Die Tarifverhandlungen 2021 für die KFZ-Beschäftigten haben, wie die IG-Metall es mitteilt, ein Ergebnis gezeitigt!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) haben wir zur Kenntnis genommen, dass die Tarifverhandlungen 2021 für die KFZ-Beschäftigten zu einem Ergebnis gekommen sind.

Dazu teilt die IG-Metall auf ihrer Homepage das Folgende mit:

Mehr Geld für Kfz-Beschäftigte

Tarifabschluss der IG Metall im Kfz-Handwerk Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen: 500 Euro im August. 2,2 Prozent mehr Geld ab Februar 2022. Extraplus für Azubis.

18. Juni 2021 | Aktualisiert am 22. Juni 2021

Mehr Geld für die Beschäftigten in den Autohäusern und Kfz-Werkstätten. Die IG Metall hat letzte Woche Donnerstag ein Tarifergebnis für das Kfz-Handwerk in Bayern durchgesetzt. Am Freitag erzielte die IG Metall dann auch ein Verhandlungsergebnis in Baden-Württemberg. Heute einigten sich IG Metall und Kfz-Arbeitgeber nun auch in Niedersachsen. In den übrigen Bundesländern verhandelt die IG Metall in den nächsten Tagen.

Das Tarifergebnis in Bayern: 500 Euro Corona-Beihilfe netto im August, dauerhaft 2,2 Prozent ab Februar 2022 – tabellenwirksam. Und ein Extraplus für Auszubildende: dauerhaft 30 Euro mehr im August, weitere 30 Euro mehr im Februar 2022.

Beim Extraplus für Auszubildende weicht das Verhandlungsergebnis in Baden-Württemberg und Niedersachsen im Detail ab: Dort erhalten auch die Auszubildenden im August eine Corona-Beihilfe von 220 Euro. Ab Februar steigen dann die monatlichen Ausbildungsvergütungen dauerhaft um 60 Euro.

Die Laufzeit: bis 31. März 2023.

„Wichtig für unsere Mitglieder ist, dass wir eine tabellenwirksame Tariferhöhung erreicht haben“, betont Ralf Kutzner, der als geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall für das Kfz-Handwerk verantwortlich ist. „Nach einmalig 500 Euro netto im August steigen die Monatsentgelte bereits nach sechs Monaten um 2,2 Prozent – dauerhaft. Für die Auszubildenden gibt es noch einmal ein Extraplus. Das war nur durch den Druck unserer IG Metall-Mitglieder in den Autohäusern und Werkstätten möglich.“

Neben mehr Geld haben die gewählten Tarifkommissionen der IG Metall im Kfz-Handwerk der einzelnen Bundesländer weitere regionale Forderungen gestellt.

In Bayern haben IG Metall und Kfz-Arbeitgeber vereinbart, dass es künftig eine tarifliche Regelung zur Erstattung von Lehrmittelkosten geben wird. Ebenfalls neu im Tarifvertrag ist ein Rückkehrrecht für Beschäftigte nach einer Weiterbildung, wie etwa der Meisterschule.

In Niedersachsen haben sich IG Metall und Kfz-Arbeitgeber auf eine Verhandlungsverpflichtung verständigt: Bereits in der zweiten Jahreshälfte treten die Tarifpartner wieder zusammen, um eine Wahloption zwischen mehr Geld oder mehr freier Zeit in ein Vertragswerk zu gießen. Außerdem wird man einen „Zukunftsdialog Ausbildung und Qualifizierung“ starten, um den zukünftigen Strukturwandel im Kfz-Handwerk zu begleiten.

Angriffe der Arbeitgeber in Baden-Württemberg abgewehrt

In Baden-Württemberg hatten die Kfz-Arbeitgebern Teile des Manteltarifvertrtags gekündigt und selbst Forderungen gestellt – etwa den Samstag als zusätzlichen Regelarbeitstag. Samstags sollten also Vati und Mutti wieder der Firma gehören, ohne Zuschläge. Bei der Verhandlung in Leinfeld-Echterdingen am Freitag nahmen die Arbeitgeber ihre Forderungen zurück.

„Die Beschäftigten im Kfz-Gewerbe haben das Blatt gewendet“, erklärt Ivan Curkovic, Verhandlungsführer der IG Metall Baden-Württemberg. „Die von den Arbeitgebern geforderten Verschlechterungen sind komplett vom Tisch.“

Der Manteltarifvertrag ist unverändert wieder in Kraft.

 „Arbeitgeber, die denken, sie können Belastungen einseitig auf die Beschäftigten abwälzen, bekommen die richtige Antwort von uns“. bekräftigt Roman Zitzelsbeger, Bezirksleiter der IG Metall Baden-Württemberg: „Wer eine unserer Branchen angreift, greift die gesamte IG Metall an.“

Bundesweit 17 000 bei Aktionen und Warnstreiks

Ursprünglich wollten die Kfz-Arbeitgeber gar nichts geben – und eine Nullrunde ohne Lohnerhöhung durchsetzen. Das haben sich Beschäftigte und IG Metall nicht bieten lassen. Bundesweit haben in den letzten Wochen fast 17 000 Kfz-Beschäftigte in 400 Betrieben mit Warnstreiks und Aktionen Druck für den Tarifabschluss gemacht.

Foto: Lieb ich Medien

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Durch den Klick auf den nachstehenden Link könnt Ihr den Beitrag direkt auf der Homepage der IG-Metall lesen.

> https://www.igmetall.de/tarif/tarifrunden/handwerk/mehr-geld-und-coronapraemie-fuer-kfz-beschaeftigte !

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Als AK sind wir der Meinung, dass das Beste an diesem Tarifabschluss noch die kurze Laufzeit ist!

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

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