Kollege Heinz-W. Kneip sagt ein Dankeschön und kommentiert die Antifa-Veranstaltung von VHS und Geschichtsverein Baesweiler!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) hat uns ein Kommentar des Kollegen Heinz-W. Kneip zum Beitrag „Niklas Frank und Michael Sulies gestalten ANTIFA-Veranstaltungen von VHS und Geschichtsverein in Baesweiler!“
(http://www.ak-gewerkschafter.de/2017/09/20/niklas-frank-und-michael-sulies-gestalten-antifa-veranstaltungen-von-vhs-und-geschichtsverein-in-baesweiler/) erreicht.

Diesen qualifizierten Kommentar haben wir als Beitrag direkt zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage und in die Kategorie „ANTIFA“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/antifa) gepostet.

Für den AK Manni Engelhardt –Koordinator-

 
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Heinz-W. Kneip kommentiert:

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

vielen Dank für Eure Unterstützung. Rund 160 Menschen besuchten unsere Veranstaltung mit Niklas Frank. Es war ein beeindruckender und nachdenklich stimmender Abend. Niklas Frank lag nach einem Zusammenbruch bis zum Vortage im Krankenhaus. Er wollte unbedingt zu uns in den Nordkreis kommen, da er den Ansatz der Vorlesungsreihe, mit jungen Wissenschaftler/innen am Samstag und Autor/innen am Freitag einen Diskurs gegen die aufkommende Renationalisierung und Zeichen für Pluralismus zu setzen unterstützen wollte. Ziel der Veranstaltung ist es ja, junge Erwachsene mit Menschen, die die Geschichte ihrer Elterngeneration im Nationalsozialismus einerseits und das Werden unserer heutigen Verfasstheit andererseits als Biographie-Merkmale mitbringen ins Gespräch miteinander zu bringen. Der Samstag-Nachmittag wurde ausgesprochen spannend durch Michael Sullies von der Universität Göttingen eröffnet. Seine Darstellungen zu den „Ideengeschichtlichen Vorläufern des Nationalsozialismus“ führten zu einer langen und intensiven Diskussion unter der – für das Thema – überraschend hohen Besucherzahl. Für die meisten waren die Informationen neu: Dass die Nationalsozialisten auf bereits bereiteten Boden zugreifen konnten, die vorhandenen Mentalitäten und Einstellungen reichen weit in das 19.Jh zurück und sind auch heute der ideelle Nährboden der nationalen Bewegungen. Die Inhumanität ist nicht begrenzt auf die Jahre des Nationalsozialismus, sie bricht sich jederzeit Bahn, wie zahlreiche Beiträge mahnend begründeten und sich an die These von Niklas Frank am Vorabend anschlossen, dass in Krisenzeiten die Decke der Zivilisation schnell Risse erfahren würde.
Für unser nächstes Themenwochenende am 17./18.11.2017 werden wir verstärkt in Bemühung stehen, junge Erwachsene für die Teilnahme zu gewinnen.

Heinz-W. Kneip

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