Werbung auf Social Media machen und unsere Schutzkonzepte erklären. Das kostet Geld – und es bleibt kaum Zeit. Deshalb brauchen wir jetzt Hilfe von Campact-Unterstützer*innen: Ihre Spende an Campact geht direkt an Fridays for Future. So machen wir den Protest gemeinsam stark. Schon 5 Euro sind eine große Hilfe.

Klicken Sie hier, um für den Klimaprotest zu spenden

Ich kann heute leider nicht spenden

Hier im Rheinland wissen wir, wie zerstörerisch Kohle ist: Das Dorf, in dem meine Familie früher gewohnt hat, ist schon im Tagebau verschwunden. Es war ein gruseliges Gefühl, als meine Mutter in das tiefe Loch gezeigt hat: „Da irgendwo kommen wir her.“ Jetzt sind die Kohlebagger nur noch 2000 Meter von meinem Haus entfernt. Jeden Tag kommen sie näher – schon bald wollen sie mein Nachbardorf abbaggern.

Als ich bei Fridays for Future angefangen habe, hatte ich zum ersten Mal Hoffnung, dass wir die Kohlebagger stoppen können. Ich weiß jetzt: Ich bin nicht allein. Und es gibt Menschen auf der ganzen Welt, deren Zuhause bedroht ist. Durch Überschwemmungen, Dürre, Wirbelstürme, alles Folgen der Klimakrise. Ich wünsche mir, dass ich mein Zuhause behalten kann – so wie alle anderen Kinder und Jugendlichen weltweit. Dafür müssen wir das Abkommen von Paris einhalten und die Erderhitzung auf 1,5 Grad begrenzen. Wir brauchen in Deutschland den Kohleausstieg bis spätestens 2030.

Die Bundesregierung hat sich für 18 weitere Jahre Kohle entschieden. Ich war so enttäuscht und wütend an dem Tag, als das Kohle-Gesetz beschlossen wurde. Ich bin extra nach Berlin gefahren; ich stand direkt vor dem Bundestag, zusammen mit vielen anderen Leuten. Wir haben gemeinsam protestiert, Aktivist*innen von Fridays for Future und Menschen aus dem Rheinland, während die Parlamentarier*innen drinnen das Gesetz verabschiedet haben. Ich weiß noch, wie ich dachte: Die Leute hier in Berlin wissen gar nicht, wie groß das Problem wirklich ist!

Jetzt muss der Wunsch von uns Bürger*innen auf die Straße: Bald beginnt der Wahlkampf und die Parteien sollen sofort spüren, dass das Klima Thema Nummer eins bleibt. 30 bis 40 Stunden pro Woche bereite ich den Klima-Protest am 25. September vor – zwischen Schule und Hausaufgaben.

Durch Corona ist dieses Mal alles besonders aufwendig und wir brauchen viel Geld: für Sound-Technik, Plakate, Social-Media-Werbung und vieles mehr. Alleine können wir Schüler*innen das nicht schaffen. Deshalb bitten wir Sie als Campact-Unterstützer*in um Hilfe: Wenn Sie jetzt hier an Campact spenden, geht das Geld direkt an Fridays for Future. Gemeinsam schaffen wir einen eindrucksvollen Protest – der wirkt! Schon 5 Euro sind für uns eine große Hilfe.

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Ich kann heute leider nicht spenden

Herzliche Grüße
Christina Schliesky, Fridays for Future

PS: Ich weiß, dass viele Menschen unter der Corona-Krise leiden – vielleicht ist auch bei Ihnen das Geld knapp. Aber gemeinsam sind wir stark: Schon ein kleiner Betrag kann helfen, damit der Klimaprotest am 25. September ein Erfolg wird. Bitte spenden Sie jetzt!

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Ich kann heute leider nicht spenden

Falls Sie das bevorzugen, können Sie auch direkt auf das Aktionskonto von Campact überweisen:

Campact e.V.
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN DE87 2512 0510 6980 7801 21
BIC BFSWDE33HAN

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